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bkh

Kontakt

Ing. Hörhager Patrick MSc
Maximilianstraße 35
6020 Innsbruck

Ing. Hörhager Patrick MSc

 

Maximilianstraße 35

6020 Innsbruck

E-Mail

 

Energieausweise

Planung

Architekturhalle


Niedere-Munde-Straße 15a
6410 Telfs

Bezikskrankenhaus Schwaz

Executive Summary

Der Gemeindeverband Bezirkskrankenhaus Schwaz nimmt eine thermische Gesamtsanierung der Trakte BA1 und 2 des ab 1967 errichteten Bezirkskrankenhauses in Schwaz vor.

Die Brutto-Grundfläche der beiden zu sanierenden Bestandstrakte beläuft sich auf insgesamt 7.857 m² Diese werden nach der Sanierung auf insgesamt 8.334 m² erweitert.

Die Gesamtsanierung umfasst neben der umfassenden thermischen Sanierung inklusive Verschattung die Errichtung einer PV-Anlage.

Die Abwärmenutzung, die Wärmerückgewinnung sowie die Bereitstellung der erforderlichen Energie für Wärme- und Kälte erfolgt über eine neue Energiezentrale, welche aber nicht Teil des Förderansuchens ist. Diese Maßnahmen wurden in der Umweltförderung im Inland separat zur Förderung beantragt. Die neue Energiezentrale versorgt zukünftig das ganze Krankenhausareal.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Gemeindeverband Bezirkskrankenhaus Schwaz
Ansprechpartner / Kontaktpersonen

Ing. Hörhager Patrick MSc

Maximilianstraße 35
6020 Innsbruck

patrick.hoerhager@tirol-kliniken.at

Architekt

ARCHITEKT DI ULRICH SCHÄFER
Wilhelm - Greil - Straße
6020 Innsbruck

Technische Planer

 

Projektsteuerung

 

Begleitende Kontrolle

 

Standort Swarovskistraße 1-3
6130 Schwaz
Gebäudetyp Krankenhaus
Errichtungsjahr Bestandsgebäude ab 1967
Größe (BGF) Vor der Sanierung   7.857 m²
Nach der Sanierung 8.334 m²
Zustand/ Ausstattung Bestand

Das Haus verfügt über 254 systemisierte Betten, die auf nachfolgende medizinische Fachgebiete aufgeteilt sind:  

  • Innere Medizin inkl. Palliativ und Geriatrie  77 Betten  
  • Interdisziplinäre Intensivstation  6 Betten 
  • IMCU Betten  2 Betten  
  • Traumatologie & Orthopädie  49 Betten  
  • Allgemein Chirurgie  54 Betten  
  • Gynäkologie und Geburtshilfe  24 Betten  
  • Hals- Nasen und Ohrenerkrankungen  14 Betten  
  • Sonderstation  28 Betten

Weiters verfügt das Haus über nachfolgende Institute und sonstige Einrichtungen:  

  • Institut für Radiologie  
  • Physikalische Therapie  
  • Medizinisch - technisches Labor mit Depot für Blutkonserven 

Darüber hinaus umfasst das Gebäude mehere  Ambulanzen.

 

 

 Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand

 

 

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

 

Ziele Planer

 

 

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Das Gebäude wird vorwiegend durch das Aufbringen einer 16 cm Mineralwolldämmung (hinterlüftete Fassadenelemente) an den Außenwänden, durch Dämmung des Daches mittels 22 cm XPS Dämmung so wie die Dämmung der erdanliegenden Wände durch 5 cm Holzwollleichtbauplatten saniert.

Baustoffe

Aussenwände:
Metallfassadenpaneele 5,0 cm 
Hinterlüftung 4,0 cm
Dämmung Mineralwolle 16,0 cm
Betonfertigteilelemente mit dazwischenliegender Dämmmung Bestand 0.0 cm - 16,0 cm
Heraklith Bestand 0,0 cm - 2,5 cm
Innenputz Bestand 1,0cm - 1,5 cm
Stahlbetonwand Bestand 0,0 cm - 26,0 cm
Aussenputz 0,0 cm - 1,0 cm 

Flachdach:
Betonplatten 5,0 cm
Schüttung 10,0 cm
Dämmung XPS 22,0 cm
Bitumenabdichtung 2-lagig 1,0 cm
Bitumenabdichtung 2-lagig Bestand 1,2 cm
Gefällebeton Bestand 5,0-11,0 cm
Stahlbetondecke Bestand 20,0 cm

Fensterqualität

Austausch der Fenster (Holz-Aluminiumfenster mit 3-fach Verglasungen)

Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails

Als Verschattungssystem und zur Reduzierung des Kühlbedarfes werden außenliegende Sonnenschutzelemente installiert.

An den Fenstern der Süd- und Westfassade wird ein textiler Sonnenschutz (ZIP-System) vorgesehen. Durch den speziellen Behang werden bis zu 75% der Sonneneinstrahlung absorbiert, der Blick nach draußen sowie die Lichtdurchlässigkeit bleiben jedoch größtenteils erhalten. Durch die seitlichen Führungsschienen können Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h aufgenommen werden.

