Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden.
Weiters gilt für sämtliche, über Formulare auf dieser Website übermittelten Daten unsere Datenschutzerklärung.

subbildprojekte

Kontakt

Marktgemeinde Ziersdorf

Ansprechperson: Eduard Stubenvoll

Hauptplatz 1, 3710 Ziersdorf

E-Mail

 

 

Energieausweise

Gemeindeamt, Ziersdorf

Executive Summary

Das Gemeindeamt der Marktgemeinde Ziersdorf wurde im Jahr 1910 errichtet. Das Gebäude verfügt über einen Mittelturm und secessionistischer Fassade. Die vordere und hintere Fassade sowie eine steinerne Wendeltreppe im Gebäudeinneren stehen unter Denkmalschutz, was eine besondere Herausforderung im Zuge des Projektes darstellt. Die Marktgemeinde Ziersdorf ist Teil der Klima- und Energiemodellregion Schmidatal.

Die bestehenden Außenwände werden hofseitig mit 16 cm WDVS gedämmt, straßenseitig erfolgt im Bereich des Erdgeschoßes und teilweise Obergeschoßes eine Innendämmung aufgrund des Denkmalschutzes. Der hofseitige Zubau wird aufgrund seines Zustandes komplett neu errichtet. Die Dämmung der neuen Wände erfolgt mit 20cm WDVS. Die erdanliegenden Fußböden werden inkl. Bodenplatte komplett neu errichtet. Die bestehenden Decken zwischen Erdgeschoß und verbleibendem Keller werden konstruktiv erhalten und mittels neuem Fußbodenaufbau gedämmt. Das bestehende Dach wird saniert (bestehender Dachstuhl mit neuem Unterdach und neuer Deckung). Die Dämmung erfolgt durch Dämmelemente auf der bestehenden Dippelbaumdecke über dem Obergeschoß. Die Dämmung des Zubaus erfolgt mittels Flachdachkonstruktion mit Gefälledämmung.
Die Fenster werden straßenseitig unter Einhaltung des Denkmalschutzes gegen Kastenfenster mit innenliegenden Isolierglasflügel getauscht. Hofseitig werden Holz-Alu Fenster mit Isolierglas eingesetzt. Die Glasfassade des Zubaus wird mit Isolierglas errichtet. Die Verschattung erfolgt für die hofseitigen Fenster mit beweglichen Lammelenelementen, zusätzlich bei der Glasfassade horizontale, starre Elemente.

Die bestehenden Außenwände werden hofseitig mit 16 cm WDVS gedämmt, straßenseitig erfolgt im Bereich des Erdgeschoßes und teilweise Obergeschoßes eine Innendämmung aufgrund des Denkmalschutzes. Der hofseitige Zubau wird aufgrund seines Zustandes komplett neu errichtet. Die Dämmung der neuen Wände erfolgt mit 20cm WDVS. Die erdanliegenden Fußböden werden inkl. Bodenplatte komplett neu errichtet. Die bestehenden Decken zwischen Erdgeschoß und verbleibendem Keller werden konstruktiv erhalten und mittels neuem Fußbodenaufbau gedämmt. Das bestehende Dach wird saniert (bestehender Dachstuhl mit neuem Unterdach und neuer Deckung). Die Dämmung erfolgt durch Dämmelemente auf der bestehenden Dippelbaumdecke über dem Obergeschoß. Die Dämmung des Zubaus erfolgt mittels Flachdachkonstruktion mit Gefälledämmung.

Die Fenster werden straßenseitig unter Einhaltung des Denkmalschutzes gegen Kastenfenster mit innenliegenden Isolierglasflügel getauscht. Hofseitig werden Holz-Alu Fenster mit Isolierglas eingesetzt. Die Glasfassade des Zubaus wird mit Isolierglas errichtet. Die Verschattung erfolgt für die hofseitigen Fenster mit beweglichen Lammelenelementen, zusätzlich bei der Glasfassade horizontale, starre Elemente.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Marktgemeinde Ziersdorf
Ansprechpartner / Kontaktpersonen

Herr Stubenvoll Eduard

e.stubenvoll@ziersdorf.at

Architekt

Architekturbüro Zita ZT GmbH

Korneuburgerstraße 14

2103 Langenzersdorf

Tel: +43 2244/4270,      E-Mail: buero@zita.at

Standort Hauptplatz 1, 3710 Ziersdorf
Gebäudetyp Öffentliches Gebäude - Büro
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1910
Größe (BGF) 545,28 m²
Zustand/ Ausstattung Bestand

Das Gebäude verfügt über einen Mittelturm und secessionistischer Fassade. Die vordere und hintere Fassade sowie eine steinerne Wendeltreppe im Gebäudeinneren stehen unter Denkmalschutz, was eine besondere Herausforderung im Zuge des Projektes darstellt. Die Marktgemeinde Ziersdorf ist Teil der Klima- und Energiemodellregion Schmidatal. Die Brutto-Grundfläche des konditionierten Bestandsgebäudes beläuft sich auf insgesamt 545,28 m. 

 

 Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Die Beheizung des Bestandes erfolgte mit einer Elektrodirektheizung und wurde in einigen Bereichen des Gebäudes nur im Bedarfsfall (z.B. Sitzungssaal, diverse Büro- und Lageräume etc.) genutzt. Ein unbehagliches Arbeitsklima für die MitarbeiterInnen war die Folge.

