Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden.
Weiters gilt für sämtliche, über Formulare auf dieser Website übermittelten Daten unsere Datenschutzerklärung.

subbildprojekte

Kontakt

Marktgemeinde Bad Eisenkappel-Vellach

Amtsleiter Ferdinand Bevc

Bad Eisenkappel 260
A-9135 Bad Eisenkappel

Bad Eisenkappel 260

A-9135 Bad Eisenkappel

 

E-Mail

Web

 

 

 

Planung

Energieausweis

Kindergarten, Eisenkappel-Vellach

Executive Summary

Nach der Gemeindezusammenlegung der Marktgemeinden Eisenkappel und Vellach im Jahr 1964, wurde der Kindergarten gebaut und wurde vor etwa 10 Jahren dann deutlich zu klein. Somit war es höchst an der Zeit, diesen über 50 Jahre alten Kindergarten, zu erneuern und dafür zu sorgen, dass auch die dritte Gruppe im selben Gebäude untergebracht werden kann. Die Unterbringung der Krabbelstube am Standort beinhaltet die Schaffung von zusätzlichen Flächen unter möglichst schonendem Umgang mit den vorhandenen Grundstücksflächen.

Die Bestandsstruktur sollte sich über die Ost-West Richtung öffnen und somit jeder Gruppe Einheiten mit der Möglichkeit zur Bespielung nach dem Sonnenstand bieten. Die bestehende Aufstockung wird für die Bewegungs- und Ruheräume adaptiert und an der Ostseite wird versucht eine Erweiterung auf die gesamte Länge der fehlende Flächen zu schaffen. Die Barrierefreie Erschließung der Obergeschosse wird mittels angebauter Rampensituation, welche auch die Hauptverbindung der Außenbereiche mit den Kompensationsflächen am Dach darstellt, vorgenommen.

Aufgrund der nicht vorhandenen erforderlichen Aufbauhöhe wird ein Austausch der gesamten Fußbodenkonstruktion durchgeführt werden. Der gesamte Fußbodenaufbau wird aufgebrochen und entsprechend den Bauteilaufbauten gedämmt ausgeführt. Der neue Aufbau erfolgt mit ca. 45 cm Glasschaumschotter, Stahlbeton-Fundamentplatte, Abdichtung und darüber Fußbodenaufbau, tlw. mit Holzfußboden und tlw. mit Heizestrich. Für das Dach der Aufstockung reicht eine Verstärkung und in diesem Zuge eine Ergänzung der Dämmung. Am Dach wird eine Photovoltaik-Anlage mit einer Größe von 61m2, 42 Module, errichtet. Sämtliche Fensterkonstruktionen werden ausgetauscht, sowie die Fassaden zusätzlich gedämmt und erneuert.

lm Zuge der Umbaumaßnahmen wird das Gebäude mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Sommer-Bypass ausgestattet. Ebenso wird die Küche mit einer Lüftung ausgestattet, die den Vorgaben der Wärmerückgewinnung entspricht.

Im Bereich der Beleuchtung werden die „Erstausstattungen“ durch Neubestückungen ersetzt und mit entsprechend sparsamen LED Leuchtmitteln ausgestattet. Die ausgewiesenen Einsparungspotentiale lt. Lichtplaner erreichen in einzelnen Bereichen fast 30%.

Für Fenster und Verglasungen im Erdgeschoss übernehmen die weit ausladenden Vordächer die Beschattung und bilden zugleich beschattete Terrassen für den Aufenthalt der Kinder. Im Obergeschoss sind außenliegende Beschattungssysteme, sogenannte Raffstoren, vorgesehen, deren Steuerung elektrisch geplant ist.

Die Heizung erfolgt über einen Fernwärmeanschluss an das vorhandene Fernwärmenetz des Ortes Bad Eisenkappel. Der Anschluss hat eine Leistung von 53 kW und versorgt sowohl Raumheizung als auch Warmwasserezeugung mit Wärme.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber  Marktgemeinde Eisenkappel Vellach
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Amtsleiter Bevc Ferdinand
Architekt

halm.kaschnig.wührer architekten

 

