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subbildprojekte

Kontakt

Marktgemeinde Neumarkt in der Steiermark

Ansprechperson: Bürgermeister J. Maier;
BM Ingin. E. Löcker

Hauptplatz 4
8820 Neumarkt

E-Mail

 

Planung

Gerfried Ogris Architekt
St. Veiter Straße 103
9020 Klagenfurt

E-Mail

Energieausweise

Gemeindezentrum Neumarkt - Umgesetzt

Executive Summary

Das ursprüngliche Gebäude wurde um ca. 1700 errichtet und wurde im Laufe der Zeit den verschiedenen Nutzungen angepasst. In den Jahren 2013- 14 wurde ein kommunales Projekt zur Nutzung f. Museum/ Kultur und Musik projektiert. Nach der Gemeindezusammenlegung per 01.01.2015 und nach der Neuausrichtung der neuen handelnden Personen wurde beschlossen im gegenständlichen Gebäude die Hoheitsverwaltung zu verlegen.

Den Nutzern steht im Erdgeschoß des Gebäudes die Hoheitsverwaltung mit Meldeamt und Bürgerservice sowie einen Mitarbeiterbereich zu Verfügung. Weiter ist ein großzügiger Trauungssaal im Erdgeschoß gestaltet worden. Ansonsten befinden sich beeindruckende und flächenmäßig großzügige historische Foyer- und Gangflächen, ein Sanitärbereich mit einer barrierefreien Toilette sowie Abstellräume, haustechnische Räume, Versorgungstechnische Bereiche und der Raumpflege zugeordneten Räumlichkeiten!

Im Obergeschoß sind die Büros für die Amtsleitung, den Bürgermeister inkl. Sekretariat und die gesamte Finanzverwaltung untergebracht. Es ist hier das Büro für öffentliche Sprechtage und div. externe Nutzer in der Nähe des zentralen Stiegenhauses mit Aufzugsanlage untergebracht. Weiter sind ein Aufenthaltsraum, diverse Nebenflächen und ein großes Archiv zur Nutzung vorhanden. Auch die Verbindung zur ersten Baustufe ist im 1 Obergeschoß errichtet. Es handelt sich dabei um einen thermisch optimierten in Glas errichteten Verbindungsgang. Hiermit kann das Bauamt sowie die Infrastrukturabteilung erschlossen werden.

Im Dachgeschoß wurde der Sitzungssaal für die Gemeinderatssitzungen und auch für Veranstaltungen errichtet. Hierzu wurde der Dachboden völlig neu ausgebaut. Hier sind wieder eine Sanitäreinheit sowie ein großzügiger Bereich f. Besprechungen und auch zur Nutzung der Mütterberatung vorhanden. Weiter gibt es mit einem geringen Niveauunterschied ein weiteres Archiv und Sessellager!

Die Bruttogeschoßfläche vom gesamten Objekt beträgt 1.933m², das Bruttovolumen 7.714m³.

Die Raumheizung und Warmwasserbereitung erfolgte im Altbestand bisher elektrisch, jetzt wird die Raumheizung und die Warmwasserbereitung über Fernwärme (erneuerbar) erfolgen.

Im Zuge der thermisch energetischen Gebäudesanierung wurden die Außenwände, wo durch die Fassadenteilung und den Auflagen d. Bundesdenkmalamtes unterliegend mit dämmenden Außenputz optimiert. Dies war jedoch nur möglich, durch das Abschlagen v. Altputzsystemen die meist mit Zement aufgebracht waren. Das hatte auch die Anforderung die ursprünglichen Niveaus auch in der lotrechten Fläche dem ursprünglichen Zustand zu entsprechen.

Alle Dächer wurden in der Form und in Bezug auf die historische Dachkonstruktion erhalten (Anspruch seitens des BDA). Es sind alle Altholzkonstruktionen mittels Unterfangung mit Stahlrahmen gesichert, ausgewechselt sofern schadhaft und mittels Aufsparrendämmung als Kaltdach ausgebaut. In der Dachfläche, quasi niveaugleiche liegenden und nicht erhabenen Verglasung mit den erforderlichen Licht- und Lüftungsparametern wurden flächendeckend und im Firstbereich eingebaut.

Alle erdberührenden Flächen wurden neu hergestellt, dazu war es erforderlich alle Wände entsprechen zu unterfangen. Dann konnte ein optimierter FB- Aufbau Neu hergestellt werden.

Die bestehenden Kastenfenster wurden im Bereich der gegliederten und wenn historisch wertvoll saniert, die restlichen Fenster wurden als Kastenfenster neu gebaut und in Abstimmung mit dem BDA neu eingebaut. Der durchschnittliche U- Wert der neuen Elemente beträgt 0,85W/m²K.

