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subbildprojekte

Kontakt

Gemeinde Ungenach

Ungenach 33
4841 Ungenach

Ansprechpartner: Herr Franz Asamer

gemeinde@ungenach.ooe.gv.at

 

Planung

Norbert Pöll

Kellner 9
4841 Ungenach

office@pplan.at

 

Technisches Büro Hofmaninger

Ungenach 34
4841 Ungenach

office@hofmaninger.co.at

Energieausweise

Volksschule Ungenach

Executive Summary

Die Gemeinde Ungenach in Oberösterreich beabsichtigt eine thermische Gesamtsanierung der Volksschule. In dem 1973 errichteten Schulgebäude befinden sich vier Klassenräume, ein Werkraum (der wahlweise als Klassenraum verwendet wird), eine Bibliothek, ein Lehrer- und Direktorraum, eine Aula und ein Turnsaal mit Umkleide- und Duschräumen. Der Gebäudetrakt mit Turnsaal, sowie Umkleide und Sanitäranlagen wurde 2008 bereits saniert.

Die Brutto-Grundfläche des konditionierten Bestandsgebäudes beläuft sich auf insgesamt 1.275m² und erhöht sich nach Sanierung aufgrund der Dämmmaßnahmen auf 1.316 m². Ein Zubau ist nicht vorgesehen.

Die Gesamtsanierung umfasst neben der umfassenden thermischen Sanierung inklusive Verschattung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung auch eine Optimierung des Beleuchtungssystems sowie die Errichtung einer Pelletsheizung.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Gemeinde Ungenach
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Herr Asamer Franz
Architekt

Norbert Pöll

Kellner 9, 4841 Ungenach 

office@pplan.at

Standort Ungenach 33, 4841 Ungenach
Gebäudetyp Volksschule
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1973
Größe (BGF) 1275 m2
Zustand/ Ausstattung Bestand Das Anfang der 1970er Jahre errichtete Schulgebäude wurde in Stahlbetonbauweise mit Flachdach ausgeführt, große Glasflächen mit mittlerweile veralteten Kunststoff Fenstern sind eingebaut.

 

 Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Die ca. 45 Jahre alte Bausubstanz bedarf aufgrund der thermisch schlechten Ausführung und der undichten Flachdächer, schlechten Fenster usw. einer dringenden Sanierung. 

 

Ziele

 

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort
Die Sanierung soll Energie und Heizkosten sparen und ein behagliches Raumklima schaffen. Durch eine thermische Sanierung sollen auch vorhandene Wärmebrücken beseitigt werden. Grundsätzlich sollte der Dämmzustand aller Außenbauteile (Wände, Fenster) soweit verbessert werden, damit die Behaglichkeit gesteigert und die Heizkosten gesenkt werden.
Ziele Planer
1. Dachstuhl mit 5° Aludeckung und Dämmung anstelle Flachdächer
2. Fassadenbekleidungen aus teilweise Vollwärmeschutz und teilweise
    hinterlüftete Fassadensysteme mit Dämmung
3. Perimeterdämmung
4. Fenster und Türen Neu mit Verschattungssystem
5. Mechanische Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung
6. Heizsystem neu
7. PV Anlage mit Speicher
8. Beleuchtungskörper innen tauschen
9. Vordach im Eingangsbereich

1. Dachstuhl mit 5° Aludeckung und Dämmung anstelle Flachdächer

2. Fassadenbekleidungen aus teilweise Vollwärmeschutz und teilweise

    hinterlüftete Fassadensysteme mit Dämmung

3. Perimeterdämmung

4. Fenster und Türen Neu mit Verschattungssystem

5. Mechanische Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung

6. Heizsystem neu

7. PV Anlage mit Speicher

8. Beleuchtungskörper innen tauschen

9. Vordach im Eingangsbereich

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten
An der Fassade werden 24 cm Hanffaserdämmplatten und Thermohanfplatten angebracht, die oberste Geschoßdecke soll mit 30 cm Thermohanf, die Kellerdecke mit 10 cm Isover Topdec gedämmt werden. Die bestehenden Fenster und Außentüren werden durch neue Holz-Alu-Fenster mit einem durchschnittlichen Ug-Wert von 0,5 W/m²K ersetzt.
Die thermische Gebäudesanierung soll überwiegend mit Dämmstoffen durchgeführt werden, die mit dem österreichischen Umweltzeichen oder natureplus ausgezeichnet sind. 
An der Fassade werden 24 cm Hanffaserdämmplatten und Thermohanfplatten angebracht, die oberste Geschoßdecke soll mit 30 cm Thermohanf, die Kellerdecke mit 10 cm Isover Topdec gedämmt werden. Die bestehenden Fenster und Außentüren werden durch neue Holz-Alu-Fenster mit einem durchschnittlichen Ug-Wert von 0,5 W/m²K ersetzt. Die thermische Gebäudesanierung soll überwiegend mit Dämmstoffen durchgeführt werden, die mit dem österreichischen Umweltzeichen oder natureplus ausgezeichnet sind. 
Baustoffe

Thermohanf und Isover Topdec als Dämmung für Geschossdecke und Kellerdecke

Hanffaserdämmplatten und Thermmohanfplatten für die Fassade

Fensterqualität Holz / Alufenster mit RAL Fenstereinbau werden verwendet..