St.Veiter Ring 33
A-9020 Klagenfurt

St.Veiter Ring 33

A-9020 Klagenfurt

Techn. Planer

Ingenieurbüro EBNER GesmbH

Tretram Nr. 3a

9071 Köttmannsdorf

Standort Bad Eisenkappel 260, 9135 Bad Eisenkappel
Gebäudetyp Kindergarten
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1960 / 1998 (letzte Änderungen)
Größe (BGF) 517 m²
Zustand/ Ausstattung Bestand

Das bestehende Kindergartengebäude wurde in den 60 er Jahren errichtet. Ursprünglich 2 gruppig konzipiert mit versetzten Pultdächern war die Belichtung der Gruppenräume von Ost und Westseite gegeben. Die in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts vorgenommene Aufstockung mit Bewegungsraum und Verwaltung hat diesem Umstand keine Bedeutung beigemessen und die Gruppenräume einer reinen Westausrichtung zugeführt. 

 

 

 

Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand

Die in den vergangenen Jahren wieder gestiegene Anzahl an notwendigen Betreuungsplätzen und vor allem der Umstand der fehlenden Kinderkrippenräume haben zu einer Standortdiskussion und schlussendlich zur Entscheidung hinsichtlich einer Generalsanierung mit Unterbringung der Kinderkrippe und dafür notwendigem Zubau geführt!

Die Raumheizung vor Sanierung erfolg durch Nah-/Fernwärme (Fernwärme aus Heizwerk). Die Warmwasserbereitung erfolgt durch eine Stromheizung und die Lüftung ausschlißlich durch Fensterlüftung.

Der erdanliegende Fußboden ist mit Gussasphalt und Holzwolle-Dämmplatten versehen. (U-Wert 2,19) 

 

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

 

Es ist nun an der Zeit diesen über 50 Jahre alten Kindergarten zu erneuern und zudem dafür zu sorgen, dass auch die dritte Gruppe im selben Gebäude untergebracht werden kann. Immerhin erspart man sich dadurch neben Personalressourcen auch die täglichen Essenszustellungen zur dritten Gruppe und die Abholung auf zwei Standorten durch die Eltern. Mehrere hundert Kilometer Fahrten können so eingespart werden.
Als Mitgliedsgemeinde der Klima- und Energiemodellregion Südkärnten, mit dem Modellregions-Manager DI Peter Plaimer, war es klar, das Projekt „Sanierung des Kindergartens“ mit Klien-Mustersanierung nach dem „Klima:aktiv Gold Standard“ durchzuführen. Zusätzlich wird zur vorhandenen Außenfläche auch ein Waldstück gepachtet, zu welchem die Kinder täglich bei jedem Wetter zu Fuß gehen werden und damit lernen, dass kurze Strecken ohne Kraftfahrzeuge bewältigt werden können. Damit sollen die Kinder dazu erzogen werden, auch später auf die Verwendung von Kraftfahrzeugen zu verzichten. Weiteres wird im Außenbereich ein Garten errichtet. Im Gebäude wird die Küche baulich transparent gestaltet, so dass die Kinder die Herstellung des Essens registrieren und auch eingebunden werden können.

Es ist nun an der Zeit diesen über 50 Jahre alten Kindergarten zu erneuern und zudem dafür zu sorgen, dass auch die dritte Gruppe im selben Gebäude untergebracht werden kann. Immerhin erspart man sich dadurch neben Personalressourcen auch die täglichen Essenszustellungen zur dritten Gruppe und die Abholung auf zwei Standorten durch die Eltern. Mehrere hundert Kilometer Fahrten können so eingespart werden.

Als Mitgliedsgemeinde der Klima- und Energiemodellregion Südkärnten, mit dem Modellregions-Manager DI Peter Plaimer, war es klar, das Projekt „Sanierung des Kindergartens“ mit Klien-Mustersanierung nach dem „Klima:aktiv Gold Standard“ durchzuführen. Zusätzlich wird zur vorhandenen Außenfläche auch ein Waldstück gepachtet, zu welchem die Kinder täglich bei jedem Wetter zu Fuß gehen werden und damit lernen, dass kurze Strecken ohne Kraftfahrzeuge bewältigt werden können. Damit sollen die Kinder dazu erzogen werden, auch später auf die Verwendung von Kraftfahrzeugen zu verzichten. Weiteres wird im Außenbereich ein Garten errichtet. Im Gebäude wird die Küche baulich transparent gestaltet, so dass die Kinder die Herstellung des Essens registrieren und auch eingebunden werden können.

