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subbildprojekte

Kontakt

Gemeinde Ludmannsdorf

Ludmannsdorf 27
9072 Ludmannsdorf

Ansprechperson:
Mag.a (FH) Daniela Walder

E-Mail

 

Planung

ARCH+MORE ZT GmbH

Dr.-Karl-Renner-Weg 14
9220 Velden am Wörther See

Arch. DI Gerhard Kopeinig

E-Mail

Energieausweise

Volksschule Ludmannsdorf

Executive Summary

Die Gemeinde Ludmannsdorf (K) plant die thermische Sanierung eines 1980 errichteten Schulgebäudes. Das 4 geschossige Gebäude wird ausschließlich zu schulischen Zwecken genutzt.

Zusätzlich zu der vorgesehenen Sanierung erfolgt ein Ausbau des Schulgebäudes im Ober und Dachgeschoss. Das Brutto-Volumen des konditionierten Bestandsgebäudes erhöht sich daher von 1.724,00 m² auf insgesamt 2.272,00 m² nach der Sanierung.

Die Gesamtsanierung umfasst neben der umfassenden thermischen Sanierung, den Einbau eines Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung, eine außenliegende Verschattung, die Optimierung des Beleuchtungssystems sowie die Errichtung einer Photovoltaikanlage.

Es ist geplant das Gebäude überwiegend mit Dämmstoffen, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen sowie natureplus ausgezeichnet sind, zu dämmen. Des Weiteren soll das Gebäude nach der Sanierung den klimaaktiv-Gold-Standard erfüllen.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Gemeinde Ludmannsdorf
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Mag.a (FH) Daniela Steinwender-Walder
Architekt

ARCH+MORE ZT GmbH

Dr.-Karl-Renner-Weg 14, 9220 Velden am Wörther See

Arch. DI Gerhard Kopeinig

arch@archmore.cc

Standort Ludmannsdorf 44, 9072 Ludmannsdorf
Gebäudetyp Schulzentrum (Volksschule)
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1980
Größe (BGF) 1.724 m²
Zustand/ Ausstattung Bestand

Das aus dem Jahre 1980 stammende Volksschulgebäude der Gemeinde Ludmannsdorf wurde nie ausschließlich für Schulzwecke errichtet und genutzt. Das Gebäude war immer auch kommunales Zentrum für Veranstaltungen, Volkshochschulkurse, Theater- und Konzertaufführungen, sowie Trainingseinrichtung für diverse Sportvereine. In den letzten Jahren ist noch die Ganztagesnutzung als schulische Tagesbetreuung dazu gekommen.

 

Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Aufgrund des Baualters und des Platzmangels steht das Gebäude zur Sanierung an.

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

Anhand des Bürgerbeteiligungsprozesses hat sich ergeben, dass die Sanierung des Gebäudes ganzheitlich und zukunftsorientiert erfolgen muss, um die Bausubstanz wieder für die nächsten 50 Jahre "zukunftsfit" zu machen. Um dieses Anforderungsprofil zu erreichen, war von Beginn an klar, dass die Gemeine Ludmannsdorf die energetisch-ökologischen Standards hoch ansetzt und mit gezielten Maßnahmen erreichen will. Ziel ist die Erreichung des klima:aktiv Gold Standards

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Das Gebäude soll vorwiegend durch das Aufbringen einer 20 cm Hanffaserdämmung an den Außenwänden, durch Dämmung des Daches und der obersten Geschossdecke mittels 10-24 cm Zellulosefaserdämmstoff, Dämmung der untersten Geschossdecke mittels 20 cm XPS-Platten und 8 cm Zellulosedämmung, die Dämmung der erdanliegenden Wände mit mittels 16 cm XPS-Platten, die Dämmung des erdanliegenden Bodens mit mittels 20 cm XPS-Platten sowie den Austausch der Fenster (Holz-Aluminiumfenster) saniert werden.

Baustoffe

Zellulose des Dachstuhls

Hanffaserdämmung an den Außenwänden

Fensterqualität Die bestehenden Fenster werden durch neue Holz-Aluminium-Fenster mit 3-fach Verglasung ausgetauscht

 

 Haustechnik

Heizung

Die Bereitstellung der Raumwärme und des Warmwassers erfolgt über einen bestehenden Fernwärme-Anschluss (Biomasse).