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Die bestehenden Außenwände werden hofseitig mit 16 cm WDVS gedämmt, straßenseitig erfolgt im Bereich des Erdgeschoßes und teilweise Obergeschoßes eine Innendämmung aufgrund des Denkmalschutzes. Der hofseitige Zubau wird aufgrund seines Zustandes komplett neu errichtet. Die Dämmung der neuen Wände erfolgt mit 20cm WDVS. Die erdanliegenden Fußböden werden inkl. Bodenplatte komplett neu errichtet. Die bestehenden Decken zwischen Erdgeschoß und verbleibendem Keller werden konstruktiv erhalten und mittels neuem Fußbodenaufbau gedämmt. Das bestehende Dach wird saniert (bestehender Dachstuhl mit neuem Unterdach und neuer Deckung). Die Dämmung erfolgt durch Dämmelemente auf der bestehenden Dippelbaumdecke über dem Obergeschoß. Die Dämmung des Zubaus erfolgt mittels Flachdachkonstruktion mit Gefälledämmung.

Baustoffe WDVS zur Dämmung der Außenwände
Fensterqualität Die Fenster werden straßenseitig unter Einhaltung des Denkmalschutzes gegen Kastenfenster mit innenliegenden Isolierglasflügel getauscht. Hofseitig werden Holz-Alu Fenster mit Isolierglas eingesetzt. Die Glasfassade des Zubaus wird mit Isolierglas errichtet.

 

Haustechnik

Heizung

Die Beheizung des Bestandes erfolgte mit einer Elektrodirektheizung und soll zukünftig über eine Biogas-Anlage erfolgen. Dafür wird der langfristige Bezug von 100% zertifiziertem Biogas sichergestellt. Die Gas-Kesselanlage ist jedoch nicht förderungsfähig. 

Kühlung Die Verschattung erfolgt für die hofseitigen Fenster mit beweglichen Lammelenelementen, zusätzlich bei der Glasfassade horizontale, starre Elemente. Der Einsatz einer aktiven Kühlung (Kälteanlage) ist nicht vorgesehen.
Lüftung Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für ein behagliches Arbeitsklima.
Sanitär Die Warmwasserbereitung erfolgt aufgrund des geringen Bedarfs im Gemeindeamt mit einem druckfesten 100 l Elektrospeicher und in der Teeküche mit einem 5 l Untertisch-Speicher.
Elektrik

Die Beleuchtung wird im Zuge der Sanierung auf eine effiziente LED-Beleuchtung umgestellt. 

Es ist geplant eine Photovoltaik-Anlage mit einer Modulfläche von rund 36 m² und einer Peakleistung von 5,20 kWp zu errichten, welche jährlich zirka 5,2 MWh an Strom liefert und somit einen wesentlichen Anteil des Strombedarfs des sanierten Gebäudes abdeckt.

Regelungstechnik

Das einzuführende Energieverbrauchsmonitoringsystem soll die Praxistauglichkeit des Objektes beweisen und zusätzliche Optimierungspotentiale im Betrieb aufzeigen.

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
  • Dämmung Außenwände
  • PV-Anlage
  • LED Beleuchtungssystem
  • Verschattung durch Lammelenelementen
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Die Beheizung erfolgt duch eine Biogas-Anlage in der der langfristige Bezug von 100% zertifiziertem Biogas sichergestellt ist.

Die Photovoltaikanlage nutzt die Sonnenenergie zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom über viele Jahre.

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 157,4 kWh/(m²a)

Bzw. lt. EA: 170,3 kWh/(m²a)

Heizwärmebedarf/ nachher 28,7 kWh/(m²a)

Bzw. lt. EA: 33,7 kWh/(m²a)

Kühlbedarf/ vorher -
Kühlbedarf/ nachher

48,1 kWh/(m²a)

Spezifische Heizlast Vorher: 78,686 W/(m²BGF)

Nachher: 24,913 W/(m²BGF)

Erwartete CO2- Einsparung 26,65 t/a … -90%

 

Kosten

Investitionskosten Beantragte Investitionskosten: € 1.500.000,00

Umweltrelevante Investitionskosten: € 407.181,00

Einsparungen im Betrieb Der jährliche Heizwärmebedarf beträgt vor der Sanierung für das Gebäude 92.852 kWh/a und wird durch die Sanierung auf 15.296 kWh/a gesenkt. Der Gesamtstrombedarf von rund 13 MWh für das sanierte Gesamtgebäude wird zukünftig mit der PV-Anlage und durch Ökostrom gedeckt. Der zukünftige Wärmebedarf wird mit einer Biogas-Anlage abgedeckt.
Förderungen

Insgesamt wurden umweltrelevante Investitionskosten in der Höhe von 1.500.000 Euro zur Förderung beantragt. Nach Abzug der nicht förderungsfähigen Kosten  verbleiben umweltrelevante Investitionskosten in einer Höhe von 407.181 Euro. Diese teilen sich auf in 356.680 Euro für die thermisch-energetische Sanierung (Thermische Gebäudesanierung inkl. Lüftung und Verschattung), 26.430 Euro für die effiziente Energienutzung (Beleuchtungs- und Regelungsoptimierung), 15.628 Euro für das Energieverbrauchs-Monitoringsystem, und 8.443 Euro für die PV-Anlage. Unter Berücksichtigung der Kapazitätsausweitung errechnet sich eine voraussichtliche Förderung von 138.673 Euro.

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

Das gesamte Gebäude steht unter Denkmalschutz, was eine besondere Herausforderung im Zuge des Projektes darstellt. 

 

 
Mustersanierung: Projekte