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subbildprojekte

Energieausweise

Planung

Architekturhalle


Niedere-Munde-Straße 15a
6410 Telfs

Landeswarnzentrale Villach

Executive Summary

 

Die Stadt Villach hat die thermische Gesamtsanierung der 1993 errichteten Bezirksalarm- und Warnzentrale Villach vorgenommen. 
Im Zuge der Umsetzung, wurde am Standort der Hauptfeuerwache Villach die Landesalarm- und Warnzentrale LAWZ Villach untergebracht. Im Konkreten wurde der südliche Teil des Obergeschosses im Hauptgebäude zur Unterbringung der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) adaptiert. 
Entsprechend den Nutzungsanforderungen für das LAWZ wurde der südliche Gebäudeteil im Obergeschoss adaptiert bzw. erweitert. Die Brutto-Grundfläche des konditionierten Bestandsgebäudes beläuft sich auf insgesamt 179 m² und beträgt nach der Sanierung insgesamt 226 m². 
Die Gesamtsanierung umfasst neben der umfassenden thermischen Sanierung inklusive Verschattung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung auch eine Optimierung des Beleuchtungssystems sowie die Errichtung einer PV-Anlage.

 

Die Stadt Villach hat die thermische Gesamtsanierung der 1993 errichteten Bezirksalarm- und Warnzentrale Villach vorgenommen. 

Im Zuge der Umsetzung, wurde am Standort der Hauptfeuerwache Villach die Landesalarm- und Warnzentrale LAWZ Villach untergebracht. Im Konkreten wurde der südliche Teil des Obergeschosses im Hauptgebäude zur Unterbringung der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) adaptiert. 

Entsprechend den Nutzungsanforderungen für das LAWZ wurde der südliche Gebäudeteil im Obergeschoss adaptiert bzw. erweitert. Die Brutto-Grundfläche des konditionierten Bestandsgebäudes beläuft sich auf insgesamt 179 m² und beträgt nach der Sanierung insgesamt 226 m². 

Die Gesamtsanierung umfasst neben der umfassenden thermischen Sanierung inklusive Verschattung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung auch eine Optimierung des Beleuchtungssystems sowie die Errichtung einer PV-Anlage.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Stadt Villach
Ansprechpartner / Kontaktpersonen
Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Gerd Spitaler
gerd.spitaler@villach.at
Abteilung Hochbau und Liegenschaften

Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Gerd Spitaler
gerd.spitaler@villach.at
Abteilung Hochbau und Liegenschaften

Architekt und techn. Planer

ARCH + MORE Ziviltechniker GmbH

Standort

Kasernengasse 3
9524 Villach-St. Magdalen

Gebäudetyp Bürogebäude
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1993
Größe (BGF) Von 179 m² auf 226 m² erweitert
Zustand/ Ausstattung Bestand

Das Gebäude wurde 1993 errichtet als Bezirksalarm- und Warnzentrale Villach errichtet.

Im Zuge der Umsetzung des Projektes wird am Standort der Hauptfeuerwache Villach die Landesalarm- und Warnzentrale LAWZ Villach untergebracht.
Hauptbestandteil der LAWZ ist die Einsatzzentrale mit 3 Hauptarbeitsplätzen und 4 Notarbeitsplätzen, welche 24 Stunden am Tag besetzt ist.

  • Entsprechend den Nutzungsanforderungen für das LAWZ wird der südliche Gebäudeteil im Obergeschoss (Betriebseinheit) für folgende Nutzungen adaptiert, bzw. erweitert:
  • Gemeinschaftsbereich, barrierefreie Toilette, Serverraum, Lagerraum, Lageführungsraum und der Einsatzzentrale.
  • Zur Erfüllung der räumlichen Anforderungen der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) ist ein Zubau an der Süd-Ost Seite im Obergeschoss von rund 50 m² geplant. In diesem wird ein Teil der Einsatzzentrale untergebracht.
  • Im Bereich der derzeitigen Einsatzzentrale wird ein Lageführungsraum errichtet. Dieser soll mit einer Doppelnutzung auch als täglicher Gruppen-Besprechungsraum für die Abteilung Feuerwehr (auch Hauptwache) genutzt werden.

 

Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand

In dem bestehenden Feuerwehrzentrum befindet sich das Bezirkskommando Villach-Stadt, die Bezirksalarm- und Warnzentrale Villach-Stadt und -Land, eine Atemschutzübungsstrecke und ein Katastrophenschutzlager.

Im Zuge der Umsetzung des Projektes „Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten, Leitstellenverbund 3.0" ist es geplant am Standort der Hauptfeuerwache Villach den LAWZ Villach unterzubringen. Im Konkreten soll der südliche Teil des Obergeschosses im Hauptgebäude zur Unterbringung der Landes Alarm- und Warnzentrale (LAWZ) adaptiert werden.

 

 

 

Ziele

 

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

 

Das Gebäude wurde im Jahre 1993 errichtet, ist also mittlerweile 25 Jahre alt, weshalb im Zuge des Umbaus eine hochwertige und ökologische thermische "Mustersanierung" der Betriebseinheit geplant ist. 

Das Gebäude wurde im Jahre 1993 errichtet, ist also mittlerweile 25 Jahre alt, weshalb im Zuge des Umbaus eine hochwertige und ökologische thermische "Mustersanierung" der Betriebseinheit geplant ist. 

Ziele Planer

Adaptierung  des südlichen Gebäudeteils im Obergeschoss, entsprechend den Nutzungsanforderungen für das LAWZ und die Umsetzung einer "Mustersanierung" mit einer hochwertigen und ökologischen thermischen Gebäudehülle. 

