Artist Space – in Umsetzung

09.01.2024

Executive Summary

Die Interspace Arts GmbH beabsichtigt eine ehemalige Antiquitäten-Lagerhalle im 15. Wiener Gemeindebezirk in ein Zentrum für künstlerische Entwicklung, Proben, KünstlerInnen, Konzerte sowie ein Ort des kollektiven Austausches über die „Reparatur der Zukunft“ aus künstlerischer Perspektive umzugestalten. Neben einem Konzert- und Aufnahmesaal mit rund 150 m² und 120 Personen Fassungsvermögen im Obergeschoss, wird der minciospace Atelier- und Proberäume zwischen 18 m² und 140 m² sowie Produktionsstudios inklusive professioneller Aufnahmemöglichkeiten bieten. Dazu wird es eine 50 m² große Küche inkl. Communityraum mit Bibliothek für den gemeinsamen Austausch und Vernetzung geben. Die Räume werden multifunktional einsetzbar sein (Yoga- und Meditationsprogramm).

Im Bestandsgebäude existiert lediglich eine Gasheizung, die Dämmung ist sehr gering dimensioniert und der Heizbedarf dadurch hoch. Im Zuge der Sanierung wird eine Photovoltaikanlage und Erdwärme mit Tiefenbohrungen geplant. Ökologische Dämmstoffe sollen ebenso zum Einsatz kommen wie eine umfangreiche Fassadenbegrünung. Für Brauchwasser soll ein Brunnen gebohrt werden und durch die geplanten Maßnahmen das Klimaaktiv Gold Zertifikat erreicht werden.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber:

  • Interspace Arts GmbH
    KLG Satzberg-Rosenhang Parz. 11
    1140 Wien
    Telefonnummer: +43-660-5287042
    E-Mail: office@interspacearts.eu

Ansprechpartner / Kontaktpersonen:

  • Karoline Suntinger, MA
    Telefonnummer: +43-660-5287042
    Mobiltelefonnummer: +43-660-5287042
    E-Mail: karoline.suntinger@interspacearts.eu

Architekt:

  • Architekturbüro Reinberg ZT GmbH
    Georg Wolfgang Reinberg
    Lindengasse 39/8
    1070 Wien
    Telefonnummer: +43-664-2520448
    E-Mail: reinberg@reinberg.net

Technische Planer:

Beteiligte Kontrolle:

Standort:

  • Minciostraße 17
    1150 Wien

Gebäudetyp:

  • Veranstaltungsraum

Errichtungsjahr Bestandsgebäude:

  • 1870

Größe (BGF):

  • Bestand: 886 m²

Zustand/ Ausstattung Bestand:

Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand:

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort:

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten:

  • Das Gebäude soll durch Dämmung der Außenwände mit 16-20 cm Zellulosefaserdämmung, durch Dämmung des Daches mittels 25 cm Zellulosefaserdämmung bzw. 40 cm Holzfaserdämmplatten, des erdanliegenden Bodens mittels 15 cm EPS, sowie den Austausch der Fenster (Holzfenster mit außenliegender Aluminium-Verkleidung) thermisch saniert werden.

Baustoffe:

  • 16-20 cm Zellulosefaserdämmung (Außenwand)
  • 25 cm Zellulosefaserdämmung, 40 cm Holzfaserdämmplatten (Dach)
  • 15 cm EPS (erdanliegende Böden)

Fensterqualität:

  • Holzfenster mit außenliegender Aluminium-Verkleidung

Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails:

Luftdichtigkeitskonzept:

 

Haustechnik

Heizung:

  • Das gesamte Gebäude soll zukünftig mittels Wärmepumpen versorgt werden. Dafür wird ein Sondenfeld mit 6 Tiefensonden mit je 120 lfm errichtet. Die Abwärme der Veranstaltungsräume wird direkt in die Tiefensonden geleitet (Freecooling). Der bestehende Gaskessel wird außer Betrieb genommen.

Kühlung:

  • Free-Cooling

Lüftung:

  • Lüftungsanlage mit Luft-/Luftwärmepumpe für die Wärmerückgewinnung. Die Einbringung der Luft im Saal und Multifunktionsraum erfolgt über Quellluftauslässe und im Rest des Gebäudes konventionell über Tellerventile und Wandauslässe.

Warmwasser:

Elektrik:

  • Die bestehende, ineffiziente Beleuchtung (Neonleuchten) wird durch moderne LED-Leuchten ersetzt.

Regelungstechnik:

  • Es wird ein Energieverbrauchsmonitoring installiert.

PV-Anlage:

  • Es ist geplant eine 33,10 kWp Photovoltaik-Anlage mit einer Modulfläche von rund 161 m² zu errichten. Die Anlage soll jährlich 23.600 kWh an Strom liefern und vorrangig die Wärmepumpe mit Strom versorgen.

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung:

  • Thermische Sanierung
  • Austausch der Fenster
  • Umstellung auf LED
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Wärmepumpe
  • PV-Anlage

Abwärmenutzung:

  • Lüftungsanlage

Nutzung Erneuerbarer Energiequellen:

  • Wärmepumpe
  • PV-Anlage

Besondere Lösungen:

  • Einsatz von Dämmstoffen mit österr. Umweltzeichen oder natureplus / Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Pluseniergiehaus
  • Fassadenbegrünung

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmelast die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf / vorher:

  • 173,5 kWh/m²a HWBref,RK entspricht 198 kWh/m²a HWBref,SK

Heizwärmebedarf / nachher:

  • 22,7 kWh/m²a HWBref,RK entspricht 27,3 kWh/m²a HWBref,SK

Kühlbedarf / vorher:

  • 0 kWh/m³a KB*RK entspricht 0 kWh/m²a KB,SK

Kühlbedarf / nachher:

  • 0,3 kWh/m³a KB*RK entspricht 36,9 kWh/m²a KB,SK

Spezifische Heizlast / vorher:

Spezifische Heizlast / nachher:

Erwartete CO2- Einsparung:

  • In Summe kann eine Reduktion der CO2-Emissionen von 71,77 Tonnen pro Jahr erzielt werden.

Erwartete Einsparung:

  • Heizwärmebedarf Referenz – Reduktion: ca. 85%
  • fGEE – Reduktion: ca. 79%

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung Herstellung:

 

Kosten

Investitionskosten:

  • Beantragte Investitionskosten: 1.821.526,00 EUR
  • Umweltrelevante Kosten: 1.421.760,00 EUR

Förderungen:

  • Förderbasis: 1.126.426,00 EUR
  • Voraussichtliche Förderhöhe: 528.553,00 EUR

Kosten je m² BGF:

  • ca. 2.056 €/m² BGF (Beantragte Invest.kosten/m² BGF Bestand)

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele):

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…):

Empfehlungen:

Chronologie/Bautagebuch:

  • Planungsstart: Anfang 2021
    Baustart: Ende 2022/Anfang 2023
    Baufertigstellung:

Nutzung:

Nutzungskomfort:

Erfahrungen:

Energieausweise & Planung

Ihre Ansprechpartner

Architekt Architekturbüro Reinberg ZT GmbH Georg Wolfgang Reinberg +43-664-2520448 reinberg@reinberg.net Lindengasse 39/8
1070 Wien