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subbildprojekte

Kontakt

Gemeinde Böheimkirchen

Ansprechperson: Mag.(FH) Hannes Stelzhammer

Marktplatz 2, 3071 Böheimkirchen

E-Mail

Website

Planung

Energieausweise

Bürgerzentrum Böheimkirchen

Executive Summary

Bei dem Projekt Bürgerzentrum Böheimkirchen handelt es sich um eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses in Böheimkirchen. Das Bestandsgebäude stammt teilweise aus dem Jahr 1750, hat eine Bruttogrundfläche von 754m² und weist eine historisch äußerst wertvolle Fassade auf. Diese blieb auch nach Sanierung erhalten.

Bei der Sanierung wurden hauptsächlich Passivhauskomponenten verbaut. Die Konditionierung des Gebäudes erfolgt nach der Sanierung zu einem großen Teil mittels Betonkernaktivierung , wobei die Wärme mit Fernwärme bereitgestellt wird. Für das Free-Cooling-System wird  Energie direkt aus den Gebäudefundamenten (Energiepfähle) entnommen. Über eine Sole/Wasser-Wärmepumpe kann zusätzlich Kälte erzeugt werden.


Im sanierten Bestandsgebäudeteil sind das Bauamt, Standesamt, die Räumlichkeiten des Bürgermeisters, Büros und notwendige Nebenräume untergebracht und ein behindertengerechter Aufzug wurde eingebaut. Im Erweiterungsteil sind Räume für die Besucher, die Gemeindearbeit und größere Menschenversammlungen angeordnet.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Marktgemeinde Böheimkirchen
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Mag. (FH) Hannes Stelzhammer, Energy Changes Projektentwicklung GmbH
Architekt NMPB Architekten ZT GmbH
Getreidemarkt 11, 1060 Wien
http://www.nmpb.at/
Standort

Marktplatz 2
3071 Böheimkirchen

Gebäudetyp Rathaus bzw. Bürogebäude
Errichtungsjahr 1750
Größe (BGF) 754 m2 
Zustand/ Ausstattung Bestand

Rathaus mit teilweise historischer Fassade

Sanierung und Erweiterung zu einem modernen Bürgerzentrum

 

Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Das Bestandsgebäude entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

Neben der Notwendigkeit innerhalb der nächsten Jahre das Gebäudes einer Sanierung zu unterziehen, waren die primären Ziele sicherlich jene der Energieeinsparung und der Schaffung eines angenehmen Arbeitsumfeldes für die Gemeindebediensteten. Die Vorbildwirkung in der Öffentlichkeit hat dabei auch eine wesentliche Rolle gespielt. Im Folgenden werden die wichtigsten Ziele noch einmal aufgezählt:

  • Senkung des Energieverbrauches

  • Komfortgewinn für die Gemeindebediensteten durch homogenere Oberflächentemperaturen und dadurch Steigerung der Behaglichkeit

  • Erweiterung der Nutzfläche

  • Verbesserte Frischluftzufuhr durch Kontrollierte Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung

  • Vorbildwirkung für die Bevölkerung

  • Mehr Energieunabhängigkeit durch die Nutzung von Erneuerbarer Energie

  • Nachhaltige Energiezukunft wird von der Gemeinde gelebt

  • Verbesserte und effizientere Innenraumbeleuchtung durch neue LED-Leuchten

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Außenwand Bestand mit WDVS: zusätzliche Dämmung mit 10 cm EPS-F Plus
Außenwand Bestand historische Fassade: 4 cm innenliegender Wärmedämmputz
erdanliegende Wände: 16 cm XPS
erdanliegender Boden: 16 cm XPS
Der mittlere U-Wert kann durch die beschriebenen Maßnahmen von 1,05 auf 0,33 W/m2K reduziert werden.

Baustoffe

EPS-F Plus, XPS, Wärmedämmputz

Fensterqualität

Die Kastenfenster der historischen Fassade werden saniert indem innenseitig neue Innenflügel mit thermisch hochwertigen Holzrahmen und Verglasungen angebracht werden.

An werden die Fenster gegen Holz-Alu Fenster mit 3-Scheiben Isolierverglasung in Passivhausstandard getauscht.