Auf das bestehende Mauerwerk und die bestehende Holzriegelwand wird ein Wärmedämmverbundsystem aus Mineralwolle mit einer Stärke von 10,0cm bzw. 20,0 cm aufgebracht. Das bestehende, vermutlich ungedämmte, Pultdach über dem Erdgeschoss wird abgebrochen und mit einer Warmdachkonstruktion ersetzt. Es erfolgt der Einbau einer i. M. 30 cm starken Stahlbetondecke mit Dampfsperre, 26 cm starken Dämmung, EPS-W 30 und einer FPO-Abdichtung. Der U‐Wert des neuen Dachaufbaues liegt bei 0,11 W/m²K.

Der neue Aufbau des Fußbodens erfolgt mit ca. 45 cm Glasschaumschotter, Stahlbeton-Fundamentplatte, Abdichtung und darüber Fußbodenaufbau, tlw. mit Holzfußboden und tlw. mit Heizestrich. Die beschriebenen Maßnahmen verbessern den U-Wert des Fußbodens von 2,19 W/m²K auf 0,12 W/m²K (mit Holzfußboden) und 0,14 W/m²K (mit Heizestrich).

Im gesamten Erdgeschoss kommt es zum Einbau neuer großformatiger Fenster und im Obergeschoss erfolgt ein Fenstertausch, (Ug = 0,60 W/m²K, Uf = 1,10 W/m²K mit Holzrahmen, g-Wert = 0,50) der Gesamt U-Wert der Fenster liegt bei Uw = 0,84 W/m²K (Prüfnormmaß).

Das Bestandsgebäude wird mit diesen Maßnahmen bauphysikalisch ertüchtigt und reduziert somit seinen Energieverbrauch erheblich.

HWB ¡"¡, ¡6 - Referenzklima

Der Heizwärmebedarf HWB ¡"1, p6 vor der Sanierung beträgt: HWB: 204,60 kwh/m2a

Der Heizwärmebedarf HWB ¡4, p¡1 rìâch der sanierung beträgt: HWB: 41,10 kwh/mra

Dies ist eine Einsparung um 80%.

HWB sK - Standortklima

Der Heizwärmebedarf HWB sK vor der sanierung beträgt: HWB: 234,40 kwh/m2a

Der Heizwärmebedarf HWB sx nach der sanierung beträgt: HWB: 28,60 kwh/mra

Dies ist eine Einsparung um 88%.

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Auf das bestehende Mauerwerk wird ein Wärmedämmverbundsystem aus Mineralwolle mit einer Stärke von 20,0 cm aufgebracht. Dies verbessert den mittleren U‐Wert der Außenwände von 0,91 W/m²K auf 0,14 W/m²K.

Die bestehende Holzriegelwand im Obergeschoss wird durch Aufdopplung nach außen um 10 cm verstärkt und der Holzständerzwischenraum mit Mineralwolle ausgefüllt. Dies verbessert den mittleren U‐Wert der Außenwand von 0,25 W/m²K auf 0,15 W/m²K.

Auf die bestehende Holzriegelwand im Obergeschoss wird außen eine 10 cm starke Mineralwolle-Putzträgerplatte aufgebracht. Dies verbessert den mittleren U‐Wert der Außenwand von 0,25 W/m²K auf 0,13 W/m²K.

Das bestehende, vermutlich ungedämmte, Pultdach über dem Erdgeschoss wird abgebrochen und mit einer Warmdachkonstruktion ersetzt. Es erfolgt der Einbau einer i. M. 30 cm starken Stahlbetondecke mit Dampfsperre, 26 cm starken Dämmung, EPS-W 30 und einer FPO-Abdichtung. Der U‐Wert des neuen Dachaufbaues liegt bei 0,11 W/m²K.

Das bestehende Pultdach im Obergeschoss wird durch Aufdopplung nach innen um 14 cm verstärkt und der Sparrenzwischenraum mit Mineralwolle ausgefüllt. Dies verbessert den mittleren U‐Wert des Pultdaches von 0,24 W/m²K auf 0,15 W/m

Baustoffe

Mineralwolle, Holzwolle-Dämmplatte (Heraklith) für die Außenwände bzw. Dach

Polsterholz dazw. Mineralwolle für den Fußboden

Polsterholz dazw. Wärmedämmplatte (SW) für die Decke

Fensterqualität

Im gesamten Erdgeschoss kommt es zum Einbau neuer großformatiger Fenster und im Obergeschoss erfolgt ein Fenstertausch, (Ug = 0,60 W/m²K, Uf = 1,10 W/m²K mit Holzrahmen, g-Wert = 0,50) der Gesamt U-Wert der Fenster liegt bei Uw = 0,84 W/m²K (Prüfnormmaß).

