subbildprojekte

Kontakt

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs,
Landesgruppe Salzburg

Ansprechperson: Christian Dengg

Michael Walz Gasse 18A
5020 Salzburg

E-Mail

Webadresse

Projektpartner

EBS Frauenschuh

Ansprechperson: Franz Frauenschuh
Wolfgangseestraße 104
A-5321 Koppl

E-Mail

 

umwelt service salzburg

Faberstraße 18
5027 Salzburg

E-Mail

Webadresse

Energieausweise

Pläne

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, Salzburg

Executive Summary

Der gemeinnützige Verein Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs - Landesgruppe Salzburg saniert seine in Salzburg befindliche Dienststelle. Das 1978 errichtete, 4 geschossige, unterkellerte Gebäude dient voranging als Bürogebäude (Landesleitstelle, Mannschafts- und Schulungsräume, Kantine, Verwaltung) und weist eine Bruttogeschossfläche von 2.226 m² auf. Zusätzlich zur Dämmung der Außenbauteile und der Kellerdecke (im Bereich der angeschlossenen Fuhrparkhalle) werden die Fenster auf 3-Scheiben Wärmeschutzverglasung verbessert. Die bisher verwendeten Hochdruck-Quecksilberdampflampen in diversen Bereichen werden durch Energiesparleuchten ersetzt und somit der Stromanschlusswert reduziert. Der verbleibende Strombedarf wird über den Bezug von Ökostrom gedeckt.

Durch die von Bund (Klima- und Energiefonds) und Land Salzburg geförderte Gebäudesanierung werden jährlich rund 46.000 kWh Strom und 21.000 m3 Erdgas eingespart. Weiters wird der CO2 Ausstoß um 114 Tonnen pro Jahr reduziert.

Ausgangszustand
Eigentümer/ Betreiber

Arbeiter-Samariter-Bund Österreich, Landesgruppe Salzburg

Ansprechpartner / Kontaktpersonen

Christian Dengg

Standort A-5020 Salzburg, Michael Walz Gasse 18A 4
Gebäudetyp Büro/ Fuhrparkhalle
Errichtungsjahr Bestandsgebäude  1978
Zustand/ Ausstattung Bestand Das Gebäude besteht aus einer 7000m2 großen Werkstatthalle und dem angeschlossenen, 4-stöckigen Büroturm

Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand
  • Der Samariterbund Salzburg erwarb das Objekt 2004, um einerseits auf den gestiegenen Raumbedarf in für die Landeszentrale zu reagieren und andererseits für die am alten Standort zum Teil im Freien geparkten Einsatzfahrzeuge einen Garagenplatz zu schaffen.
  • Das Gebäude befand sich bereits seit dem Erwerb in Eigennutzung. Die schlechte thermische Qualität der Gebäudehülle im Bürotrakt mit ungedämmten Außenwänden, undichten Fensteranschlüssen und mangelhaften Sonnenschutzvorrichtungen führte zu einem unbehaglichen Innenraumklima. Die Mitarbeiter/innen klagten im Winter über Zugluft und Kälte, im Sommer war es zu heiß an den Arbeitsplätzen. Da die Einsatzzentrale rund um die Uhr besetzt ist, wird auf ein komfortables Innenraumklima besonders Wert gelegt.
  • Um jedoch die Sanierung starten zu können musste erst die Finanzierung erarbeitet werden. Deshalb fiel auch der Startschuss zur Sanierung erst 6 Jahre nach dem Einzug ins Gebäude.
Ziele
Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort
  •  Schaffen eines ökologischen Leuchtturmprojektes mit Signalwirkung an die Öffentlichkeit.
  • Bieten einer komfortablen Arbeitsumgebung mit Identifikationspotential für die 140 ehrenamtlich, 50 hauptamtlich und 115 als Zivildiener beschäftigten Mitarbeiter/innen.
Ziele Planer

Energieeffiziente Sanierung mit Vorbildwirkung und als Referenz für die Beratungskund/innen.