Grundsätzlicher Verzicht  auf gefährliche und ökologisch bedenkliche Stoffe wie H-FCKW-haltige Produkte, SF6-haltige Produkte, PVC, Schwermetalle sowie Tropenhölzer aus nicht nachhaltiger Produktion.

 

Kennzahlen

Erklärung der Kennzahlen Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmelast die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 119,4 kWh/(m3a) bzw. 135,8 kWh/(m2a) lt. Energieausweis, Standortklima
Heizwärmebedarf/ nachher 37,0 kWh/(m3a) bzw. 42,9 kWh/(m2a) lt. Energieausweis, Standortklima
Kühlbedarf/ vorher 0,00 kWh/(m3a)
Kühlbedarf/ nachher 0,05 kWh/(m3a)
Spezifische Heizlast Vorher 14,1 kW, entspricht 78,87 W/(m2BGF) bei einer BGF von 179 m²
Spezifische Heizlast Nachher 9,9 kW, entspricht 43,69 W/(m2BGF) bei einer BGF von 226 m²
Erwartete CO2- Einsparung In Summe kann eine Reduktion der CO2-Emissionen von 16,5 Tonnen pro Jahr erzielt werden.

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Das Gebäude wird vorwiegend durch das Aufbringen einer 16 cm Hanfdämmung an den Außenwänden sowie durch eine Dämmung des Daches, mittels 20 cm Zellulosedämmung, saniert.
Thermische Sanierung des bestehenden Flachdaches durch Ausflockung des Hohlraumes in der Holzkonstruktion des Flachdaches.
Dämmung des Flachdachs beim Zubau mit Weichfaserplatten

Baustoffe

16 cm Hanfdämmung - Außenwände
20 cm Zellulosedämmung - Dach

Fensterqualität Austausch der Fenster (Holz-Aluminiumfenster mit 3-fach Verglasungen)

 

 Haustechnik

Heizung

Die Bereitstellung der Raumwärme erfolgt über einen bestehenden biogenen Fernwärme-Anschluss.

Kühlung Als Verschattungssystem und zur Reduzierung des Kühlbedarfes werden außenliegende Sonnenschutzelemente installiert.
Beschattung der Fensterelemente mit Raffstoren. Teilweiser innenliegender Sonnenschutz, bzw. Sichtschutz oder Verdunklungsmöglichkeit  durch Einbau eines Lamellenvorhanges.
Lüftung

Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird installiert.
Die bestehende Lüftungsanlage wird abgebrochen und enstorgt und durch eine neue ersetzt. Lüftungskanäle werden adaptiert und teilweise neu errichtet.

Sanitär Die Bereitstellung des Warmwassers erfolgt über einen bestehenden biogenen Fernwärme-Anschluss.
Elektrik

Einbau von LED Beleuchtung in den definierten Bereichen (z.B. Klassenräume Dachgeschoss).
Das gesamte Gebäude soll im Zuge der Brandschutzmaßnahmen mit Notbeleuchtungen und Fluchtwegs Beleuchtungen versehen werden. 
Ausführung der Fluchtwegsbeleuchtung.
Errichtung eines Unterverteilers.

Regelungstechnik

Steuerung und Regelung wird energieeffizient adaptiert.
Dafür wird ein Monitoringsystem integriert das zum Ziel hat, die Energieeffizienz des Gebäudes nachzuweisen. Folgende Messgrößen werden erfasst: Wärmemengenzählung,  elektrische Energie, Lüftungsanlage, Daten des Außenklimas und Komfortparameter Innenraum
Das  Monitoring beinhaltet ein monatliches Auslesen und Verarbeiten der Daten. Die Daten werden einer Plausibilitätsprüfung unterzogen.

Solaranlage

Es ist geplant eine Photovoltaik-Anlage mit einer Modulfläche von rund 63 m² und einer Leistung von 10 kWp zu errichten, welche jährlich zirka 13,01 MWh an Strom liefert und somit einen wesentlichen Anteil des Strombedarfs des sanierten Gebäudes abdeckt.

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

-Ein Monitoring wurde installiert.
-Dämmung der Außenwände und des Dachs
-LED Beleuchtung
-Verschattungssystem

Abwärmenutzung Durch die Lüftungsanlage.
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen PV-Anlage
Besondere Lösungen

Brunnenkühlung (Nutzung eines bestehenden Brunnens)

 

Ergebnisse

Kosten

Investitionskosten Errichtungskosten: ca. EUR 750.000,00 Netto

Beantragte Investitionskosten: EUR  347.588,00

Umweltrelevante Investitionskosten: EUR  255.142,00

Förderungen

Förderbasis: EUR  219.422,00

Förderung Bund: EUR  86.120,00

 

 Performance

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung Herstellung

 

Blower door Test zur Messung der Luftdichtheit
Monitoring

Blower door Test zur Messung der Luftdichtheit

Monitoring

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

Die Projektsteuerung (Projektmanagment) wurde, während der gesamten Planung- und Bauphase seitens der Stadt Villach durchgeführt.

Chronologie/Bautagebuch
Planungsstart: 07/2018
Baustart: 04/2019
Baufertigstellung: 11/2019

Planungsstart: 07/2018
Baustart: 04/2019
Baufertigstellung: 11/2019

 

Nutzung

Nutzungskomfort  
Erfahrungen

 

  • LAWZ VillachVorher 01
  • LAWZ VillachVorher 02
  • LAWZ Villach2
  • LAWZ Villach03
  • LAWZ Villach04
 
Mustersanierung: Projekte