 

 Haustechnik

Heizung

Die Bereitstellung der Raumwärme und des Warmwassers soll über die neue Pelletsheizung (75 kW) erfolgen.

Kühlung Als Verschattungssystem und zur Reduzierung des Kühlbedarfes werden außenliegende Sonnenschutzelemente installiert. Der Einsatz einer aktiven Kühlung (Kälteanlage) ist nicht vorgesehen. 
Lüftung Es wird eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert.
Beschattung Als Verschattungssystem und zur Reduzierung des Kühlbedarfes werden außenliegende Sonnenschutzelemente installiert.
Beleuchtung Die Beleuchtung wird im Zuge der Sanierung auf eine effiziente LED-Beleuchtung umgestellt. Als Verschattungssystem für die Fensterflächen in den Klassenräumen sind Raffstores geplant. Als Verschattungssystem für die Fensterflächen in den Klassenräumen sind Raffstores geplant. Die verstellbaren Lamellen lenken und dosieren das Tageslicht so, dass Energie durch das Einschalten der künstlichen Beleuchtung gespart wird. Ein Großteil der Klassenfenster ist südöstlich bzw. südwestlich ausgerichtet, um eine optimale Tageslichtnutzung zu erreichen ist der Einsatz von Raffstores unbedingt erforderlich. Die verstellbaren Lamellen lenken und dosieren das Tageslicht so, dass Energie durch das Einschalten der künstlichen Beleuchtung gespart wird. Ein Großteil der Klassenfenster ist südöstlich bzw. südwestlich ausgerichtet, um eine optimale Tageslichtnutzung zu erreichen ist der Einsatz von Raffstores unbedingt erforderlich
Regelungstechnik

Das Monitoring umfasst eine qualifizierte Inbetriebnahme der einzelnen Komponenten inkl. Überprüfung sämtlicher Datenpunkte auf Übermittlung der korrekten Daten sowie Plausibilität der übermittelten Daten.

Die Wartung der Messstellen erfolgt in einem Standard-Wartungsintervall für MSR-Messstellen einmal jährlich.

 

Energieeffizienz

Abwärmenutzung

Die Wärme der Abluft wird mit einem Wärmetauscher im Lüftungsgerät zurückgewonnen und der Zuluft zugeführt.

Nutzung Erneuerbarer Energiequellen

Fester Brennstoff automatisch (Pellets)

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Erklärung der Kennzahlen Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 240,3 kWh/(m²a)

bzw. 269,4 kWh/(m²a) lt. Energieausweis

Heizwärmebedarf/ nachher

46,5 kWh/(m²a)

bzw. 42,7 kWh/(m²a) lt. Energieausweis

Kühlbedarf/ vorher -
Kühlbedarf/ nachher 15,2 kWh/(m²a)
Spezifische Heizlast

Vorher: 127,42 W/(m²BGF) ergibt 162,4 kW

Nachher:  50,26 W/(m²BGF), ergibt 66,2 kW


Erwartete CO2- Einsparung

119,61 t/a … -100%

 

 

Kosten

Investitionskosten

Gesamte Investitionskosten: 

Beantragte Investitionskosten: € 839.829,00

Umweltrelevante Investitionskosten: € 697.175,00

Einsparungen im Betrieb
  • Heizwärmebedarf Referenz - Reduktion: 81%
  • fGEE - Reduktion: 71%
  • Strom - Reduktion: 56%
Förderungen

Insgesamt wurden umweltrelevante Investitionskosten in der Höhe von 839.829 Euro zur Förderung beantragt. Nach Abzug der nicht förderungsfähigen Kosten (z.B. Fassadenplatten , Spenglerarbeiten) verbleiben umweltrelevante Investitionskosten in einer Höhe von 697.175 Euro. Diese teilen sich auf in 578.893 Euro für die thermisch-energetische Sanierung (Thermische Gebäudesanierung inkl. Lüftung und Verschattung), 24.876 Euro für die effiziente Energienutzung (Beleuchtungssoptimierung), 15.000 Euro für das Energieverbrauchs-Monitoringsystem, 54.421 Euro für die Biomasse-Anlage und 23.975 Euro für die PV-Anlage. Daraus errechnet sich eine voraussichtliche Förderung von 322.303 Euro.

 

 
Mustersanierung: Projekte