Luftdichtigkeitskonzept Die Anschlüsse der Holz Alufenster werden nach den aktuell gültigen Normen (RAL Anschluss) hergestellt und bilden eine wesentliche Verbesserung der Luftdichtheit zum Bestand. Um die Luftdichtheit zu überprüfen wird an bestimmten Bereichen ein Blower Door Test durchgeführt.

 

 Haustechnik

Heizung

Die Bereitstellung der Raumwärme erfolgt zentral mittels einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Zur Vermeidung von hohen Abstrahlungsverlusten durch lange Warmwasser-Zirkulationsleitungen werden für die 7 Gebäude des Krankenhauses 5 dezentrale Hochtemperaturwärmepumpen errichtet, welche den Heizungsvorlauf als Primärversorgung nutzen und somit die erforderlichen Warmwassertemperaturen dezentral erzeugen. Diese Maßnahmen sind nicht Teil der Mustersanierung.

Kühlung Als Verschattungssystem und zur Reduzierung des Kühlbedarfes werden außenliegende Sonnenschutzelemente installiert. Die darüber hinaus erforderliche Kälteleistung wird ebenfalls über die Energiezentrale bereitgestellt.
Lüftung

RLT mit WRG

Sanitär

Die Bereitstellung der Raumwärme erfolgt zentral mittels einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Zur Vermeidung von hohen Abstrahlungsverlusten durch lange Warmwasser-Zirkulationsleitungen werden für die 7 Gebäude des Krankenhauses 5 dezentrale Hochtemperaturwärmepumpen errichtet, welche den Heizungsvorlauf als Primärversorgung nutzen und somit die erforderlichen Warmwassertemperaturen dezentral erzeugen. Diese Maßnahmen sind nicht Teil der Mustersanierung.

Elektrik  
Regelungstechnik

 

Solaranlage

Eine Photovoltaik-Anlage mit einer Modulfläche von rund 455 m² und einer Leistung von 83 kWp wird errichtet, welche jährlich zirka 98,4 MWh an Strom liefert und somit einen wesentlichen Anteil des Strombedarfs des sanierten Gebäudes abdeckt.

 

 Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
  • Verschattungssystem
  • Dämmung der Aussenwände und des Dachs
  • Neue Fenster
Abwärmenutzung  
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen

PV Anlage

Besondere Lösungen  

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher

BA 1 UG Küche: 110,1 kWh/(m²a) = HWBref,RK

BA 1 EG-DG: 55,6 kWh/(m²a) = HWBref,RK

BA 2 DG: 72,5 kWh/(m²a) = HWBref,RK

Heizwärmebedarf/ nachher

BA 1 UG Küche: 89,6 kWh/(m²a) = HWBref,RK

BA 1 EG-DG: 22,3 kWh/(m²a) = HWBref,RK

BA 2 DG: 24,3 kWh/(m²a) = HWBref,RK

Kühlbedarf/ vorher

BA 1 UG Küche: 0,0 kWh/(m²a) = KB*RK

BA 1 EG-DG: 0,0 kWh/(m²a) = KB*RK

BA 2 DG: 0,0 kWh/(m²a) = KB*RK

Kühlbedarf/ nachher

BA 1 UG Küche: 0,0 kWh/(m²a) = KB*RK

BA 1 EG-DG: 0,0 kWh/(m²a) = KB*RK

BA 2 DG: 0,1 kWh/(m²a) = KB*RK

Spezifische Heizlast

BA 1 UG Küche: 
Vorher: 64,4 kW, entspricht 88,19 W/(m²BGF) 
Nachher: 58,4 kW, entspricht 79,96 W/(m²BGF)

BA 1 EG-DG:
Vorher: 151,9 kW, entspricht 51,29 W/(m²BGF) 
Nachher: 108,8 kW, entspricht 33,31 W/(m²BGF)

BA 2 DG:
Vorher: 247,2 kW, entspricht 59,34 W/(m²BGF) 
Nachher: 158,2 kW, entspricht 36,45 W/(m²BGF)

Erwartete CO2- Einsparung In Summe kann eine Reduktion der CO2-Emissionen von 392 Tonnen pro Jahr erzielt werden.
Amortisationszeit  

 

Kosten

Investitionskosten Beantragte Investkosten: EUR  3.246.995,00
Umweltrel. Kosten: EUR  2.449.390,00
Einsparungen im Betrieb  
Förderungen

Förderbasis: EUR  2.277.933,00
Förderung: EUR  800.000,00

Einsparungen im Betrieb  
Kosten je m² BGF  

 

Performance

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung Herstellung

 

 

Dokumentation

Bauphase

Chronologie/ Bautagebuch

Baustart: Dezember 2018.


Status:
Die Arbeiten Fassade/Fenstertausch sind bis auf kleinere Restmängelbeseitigung abgeschlossen. Der Blower Door Test hat stattgefunden.
Derzeit erfolgt noch die Inbetriebnahme der Wärmepumpe für den Heizbetrieb, die Kühlfunktion ist zusammen mit der Brunnenwasserkälte bereits verfügbar. Zählereinbau für Energiemonitoring und Regelungsanpassung ist noch final im Gange

Geplantes Ende: August 2020

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)  
Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

 

Empfehlungen

 

 

Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen  

 

 
Mustersanierung: Projekte