Kühlung Als Verschattungssystem und zur Reduzierung des Kühlbedarfes werden außenliegende Sonnenschutzelemente installiert. Der Einsatz einer aktiven Kühlung (Kälteanlage) ist nicht vorgesehen. 
Lüftung Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird installiert
Sanitär Die Warmwasserbereitung erfolgt über einen bestehenden Fernwärme-Anschluss (Biomasse)
Elektrik

Die Beleuchtung wird im Zuge der Sanierung auf eine effiziente LED-Beleuchtung umgestellt. 

Es ist geplant eine Photovoltaik-Anlage mit einer Modulfläche von rund 248 m² und einer Peakleistung von 31,00 kWp zu errichten, welche jährlich zirka 36.000 kWh an Strom liefert und den gesamten Strombedarfs des sanierten Gebäudes abdeckt. Der Überschuss von etwa 15.000 kWh/a wird ins Stromnetz eingespeist.

Regelungstechnik

 

Zur Erfassung der Energieverbräuche kommen Bus - fähige Zähler für die Elektro-Zählung und die
Wärmemengenzählung zum Einsatz. Das Automationssystem ist mit entsprechenden Schnittstellen zur
Übertragung und Fernauslesung der Zählerdaten aus dem Bus System nach ÖNORM EN 1434
ausgestattet.

 

Zur Erfassung der Energieverbräuche kommen Bus - fähige Zähler für die Elektro-Zählung und die Wärmemengenzählung zum Einsatz. Das Automationssystem ist mit entsprechenden Schnittstellen zur Übertragung und Fernauslesung der Zählerdaten aus dem Bus System nach ÖNORM EN 1434 ausgestattet.

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
  • Fensteraustausch
  • Fassadendämmung
  • außenliegender Sonnenschutz
  • Perimeterdämmung im Sockelbereich
  • neues Monitorin System
  • LED Beleuchtung
Abwärmenutzung Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen

Fernwärme

PV-Anlage

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmelast die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 101,2 kWh/(m²a)

Bzw. 118,5 kWh/(m²a) lt. Energieausweis für Standortklima

Heizwärmebedarf/ nachher

 33,4 kWh/(m²a)

Bzw. 39,7 kWh/(m²a) lt. Energieausweis für Standortklima

Kühlbedarf/ vorher 16,8 kWh/(m²a)
Kühlbedarf/ nachher 43,9 kWh/(m²a)
Spezifische Heizlast Vorher: 126,2 kW, entspricht 73,18 W/(m²BGF) bei einer BGF von 1.724 m²

Nachher: 99,7 kW, entspricht 43,9 W/(m²BGF) bei einer BGF von 2.272 m²

Erwartete CO2- Einsparung 60,69 t/a … -86%

 

Kosten

Investitionskosten

Gesamte Investitionskosten: 

Beantragte Investitionskosten: € 1.369.972,00

Umweltrelevante Kosten:€ 1.149.629,00

Einsparungen im Betrieb

 

  • Fernwärme aus Biomasse - Reduktion: 76%
  • fGEE - Reduktion: 48%
  • Heizwärmebedarf Referenz - Reduktion: 67%
Förderungen

Insgesamt wurden umweltrelevante Investitionskosten in der Höhe von 1.369.972,00 Euro zur Förderung beantragt. Nach Abzug der nicht förderungsfähigen Kosten (z.B. Holzboden, Metallbeschichtungen, Beleuchtung im Zubau) verbleiben umweltrelevante Investitionskosten in einer Höhe von 1.149.629,00 Euro. Diese teilen sich auf in 940.069,00 Euro für die thermisch-energetische Sanierung (Thermische Gebäudesanierung inkl. Lüftung und Verschattung), 62.511,00 Euro für die effiziente Energienutzung (Beleuchtungs- und Regelungsoptimierung), 34.094 Euro für das Energieverbrauchs-Monitoringsystem, und 98.500 Euro für die PV-Anlage. Unter Berücksichtigung der Kapazitätsausweitung errechnet sich eine voraussichtliche Förderung von 449.771,00 Euro.

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

Gut funktionierende Kommunikation zwischen Bauherr, Nutzerinnen, Architekt und Haustechniker. 

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

Einwandfreier Planungsprozess

Empfehlungen Förderschienen prüfuen und nutzen -> erweiterte Möglichkeiten
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