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten Auf die bestehende Außenwand (Stahlbeton- doppelschalig mit 5cm EPS Dämmung in der Zwischenschicht) wurden außen eine mit 5cm Dämmung ausgefachte Fassadenaufhängkonstruktion und darauf 16cm gedämmte Fassadenpaneele montiert. Damit wird ein U-Wert von 0,14W/m2K erreicht. Die Dachdämmung wurde gegenüber dem Bestand nicht verändert und weist mit 14cm Polystyroldämmung einen U-Wert von 0,21W/m2K auf.
 Baustoffe Fassadendämmung sowie Dämmung der Decke zum unkonditionierten Keller: Mineralwolle, Paneele an Fassade außen mit Polyurethan Dämmung gefüllt
Fensterqualität 3- Scheiben Wärmeschutz Verglasung mit Alu- Rahmen gedämmt
Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails Fensteranschlüsse luftdicht mit überdämmtem Rahmen ausgeführt
Luftdichtigkeitskonzept

 Fensteranschlüsse und Elektrokabeldurchführungen als potentielle Undichtigkeiten besonders sorgfältig abgedichtet

 Haustechnik

Heizung

 Wärmeerzeugung: der Einbau eines Gaskessels erfolgte vor der Sanierung im Jahr 2006. Die Heizkörper wurden aus dem Bestand übernommen und weiterverwendet.

Lüftung Bedarfsorientierte Fensterlüftung durch händisch zu öffnende Flügel
Elektrik Einbau energieeffizienter Beleuchtung bestehend aus einer Kombination von LED und Leuchtstoffröhren. Die Trassenführung der Verkabelung wurde aus dem Innenraum im Zuge der Sanierung teilweise in die erste neue Dämmebene der Außenwand verlegt.
 Solaranlage

Derzeit nicht vorgesehen, eine PV Anlage wird in Zukunft nicht ausgeschlossen

Energieeffizienz

Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Ökostrombezug, eventuell zusätzlich Bezug von Biogas über Ankauf von Zertifikaten
Besondere Lösungen Trassenführung Elektro in die Dämmebene verlegt
Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 115,7kWh/(m2a)
Heizwärmebedarf/ nachher  24,3kWh/(m2a)

Folgende Werte gelten für das sanierte Gebäude:

Kühlbedarf 0,16kWh/(m3a)
Spezifische Heizlast 21,7W/m2
Erwartete CO2- Einsparung  114t/a

Kosten

Investitionskosten 700.000,- EUR
Einsparungen im Betrieb 17.700,- EUR/a
Förderungen 200.000,- EUR
 Kosten je m2 BGF  224,- EUR/ m2 BGF
Dokumentation

Bauphase

Chronologie/ Bautagebuch

2009: Beginn der Konzeptions- und Planungsphase

2010: Ausschreibung, Vergabe und Baubeginn

Frühjahr 2010: Fensterlieferant kann seinen Preis nicht halten – eine neue Bietersuche erfolgt

Herbst 2011: geplanter Fertigstellungstermin

Herbst/ Winter 2011: Fenster- und Fassadenmontage

Sommer 2012: tatsächlicher Fertigstellungstermin

Persönliche Erfahrungen

Planungs-/Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)
  • In der Materialfrage war die Schwierigkeit, Metallfenster ohne PVC- Bestandteile zu finden – diese wurden erst bei einem deutschen Hersteller gefunden, in Österreich war die Suche erfolglos.
  • In der Bauphase konnte auf die hausinternen Kapazitäten bei Montage von Elektroarbeiten zurückgegriffen werden und so große Teile durch kostenschonende Eigenleistung erbracht werden.
Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)
  • Durch die knappe finanzielle Ausstattung als gemeinnütziger Verein war das Budget strikt einzuhalten, was sich in längerer Verhandlungsphase mit den Ausführenden niederschlug.
  • Die Mitwirkung er Behörden erfolgte klaglos und koorperativ. Brandschutzauflagen betrafen vor Allem die Werkstoffwahl der Fassade: Die Dämmung der Paneele mussten metallgekapselt sein, die Fensterrahmen nicht brennbar.
  • Die Fassadenmontage und der Fenstertausch führte zu starken Beeinträchtigungen im Dienstbetrieb – deshalb war das Trachten nach einer kurzen Bauphase ein prioritäres Ziel.
  • Da der Fenstertausch in den Winter fiel, war der milde Winterbeginn 2011/12 ein Glücksfall – es wurden keine besonderen Maßnahmen gegen zu starkes Auskühlen der Räume notwendig.
Empfehlungen
  • Mit den Lieferanten (Fassade, Fenster) wurden Fixpreise ausgehandelt – dies half, den strikten Budgetrahmen einzuhalten.
  • Der jeweilige Zeitpunkt des Fenstertausches musste im Bauablauf flexibel gehandhabt werden, da manche Arbeitsplätze temporär nicht beeinträchtigt werden konnten – deshalb war die wöchentliche Ablaufplanung bei der Fenstermontage wichtig.

 

Nutzungskomfort/ Erfahrungen Gebäude wird durch die Nutzer durchwegs positiv aufgenommen

 

Projektpartner

            

 

 

 

 

 

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  • Sanierung Dienststelle
 
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