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subbildprojekte

Kontakt

Amtsleiter Hubert Madrian

Ing. Hörhager Patrick MSc
Maximilianstraße 35
6020 Innsbruckxxx

 

Planung

Architekturhalle


Niedere-Munde-Straße 15a
6410 Telfs

Energieausweise

Volksschule Althofen

Executive Summary

An der 1910 errichteten und 1930 umgebauten Volksschule der Gemeinde Althofen wird eine thermische Gesamtsanierung vorgenommen. Das unter Bundesdenkmalschutz stehende Gebäude besteht aus einem Untergeschoss, einem Erdgeschoß, zwei Obergeschossen und einem Dachgeschoss.

Die Gesamtsanierung umfasst neben der umfassenden thermischen Sanierung, die Umstellung des Heizsystems auf Fernwärme aus Biomasse, sowie eine Optimierung des Beleuchtungssystems.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber  IMMO Stadtgemeinde Althofen KG
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Amtsleiter Hubert Madrian
Architekt

BAUSTEIN - Bau- und Projektmanagement GmbH
9020 Klagenfurt
St. Veiter Straße 103
&
heimoraab (Heimo Raab)
9020 Klagenfurt
Dieselgasse

Technischer Planer HLS Planung:
HLS-PlanungsgesmbH (Ing. Günther Joham)
8724 Spielberg
Hauptschulstraße 6

Elektro-Planung:
Elektrotechnik Gregoritsch GmbH (Ing. Peter Gallob)
9020 Klagenfurt
Bahnhofstraße 48/I

Standort Höpfnerstraße 13
9330 Treibach
Gebäudetyp Schulzentrum (Pflichtschule)
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1910
Größe (BGF) 2.960 m²
Zustand/ Ausstattung Bestand

Das als Schule genutzte, denkmalgeschützte Gebäude wurde 1910 errichtete und 1930 umgebauten.

 

Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand An dem historischen Bauwerk, welches 1910 errichtet wurde, wurden im Laufe der Zeit nur sukzessive kleine Veränderungen
vorgenommen und nur bedingt an den technischen Stand angepasst. Das heißt, der gesamte Gebäudezustand war vor der
Generalsanierung nicht mehr zeitgemäß. Dies betrifft vor allem die Barrierefreiheit, die Lüftung, die Heizung, den
Brandschutz, die Dichtheit und die Effizienz.

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort Bei der Generalsanierung der VS Althofen ist neben den oben angeführten Bereichen auch die Einhaltung des Denkmalschutzes im Vordergrund gestanden. Dies betrifft unter anderem die Fassade, die Fußböden oder die Fenster. Ziel ist es außerdem, die Energieeffizienz zu steigern und Bereiche des Gebäudes (zum Beispiel der Keller für die Nachmittagsbetreuung) so umzubauen, dass diese wieder einwandfrei genutzt werden können. 

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Da die Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten werden muss, werden die Außenwände mit 5 cm starken Perlit-Innendämmplatten gedämmt. Die Dämmung der Innenwände zu unkonditionierten Gebäudeteilen erfolgt mittels 10 cm Klemmfilz. Die oberste Geschossdecke wird mit 14 cm Zellulose gedämmt.
Die Dämmung der untersten Geschoßdecke und der erdanliegenden Wände erfolgt mittels 10 cm starker XPS-Platten.

Baustoffe

5 cm Perlit-Innendämmplatten - Außenwände / U-Wert nach Sanierung = 0,24 W/m2K
10 cm Klemmfilz - Innenwände  / U-Wert nach Sanierung = 0,50 W/m2K
14 cm Zellulose - obere Geschossdecke / U-Wert nach Sanierung = 0,11 W/m2K
10 cm XPS-Platten - untere Geschossdecke & erdanliegende Wände

Fensterqualität

Alle Fenster und Türen werden gegen Holzfenster mit Wärmeschutzverglasung ausgetauscht.
U-Wert nach Sanierung = 1,35 W/m2K

 

 Haustechnik

Heizung

Die Bereitstellung der Raumwärme erfolgt nach der Sanierung zentral mittels biogener Fernwärme.

