subbildprojekte

Kontakt

Gemeinde Leogang

Amtsleiter Ing. Mario Payer

Bauamtsleiter Ing. Thomas Riedlsperger

Nr. 4, 5771 Leogang

E-Mail

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Planung

Energieausweis

Kindergarten, Leogang

Executive Summary

Die Gemeindevertretung von Leogang hat in der Sitzung vom 07. Mai 2014 den Baubeschluss für die Erweiterung bzw. die Sanierung des Kindergartens in Sonnrain gefasst. Nach einem ca. 2 Jahre andauernden Planungsprozess wurde der Planungsentwurf der Fa. W2 Manufaktur GmbH von der Gemeindevertretung abgesegnet und die ersten Vergabebeschlüsse an die ausführenden Firmen gefasst. Auf Grund des über 35 Jahre alten Baubestandes war es von Anfang an vorgesehen, eine umfassende Sanierung der Gebäudehülle sowie der Innenräume durchzuführen. Neben der Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems an der Fassade wurden sämtliche Fenster und Türen erneuert und die Beschattungssysteme getauscht. Auch die Dachkonstruktion und die Kelleraußenwände wurden mit einer Wärmedämmung ausgestattet. Auf Grund der enormen Energieeinsparung lt. Berechnung im Energieausweis wurde die Beibehaltung der Elektroheizung beschlossen. Durch den Einbau einer Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung konnte der Energiebedarf für die Elektroheizung zusätzlich wesentlich gesenkt werden. Für die zukünftige Energieversorgung ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage im Gartenbereich vorgesehen. Diese Anlage deckt beinahe 100% des Hochtarif- Energiebedarfs ab. Für die Elektroheizungsanlage wurde ein zertifizierter Ökostromliefervertrag abgeschlossen.

Neben einer umfassenden Sanierung des Bestandsgebäudes wurde eine Erweiterung des Kindergartens im Dachgeschoß durchgeführt. Durch den Abbruch bestehender Wohnungen und durch die Anhebung des Dachstuhls im mittleren Bereich können im Dachgeschoß ein weiterer Gruppenraum, ein Bewegungsraum sowie ein Krabbelgruppenraum samt zugehörigen Sanitärräumen untergebracht werden.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Gemeinde Leogang
Ansprechpartner / Kontaktpersonen AL Ing. Mario Payer,
BauAL Ing. Thomas Riedlsperger
Architekt

W2 Manufaktur GmbH
Leogang 62, 5771 Leogang

Techn. Planer

Ingenieurbüro Morokutti und Jann,
Rosental 84, 5771 Leogang

Gebäudetechnik

TB Johannes Hasenauer,
Kirchhamerstraße 10, 5751 Maishofen

Standort A- 5771 Leogang, Nr. 4
Gebäudetyp Kindergarten
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1978
Größe (BGF)

1.110 m² vor der Sanierung

1.402 m² nach der Sanierung

Zustand/ Ausstattung Bestand Einige Gebäudeteile waren sanierungsbedürftig, darunter die Dachdeckung sowie Fenster- und Türelemente. Die Bausubstanz allgemein war gut.

 

Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand  Behebung der bestehenden Mängel (Dachdeckung, Fenster- und Türelemente) sowie größerer Platzbedarf  

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort Zeitgemäße Sanierung des Gebäudes mit Erweiterung für eine zusätzliche Kindergartengruppe und eine Krabbelgruppe für unter 3-Jährige.
Senkung des Energieverbrauchs für Heizung und Lichtstrom.
Austausch der Beleuchtungskörper gegen energiesparende Beleuchtungsanlagen. Teilweise Selbstversorgung mit Strom durch eine Photovoltaikanlage.   

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten
  • Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems an der Fassade: 16 cm Fassadendämmplatten aus Mineralwolle (U-Wert: 0,14 W/m²K); erdanliegende Wände im Untergeschoss werden überwiegend mit 16 cm XPS und zum kleinen Teil mit 10 cm Foamglas gedämmt, damit sinkt der U-Wert auf 0,16 bzw. 0,23 W/m²K. 
  • Dämmung der Kelleraußenwände
  • Dämmung der Dachkonstruktion: 14 cm Aufdachdämmung (U-Wert: 0,13 W/m²K
Baustoffe

Mineralwolldämmplatten an der Fassade und in der Dachkonstruktion, XPS und Foamglas an den erdanliegenden Wänden,

Fensterqualität

Fenstertausch: Fenster aus Holz und Aluminium mit einem U-Wert von ca. 0,75 W/m²K (bzw. 1,3 W/m²K bei den Dachflächenfenstern)

Erneuerung der Innentüren

Einbau zusätzlicher, neuer Fenster- und Türelemente

 

Haustechnik

Heizung Das bestehende System der elektrischen Direktheizung mit Radiatoren bzw. Fußbodenheizungen wurde beibehalten, die Anzahl der Heizkörper konnte reduziert werden.
Kühlung

keine Kühlung

Lüftung

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Wärmerückgewinnungsgrad des Kreuzstrom-Plattenwärmetauschers: 90%)

Elektrik Umstellung der Beleuchtung auf T16-Leuchtstofflampen mit elektronischen Vorschaltgeräten und LEDs
Solarenergie

PV-Anlage mit einer Modulfläche von 63,6 m² und einer Peakleistung von 9,75 kW liefert jährlich rund 10.000 kWh an Strom

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

Reduktion der Heizwärmebedarfs, Beleuchtungsoptimierung

Abwärmenutzung Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Photovoltaikanlage zur Nutzung der Sonnenenergie

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmelast die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher

 23,84 kWh/(m³a)

Heizwärmebedarf/ nachher 4,11 kWh/(m³a)

Bzw. 12,7 kWh/(m²a) lt. Energieausweis

Spezifische Heizlast

Nach der Sanierung: 24,7 kW, entspricht  17,6 W/(m²BGF)

 

Kosten

Investitionskosten Gesamte Investitionskosten ca. 1,75 €  Millionen
Einsparungen im Betrieb Energiekosteneinsparung in 3 Jahren:  €
Förderungen Anerkennbare Investitionskosten: 397.253 €

Förderungen: 123.188 €  (entspricht einem Fördersatz von 31 %)

Kosten je m2 BGF € 1.248 /m2 BGF

 

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

Die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Planern waren sehr gut.

Sowohl die Bezirkshauptmannschaft Zell am See als auch die Kindergartenabteilung des Landes Salzburg wurden in Vorbesprechungen über das Projekt informiert. Die Zusammenarbeit mit den Behörden war gut.

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…) Keine
Empfehlungen Besonders wichtig ist es, sich bereits vor Baubeginn gut mit den Planern und den ausschreibenden Stellen abzusprechen, um eine problemlose Umsetzung zu garantieren. Es sollte so viel wie möglich im Vorfeld entschieden werden.

 

 Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen

Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv.

Die einfache Bedienung der Lüftung im Vergleich zur früheren Bedienung der Heizung wird sehr positiv aufgenommen.

 

  • LeogangAnsichtmittel
  • LeogangEroffngmittel
  • Gruppenraum 1mittel
  • Gruppenraum 2mittel
 
Mustersanierung: Projekte