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NEUBAUBÜRO Planung und Bauleitung GmbH

Ansprechperson: Bmst. Ing. Paul Neuburger

A – 4643 Pettenbach, Wilflingstraße 5

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Energieausweise

Neubaubüro Planung & Bauleitung GmbH, Pettenbach

Executive Summary

Das Unternehmen Neubaubüro Planung & Bauleitung mit Sitz in Pettenbach bietet Bauberatung, Planung, Energieausweiserstellung, Energieberatung sowie Bauleitung und Baukoordination an.

Das neue Bürogebäude ist ein ehemaliges Wohngebäude, das umfassend thermisch saniert wurde, wobei ein kleinerer Teil des Gebäudes weiterhin als getrennte Einheit zu Wohnzwecken dient. Die Sanierung erreicht Passivhausstandard. Die Restwärme zur Beheizung wird von einem Gaskessel erzeugt.

Dabei wurde der Liefervertrag von Erdgas auf Biogas umgestellt und eine thermische Solaranlage ergänzend dazu errichtet. Mit diesen Anlagen wird nicht nur das sanierte Gebäude sondern auch ein Nachbargebäude mit Wärme versorgt. Zur Eigenstromerzeugung wird eine 27m2 Photovoltaik-Anlage eingesetzt.

Ausgangszustand

 

Eigentümer/ Betreiber NEUBAUBÜRO Planung und Bauleitung GmbH
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Paul Neuburger
Standort A – 4643 Pettenbach Wilflingstraße 5
Gebäudetyp

Büro- und Wohnhaus

Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1960
 Zustand/ Ausstattung Bestand Dem Baualter entsprechende Substanz, zuvor allein als Wohnhaus genutzt

 Motiv für die Sanierung:

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Wärmeschutz, Raumaufteilung und technische Infrastruktur entsprechen nicht den Anforderungen eines zeitgemäßen Bürogebäudes.
Ziele
Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

Entsprechend dem eigenen Tätigkeitsfeld der Firma NEUBAUBÜRO als Planungs- und Bauleitungsunternehmen im Bereich energieeffizienter Gebäude, soll das eigene Büro Vorbildwirkung und Demonstrationscharakter entfalten.

Das Ziel der Sanierung war das Erreichen von Passivhausstandard und die Demonstration der solaren Technologien zur Strom- und Wärmeerzeugung.

Ziele Planer

Passivhausstandard, Solarenergienutzung

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten
  • Außenwand mit 30cm Holzwolledämmplatten U = 0,18 W/(m2K)
  • Dachkonstruktion: mit 40cm Wärmedämmung U = 0,12 W/(m2K)
Baustoffe Holzbauplatten, Holzwolledämmstoff, im Sockelbereich extrudiertes Polystyrol
Fensterqualität 3 Scheiben Wärmeschutzverglasung Uw = 0,8 W/(m2K)

Haustechnik

Heizung Das ursprünglich geplante Wärmeerzeugungskonzept über einen Pelletskessel mit angeschlossener Stromgewinnung (BHKW) über einen Stirlingmotor wurde aufgrund von Zweifeln an der Ausgereiftheit des Produktes fallengelassen. Stattdessen wird der bestehende Erdgaskessel weiter verwendet. Für den Bezug des Erdgases werden in gleicher Menge Zertifikate für Biogas- Netzeinspeisung erworben, womit die Heizung in der Gesamtbilanz vollständig erneuerbar betrieben wird.
Lüftung  Passivhaustaugliches Lüftungsgerät mit 91%Wärmerückgewinnungsgrad
Sanitär Warmwasserbereitung über Solaranlage bzw. über den Heizkessel
Elektrik

Photovoltaikanlage 5kWp (27m2)

optimiertes Beleuchtungssystem: Kompakt- Leuchtstofflampen und LEDs

Solaranlage 26m2 thermischer Kollektor zur Warmwasserbereitung sowie zur Unterstützung der Raumheizung

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

Beleuchtungsoptimierung, energieeffiziente EDV Ausstattung

Abwärmenutzung Über die Lüftungsanlage wird ein Großteil der Wärmemenge, die in der Abluft abgeführt wird zurückgewonnen.
 Nutzung Erneuerbarer Energiequellen
  • Thermische Solaranlage
  • Photovoltaikanlage
Besondere Lösungen Passivhaussanierung, Zukauf von Biogaszertifikaten als Kompensation des Erdgasbezuges
Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge, die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 187,1 kWh/(m2a)
Heizwärmebedarf/ nachher 14 kWh/(m2a)

Folgende Werte gelten für das sanierte Gebäude:

Kühlbedarf 30,77 kWh/(m2a)
Spezifische Heizlast 19,3 W/m2
Erwartete CO2- Einsparung 29t/a
Erwartete Kosteneinsparung im Betrieb 7800 EUR/a

Kosten

Investitionskosten Eingereichte umweltrelevante Investitionskosten: ca. € 305.000
Einsparungen im Betrieb

 Ca. € 23.600,- in 3 Jahren

Förderungen KPC Förderung ca. € 47.000
Dokumentation

Bauphase

Chronologie/ Bautagebuch Februar 2011 Positiver Förderbescheid KPC

23.März 2011 Baubeginn

23.Juli 2011 Baufertigstellung

August 2011 Besiedlung

Ab September 2011: Monitoring der Erträge Solaranlagen, Energiebezug Erdgas

Persönliche Erfahrungen

Planungs-/Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele) Die beiden Firmenteilhaber sind gleichzeitig Eigentümer des Gebäudes. Um eine klarere Rollenverteilung Bauherrschaft/ Planer zu schaffen, übernahm jeder der beiden eine Rolle. Somit konnten klarere Interessenslagen herausgearbeitet und Diskussionspositionen in der Entscheidungsfindung geklärt werden.
Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

Pellets- BHKW wegen mangelnder Marktreife nicht ausgewählt

Empfehlungen

Die gewählte Bauzeit von 4 Monaten war nur unter großem persönlichen Einsatz durchzuführen. Für ähnliche Vorhaben empfehlen die Bauherren eine weniger ambitionierte Zeitplanung

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