Kühlung Eine Kühlung erfolgt nur durch eine Nachtkühlung und durch Einbau eines Fenstersonnenschutzes unter Berücksichtigung der Vorgaben bezüglich Denkmalschutz.
Lüftung Um den jährlichen Heizwärmebedarf weiter zu senken wird ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung eingebaut.
Sanitär Die Bereitstellung des Warmwassers erfolgt nach der Sanierung zentral mittels biogener Fernwärme.
Elektrik

 Die Beleuchtung wurde zu 100% in LED - Technologie ausgeführt. Die Lichtsteuerung erfolgt über Lichtsenoren, welche auf die notwendigen Kennzahlen programmiert sind. Desweiteren wurde der Sonnenschutz mit der Lichtsteuerung kombiniert, damit automatisch auf beide Systeme von Aussen eingewirkt werden kann.

Regelungstechnik Drehzahlgeregelte Pumpen
Volumenstromregler
Einzelraumregelung
Wärmezähler

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
  • Fensteraustausch
  • Fassadendämmung
Abwärmenutzung Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen

Fernwärme aus Biomasse

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmelast die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher

117,9 kWh/(m²a) = HWBref,RK

Heizwärmebedarf/ nachher

58,8 kWh/(m²a) = HWBref,RK

Kühlbedarf/ vorher 0,0 kWh/(m²a) = KB*RK ; 2,3 kWh/(m²a) = KB*SK
Kühlbedarf/ nachher 0,0 kWh/(m²a)= KB*RK ; 5,5 kWh/(m²a) = KB*SK
Spezifische Heizlast Vorher: 225,5 kW, entspricht 76,64 W/(m²BGF)
Nachher: 49,04 kW, entspricht 23,29 W/(m²BGF)
Erwartete CO2- Einsparung In Summe kann eine Reduktion der CO2-Emissionen von 141,77 Tonnen pro Jahr erzielt werden.
Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung Herstellung Im Rahmen der Luftdichtmessung (Blower-Door-Test) am 14.09.2020 wurden die Anforderungen an die Luftdichtheit nach Energieeinsparverordnung (2009) für Gebäude ohne raumlufttechnische Anlagen erfüllt. Im Vorfeld wurde eine Radonmessung durchgeführt und Maßnahmen zur Radonverminderung wurden umgesetzt.

 

Kosten

Investitionskosten

Gesamte Investitionskosten: 
Beantragte Investitionskosten: EUR 855.373,00
Umweltrelevante Kosten: EUR  709.057,00

Einsparungen im Betrieb

 69.975 €/Jahr

Förderungen Förderbasis: EUR  709.057,00
Förderung Bund: EUR  EUR  107.570,99
Förderung EU (ELER): EUR 105.146,01
Kosten je m² BGF  828,29 €/m2

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

 Die Generalsanierung der VS Althofen musste auf Grund der Gegebenheiten in der schulfreien Zeit im Sommer 2019 durchgeführt werden, damit der Schulbetrieb wenigstmöglich gestört wird. Die Schwierigkeit war deshalb die geringe Zeit und dadurch die Koordination und Planung zwischen den einzelnen Gewerken, um einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten. Die Planung und die Ausführung sind trotz der Umstände durch täglich abgestimmte Absprachen und Koordinationen reibungslos abgelaufen.

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

Hindernis bzw. Schwierigkeit war der Lifteinbau unter den denkmalgeschützen Umständen. Weitere Hindernisse z.B. durch Anrainer sind keine vorhanden gewesen.

Empfehlungen Durch den durchaus zufriedenenstellenden Bauablauf und die gegebene Koordination und Rücksichtnahme innerhalb der Gewerke haben alle beteiligten Personen ihren Beitrag zur Fertigstellung der Generalsanierung beigetragen.
Chronologie/Bautagebuch Planungsstart: 2013
Baustart: Juni 2019
Baufertigstellung: 13.9.2019

 

Nutzung

Erfahrungen 

 Zentralgeregelt- und gesteuerte Warmluft bewirkt eine gleichmäßige und in allen Räumen konstante Temperatur. Diese ist widerrum sehr gut auf die vorhandene Außentemperatur abgestimmt.

Nutzungskomfort Die eingebaute Technik, macht ein manuelles Einwirken auf ein gutes  Raumklima beinahe unnötig. Auch das Untergeschoß
kann man nun bedenkenlos für Unterrichtsräume verwenden.
  • Fassade vor
  • Fassade nach
  • Dach vor
  • Dach nach
  • Sttzmauer vor
  • Sttzmauer nach
 
Mustersanierung: Projekte