Im West und Ost orientierten Obergeschoss werden außenliegende Raffstore eingebaut. Die Lichtkuppeln im EG weisen einen Gesamt U-Wert von Uw = 1,20 W/m²K und einen g-Wert = 0,53 auf, auch für die Lichtkuppeln ist eine außenliegende Verschattung vorgesehen.

 

 Haustechnik

Heizung

Das bestehende Gebäude wird mit Nah-/Fernwärme aus dem Heizwerk beheizt.

Die Heizung erfolgt über einen neuen Fernwärmeanschluss an das vorhandene
Fernwärmenetz der Stadt Bad Eisenkappel. Der Anschluss hat eine Leistung von 53 kW und
versorgt sowohl Raumheizung als auch warmwasserezeugung mit wärme

Die Heizung wird über einen neuen Fernwärmeanschluss an das vorhandene Fernwärmenetz des Ortes Bad Eisenkappel erfolgen. Der Anschluss hat eine Leistung von 53 kW und wird sowohl Raumheizung als auch Warmwasserezeugung mit Wärme versorgen.

Kühlung

Neue Lüftungsanlage mit Sommer-Bypass 

Lüftung

lm Zuge der Umbaumaßnahmen wird das Gebäude mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Sommer-Bypass ausgestattet. Die Luftungsanlage versorgt bedarfsgesteuert alle Aufenthaltsräume mit der nötigen Frischluft. Dazu wird ein maximaler Luftvolumenstrom von 4030 m3/h bereitgestellt. Die Wärmerückgewinnung mit einem Wirkungsgrad > 82o/o erfolgt mittels Hochleistung-Gegenstromwärmetauscher.

Sanitär

 

Elektrik

 

Regelungstechnik
PV-Anlage

Eine Photovoltaikanlage mit einer Peak-Leistung von 10,92 kW wird errichtet. Die Modulfläche der Anlage beträgt 61 m².

 

Energieeffizienz

Abwärmenutzung Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Wärmerückgewinnung ist mit einem Plattenwärmetauscher mit 81,4% Wirkungsgrad ausgeführt. Wärmebereitstellungsgrad: bis zu 90%
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Photovoltaikanlage mit 10,92 kWpeak                                                            
Besondere Lösungen Das Geäude wird mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Sommer-Bypass ausgestattet. Die Wärmerückgewinnung mit einem Wirkungsgrad >82% erfolgt mittels Hochleistung-Gegenstromwärmetauscher

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher

204,6 kWh/(m³a)

Bzw. 240,0 kWh/(m²a) lt. Energieausweis für Standortklima

Heizwärmebedarf/ nachher

40,3 kWh/(m³a)

Bzw. 46,9 kWh/(m²a) lt. Energieausweis für Standortklima

Kühlbedarf/ vorher -
Kühlbedarf/ nachher 31,9 kWh/(m³a)
Spezifische Heizlast

Vorher: -

Nachher: 29,7 kW, entspricht 47,31 W/(m²BGF)

Erwartete CO2- Einsparung 103,39 t/a ... -77%

 

Kosten

Investitionskosten

Gesamtinvestitionskosten: € 1.912.000,00                                                 

Förderungen

Nach Abzug der nicht förderungsfähigen Kosten (Entsorgung der Altfenster und Leuchtmittel) verbleiben umweltrelevante Investitionskosten von EUR 696.831,00. Abzüglich der Referenzkosten (Energiekosteneinsparung in 4 Jahren: EUR 95.700,00) errechnet sich eine Förderbasis von EUR 601.131,00. Die Anwendung des Förderungssatzes von 40% auf die thermisch-energetischen Maßnahmen sowie des Förderungssatzes von 25% auf den Einsatz erneuerbarer Energieträger ergibt eine Förderung in der Höhe von EUR 223.910,00.

 

  • 20180607114927
  • 20180802093835
  • 20171123110008
 
Mustersanierung: Projekte