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Unbenannts

Rathaus Hollenstein - Amstetten

Executive Summary

Die Gemeinde Hollenstein/Ybbs nimmt eine thermische Gesamtsanierung des 1646 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gemeindeamts vor.

Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoß sowie zwei Obergeschoßen und ist zu einem kleinen Teil unterkellert. Zusätzlich zur energetischen Ertüchtigung erfolgen im Gebäude verschiedene Umbauarbeiten im Innenbereich (z.B. im Sitzungssaal) sowie die barrierefreie Umgestaltung des Gebäudes.

Die Mustersanierung umfasst neben der umfassenden thermischen Sanierung, die Errichtung einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Umstellung der Wärmeversorgung auf Wärmepumpen.
Die Brutto-Grundfläche des Gebäudes beläuft sich auf insgesamt 986 m².

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Gemeinnützige Wohnungs- u. Siedlungsgenossenschaft Amstetten eingetragene
GenmbH

Ardaggerstrasse 28
3300 Amstetten
Telefonnummer: +43-7472-62327
E-Mail: office@diesiedlung.at
Ansprechpartner / Kontaktpersonen

Raimund Forstenlechner
Telefonnummer: +43-7445-218/16
E-Mail: raimund.forstenlechner@hollenstein.at

Architekt

Baumeister Ing. Erwin Hackl Bauplanungs-GesmbH
Hauptplatz 1
3355 Ertl
Telefonnummer: +43-07477-20152

Leopold Teufel
E-Mail: leopold.teufel@hackl-planung.at

Technische Planer

 Ing. Leopold Teufl / Matthias Pallinger

Begleitende Kontrolle

 Ing. Leopold Teufl / Matthias Pallinger

Standort Walcherbauer 2
3343 Hollenstein an der Ybbs
Gebäudetyp Bürogebäude
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1646
Größe (BGF) 986 m²
Zustand/ Ausstattung Bestand

 

 

 Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand

 Feuchtigkeitseintritt, schlechte Isolierung (Fenster, Türen, Dach), bestehende Raumaufteilung für Bürogebäude nicht brauchbar, Sanitäranlagen unzumutbar.

 

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

Das Gebäude soll barrierefrei werden, für alle Mitarbeiter einen komfortablen Arbeitsplatz bieten und soweit es der Denkmalschutz zulässt, möglichst energieeffizient werden. 

 

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Die vom Denkmalschutz ausgenommenen Außenwände, Teile des Steildach sowie die oberste Geschoßdecke werden mit bis zu 41 cm Zellulosefaserdämmstoff versehen.
Der erdanliegende Boden wird mittels einer 11 cm EPS Dämmung gedämmt.

Baustoffe

41 cm Zellulosefaserdämmstoff, 11 cm EPS Dämmung

Fensterqualität Alle Kastenfenster werden in Abstimmung mit dem BDA thermisch ertüchtigt und wenn erforderlich ersetzt.
Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails Sämtliche Arbeiten zu Verminderung und Vermeidung von Wärmebrücken, die aus denkmalfchlicher Sicht möglich sind, werden ausgeführt.
Luftdichtigkeitskonzept Laut Schreiben vom 14.08.2019 werden sämtliche Maßnahmen getroffen um den Anforderungen zur Luftdichtheit der Gebäudehülle laut Fördervoraussetzungen zu entsprechen. Ein Blower-Door-Test lt. Leitfaden der Mustersanierung wird durchgeführt.

 

 Haustechnik

Heizung Die Bereitstellung der Raumwärme erfolgt mittels zweier Wärmepumpen mit Tiefensonden.
Kühlung Keine vorgesehen, kann über Fußbodenheizung nachgerüstet werden.
Lüftung

Aufgrund des Denkmalschutzes nicht gestattet (Lüftungsöffnungen).

Sanitär Sämtliche Leitungen und Sanitäreinrichtungen wurden erneuert und dem Stand der Technik angepasst.
Elektrik  Im Zuge der Sanierung wird die Beleuchtung des Gebäudes auf effiziente LED-Systeme umgestellt. Dadurch kann der Strombedarf um 12,8 MWh reduziert werden.
Regelungstechnik

 Wird von der Fa. PB Elektrotechnik installiert und in Betrieb genommen.

Solaranlage Aufgrund des Denkmalschutzes nicht gestattet.

 

 Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
  • LED Beleuchtung
  • Fassadendämmung (lt. Denkmalschutz nicht gestattet)                                                       
  • Dämmung der obersten Geschossdecke + Dämmung des Daches im Bereich des Sitzungssaales    
  • Dämmung im Fußbodenaufbau                                                                                        
  • Austausch der bestehenden Öl-Heizung durch eine Wärmepumpe (Tiefenbohrungen)                   
  • Fenstertausch
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (lt. Denkmalschutz nicht gestattet)
Abwärmenutzung  Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (lt. Denkmalschutz nicht gestattet)
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen

Erdwärmeheizung mit 2 Wärmepumpen und Tiefenbohrungen

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher

262,3 kWh/m²a HWBref,RK entspricht 304,0 kWh/m²a HWB Ref,SK

Heizwärmebedarf/ nachher

130,4 kWh/m²a HWBref,RK entspricht 150,8 kWh/m²a HWB Ref,SK

Kühlbedarf/ vorher

0,0 kWh/m³a KB*RK entspricht 0,0 kWh/m²a KB,SK

Kühlbedarf/ nachher

0,0 kWh/m³a KB*RK entspricht 0,0 kWh/m²a KB,SK

Spezifische Heizlast

Vorher: 125,6 kW, entspricht 127,33 W/(m²BGF)
Nachher: 77,9 kW, entspricht 78,99 W/(m²BGF)

Erwartete CO2- Einsparung In Summe kann eine Reduktion der CO2-Emissionen von 137 Tonnen pro Jahr erzielt werden.

 

Kosten

Investitionskosten ca. 1,8 Mio netto
Einsparungen im Betrieb  Wird sich erst im Laufe der Jahre ergeben (folgt)
Förderungen

Förderbasis: EUR  2.277.933,00
Förderung: EUR  800.000,00

Einsparungen im Betrieb 161.139 Euro
Kosten je m² BGF  Folgt nach Fertigstellung

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele) Die Herausforderung war, sämtliche Anforderungen der unterschiedlichen Stellen erfüllen zu können. Einerseits war das Bundesdenkmalamt involviert und da galt es einen Konsens zu finden. 
Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

 Vorgaben des BDA hindern teilweise die Umsetzung der geplanten Maßnahmen, Energieeffizienz kann aus diesem Grund nur teilweise umgesetzt werden.

 

 

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  • Unbenannts2
 
Mustersanierung: Projekte