 

 Haustechnik

Heizung

Fernwärmeanschluss an das Netz der REW Regional Energie Wienerwald e.Gen. und Sole/Wasser-Wärmepumpe (Regeneration der Energiepfähle)

Kühlung

Direkte Erdwärmenutzung "FreeCooling" mittels Energiepfählen in Kombination mit einer Sole/Wasser Wärmepumpe und einem Kältespeicher. Entsprechend der geologischen Voraussetzung kann mit den Energiepfählen dem Untergrund Wärme entzogen und der Gebäudekühlung zugeführt werden. Deckenkühlsystem in Kombination mit einer Niedertemperatur-Fußbodenheizung.

Lüftung zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnungsanlage. Die Energiebereitstellung zur Konditionierung der Zuluft erfolgt über einerseits über die Zentralheizungsanlage und andererseits über eine in das Gerät integrierte Wärmepumpe.
Elektrik

Erneuerung der Elektroinstallationen, Umstellung der Beleuchtung auf LED

Regelungstechnik

Frei programmier- und konfigurierbares DDC System für Sollwertvorgaben, Zeitschaltprogrammen, Datenablesung usw.
Die Regelung der Raumkonditionen erfolgt über eine bedarfsabhängige Zuluft- und Raumtemperatur-Zonenregelung mit Luftqualitätsfühler und Absenk- sowie Aufheizfunktion.

Solaranlage keine solare Energieerzeugung

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

Dämmung der Gebäudehülle
Tausch der Fenster und Türen
Installation von Energiepfählen mit Regeneration im Sommer
Free-Cooling über Energiepfähle
Beleuchtungsumstellung

Abwärmenutzung Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Regeneration der Energiepfähle über Free-Cooling im Sommer
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Umgebungswärme
Besondere Lösungen Free-Cooling über Energiepfähle

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher  44,7 kWh/(m3.a) lt. Energieausweis(Referenzklima)

 bzw. 163,6 kWh/(m2.a) bez. auf Standortklima

Heizwärmebedarf/ nachher  5,1 kWh/(m3.a) Referenzklima

bzw. 13,4 kWh/(m².a) bez. auf Standortklima

Kühlbedarf/ vorher  0,0 kWh/(m³a)
Kühlbedarf/ nachher  0,0 kWh/(m³a)
Spezifische Heizlast

Vorher: 93,84 W/(m²BGF) bei BGF von 754 m²,

Nachher: 43,79 W/(m²BGF) bei BGF von 754 m²

Erwartete CO2- Einsparung

30,64 t/a

 

Kosten

Investitionskosten Beantragte Investitionskosten: € 2.316.239,-
Einsparungen im Betrieb Gesamte kalkulierte Energiekosteneinsparungen in 3 Jahren: folgt nach Fertigstellung
Förderungen

Förderbasis: € 2.148.159,-

Förderungen: € 212.870,-

 

Performance

Messungen im Rahmen der

Qualitätssicherung Herstellung

Blower-Door-Test (Luftdichtheitstest)

n50 = 0,56 1/h

 

Dokumentation
Planungsstart Mai 2014
Baustart April 2016
Fertigstellung Dezember 2017
Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

Die Anforderungen aus der Mustersanierung wurden im Planungsprozess frühzeitig eingebunden. Bei der Planung wurde berücksichtigt, dass möglichst viele regionale Unternehmen zum Einsatz kommen. Durch die Vergabe an einen Generalunternehmer konnte diese Anforderung sehr gut erfüllt werden. Darüber hinaus konnten Schnittstellen vermieden werden.

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

Eine besondere Herausforderung war im Planungsprozess, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Um alle Anforderungen zu erfüllen musste die Planung einmal wesentlich angepasst werden.

Empfehlungen
  • Das Bundesdenkmalamt frühzeitig einplanen
  • Mustersanierung frühzeitig einplanen
  • Vergabe an einen Generalunternehmer erleichtert die Einbindung regionaler Firmen

 

 

  • 20170911073315
  • 20170911073406
  • Ansicht auen
  • Ansicht auenAbend
  • Trauungssaal
  • Veranstaltungssaal
 
Mustersanierung: Projekte