Durch die Sanierung sinkt der mittlere U-Wert des Gebäudes von ca. 1,83 auf 0,51 W/m²K

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Marktgemeinde Neumarkt in der Steiermark
Ansprechpartner / Kontaktpersonen BGM J. Maier; BM Ing. E. Löcker
Planer

Planungsteam:

Büro Baustein Bau- u. Projektmanagement GmbH St. Veiterstr. 103 9020 Klagenfurt

Architekt DI Gerfried Ogris
St. Veiter Straße 103
9020 Klagenfurt
Standort Hauptplatz 4, 8820 Neumarkt
Gebäudetyp Gemeindeamtsgebäude
Errichtungsjahr Bestandsgebäude Der Kern des Gebäudes wurde um rund 1700 erbaut
Fertigstellung Sanierung Ende 2018
Größe Bestand (BGF)

1.581 m² BGF

Größe Sanierung (BGF) 1.933 m² BGF
Zustand/ Ausstattung Bestand Keine haustechnische Ausstattung, der Bestand wies eine schlechte Energiebilanz auf

 

 Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Gemeindezusammenlegung; Platzbedarf der Großgemeinde für Hoheitsverwaltung; schlechte Energiebilanz des Bestandsgebäudes

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

Durch die Mustersanierung soll der thermische Standard der Gebäudehülle deutlich erhöht werden. Das Gebäude soll als Vorzeigeprojekt für die Verbindung von Gebäuden die unter Denkmalschutz stehen und trotzdem allen Anforderungen der  Erfordernisse der heutigen Zeit und die Anforderungen von Behaglichkeit erfüllender! Der  Bevölkerung sollen die Themen Revitalisierung und Nutzung von alten Gebäuden nähergebracht werden.

Durch die Sanierung wurde das Gebäude in jeder Hinsicht optimiert. 

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten
lt. Energieausweis 
  • Dämmung der Außenwände mit hochdämmenden Außenputz- max. Reduktion der Bestands- U- Werte
  • Dämmung der Außenwand DG mit 18cm Mineralwolle reduziert den U-Wert auf 0,16 W/m²K;
  • Dämmung des Flachdachs mit Dämmung auf Gewölbebogen bewirkt U-Wert-Reduktion auf 0,19 W/m²K;
  • Dämmung der Daches mit 20-24 cm starker Mineralwolle liefert einen U-Wert von 0,12- 0,18 W/m²K;
  • Herstellung einer neuen FB- Konstruktion aller erdberührenden Bauteile- unter Unterbeton mehrlagige Dämmung und darauf FB- Aufbau optimiert auf die jeweils möglichen örtl. Gegebenheiten ergibt einen U-Wert von ca. 0,12 W/m²K;
In Summe bewirken die Maßnahmen eine Reduktion des mittleren U-Werts des Gebäudes von 1,83 W/m²K auf 0,55 W/m²K
Baustoffe
lt. Energieausweis

Fassade: Mineralwolle und hochdämmender Putz
Flachdach: Mineralwolle
Dach: Mineralwolle
Fußboden: XPS

Fensterqualität
lt. Energieausweis

Die bestehenden Kastenfenster wurden im Bereich der gegliederten und wenn historisch wertvoll saniert, die restlichen Fenster wurden als Kastenfenster neu gebaut und in Abstimmung mit dem BDA neu eingebaut. Der durchschnittliche U- Wert der neuen Elemente beträgt 0,85W/m²K.


Haustechnik

Angaben lt. Energieausweis

Heizung Umstellung von Stromheizung auf Fernwärme
Kühlung Keine Kühlmaßnahmen erforderlich, bei Bedarf jedoch möglich.
Lüftung kontrollierte Be- und Entlüftung zur Herstellung einer optimalen Raumluftqualität und zur erheblichen Reduzierung von Lüftungswärmeverlusten für relevante Räume im Gebäude
Warmwasser gemeinsam mit der Raumheizung

 

Energieeffizienz

 

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung Im Zuge der Adaptierung des Gebäudes erfolgt die thermische Verbesserung sämtlicher Außenbauteile und des Dachgeschoßes. 
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Fernwärme mittels nachwachsender Rohstoffe
Abwärmenutzung Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.


Heizwärmebedarf/ vorher 81,2 kWh/m³a Referenzklima
110,0 kWh/m³a Standortklima
Heizwärmebedarf/ nachher 13,5 kWh/m³a Referenzklima
17,7 kWh/m³a Standortklima
Erwartete CO2- Einsparung

197,86 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr

 

Kosten

Investitionskosten

derzeit keine Angaben

Einsparungen im Betrieb Durch das Energiedatenmonitoring sind alle möglichen Analysen machbar! Optimierung zur Verbesserung ist vorgesehen.
Förderungen

Beantragte Investitionskosten: 3.944.275,37 (tatsächliche Investitionskosten)

Umweltrelevante Investitionskosten: 1.042.986,- (mit Vorbehalt)

Förderbasis: 782.240,- (mit Vorbehalt)

Förderungen: 351.410,- (mit Vorbehalt)

 

Performance

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung 
Herstellung
Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung
Blower-Door-Test (Luftdichtheitstest)
n50 = h-1 folgt nach erfolgter Messung
Dokumentation

Dokumentation

Bautagebuch

  • Baubeginn: März 2016
  • Fertigstellung: Dezember 2018
Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Wurden die Ziele erreicht? Gebäude wurde technisch vorbildlich renoviert. Einzelne Mängelbehebungen sind in Arbeit.
Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

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Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…) Keine Hindernisse
Empfehlungen Abstellen einer fachlich und zeitlich entsprechend ausgestatteten Humanressource seitens des Auftraggebers.

 

Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen Hoher Nutzungskomfort auch aufgrund der alten Gebäudesubstanz. Anfänglich Schwierigkeiten mit komplizierter Gebäudetechnik

 

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  • 14
  • 15
  • Innentreppe
  • Dachgescho
 
Mustersanierung: Projekte