Rath GmbH – in Umsetzung

15.09.2021
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Executive Summary

Das Unternehmen der Rath GmbH betreibt am Standort 8211 Großpesendorf 41 einen Gastronomiebetrieb in 4. Generation, somit reicht die unternehmerische Historie des Familienbetriebes bis ins Gründungsjahr 1888 zurück.
Im Nebenrecht der Gastronomie wird aktuell ein Lebensmittel-Einzelhandel (Vollsortiment als ländlicher Nahversorger), eine Tabak-Trafik, eine Lotto-Annahmestelle, ein Café, ein Street-Food-Court, sowie eine Tankstelle mit Portalwaschanlage und Waschpark betrieben.

Als Impuls der von der Österreichischen Bundesregierung initiierten COVID-19-Investitionsprämie hat sich der Förderungswerber kritisch damit auseinandergesetzt, Maßnahmen zu setzen, um das Unternehmen aus ökonomischer Sicht zukunftsfit zu gestalten und in diesem Zusammenhang weitgehende ökologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen.

Die „Ökologisierungs- und Digitalisierungsoffensive“ umfasst folgende Schwerpunkte:
• Thermische Sanierung der Gebäudehülle
• Ökologisierung der Kühl-, Tiefkühl- und Klimatechnik
• Austausch der Kühl- und Tiefkühlmöbel von offenen Wandregalen zu geschlossenen Walk-in-Cooler, bzw. Walk-in-Freezer-Einheiten
• Umbau der bestehenden PV-Anlagen auf inseltaugliche Wechselrichter-Technologie und Ausbau der PV-Anlage
• Errichtung eines Kleinwasserkraftwerkes mit einer Nennleistung von 12,5 kW (Anm.: nicht im vorliegenden Förderprogramm inkludiert)
• Errichtung einer E-Speicheranlage
• Errichtung eines MSR-Systems unter Einbindung aller Erzeuger- und Verbrauchereinheiten

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber:

  • Rath GmbH
    Großpesendorf 41
    8211 Großpesendorf

Ansprechpartner / Kontaktpersonen:

  • Josef Rath, MBA
    Großpesendorf 41
    A-8211 Ilztal
    +43 (0)3113 2272 20
    info@yes-group.at

Architekt:

Technische Planer:

Beteiligte Kontrolle:

Standort:

  • Großpesendorf 41
    A-8211 Ilztal

Gebäudetyp:

  • Einzelhandel

Errichtungsjahr Bestandsgebäude:

  • 1995

Größe (BGF):

  • Bestand: 1.356 m²

Zustand/ Ausstattung Bestand:

Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand:

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort:

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten:

  • Die maßgebenden statischen Wandelemente aus Beton und Ziegelmauerwerk werden erhalten und mit einem Vollwärmeschutz nach ökologischem Stand der Technik ausgestattet. Die ostseitige Gebäudehülle wird als 3schicht-Glasfassade und Alupaneel ausgeführt und an der vorliegenden Terrasse vertikale Beschattungselemente in Alu-Sonnen-Paneelen ausgeführt.
    Der bestehende Bodenaufbau erfüllt thermisch nicht die zu erzielenden Förderrichtlinien und wird gänzlich neu gestaltet. Die flächendeckende Fußbodenheizung wird im Bodenaufbau integriert.
    Die Dachdecke wird als Holzelementdecke (Kielsteg), Foliendeckung und Dämmung ausgestattet.

Baustoffe:

  • 16-18 cm EPS-F (Außenwand)
  • 30 cm EPS (Dach)
  • 30 cm EPS Granulat (erdanliegender Fußboden)

Fensterqualität:

  • Austausch der Glasfassade

Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails:

Luftdichtigkeitskonzept:

 

Haustechnik

Heizung:

  • Das gesamte Gebäude wird mittels einer bestehenden Biomasse Fernwärme beheizt.

Kühlung:

  • Es erfolgt ein Austausch und Ausbau der Kühl- und Tiefkühlmöbel von offenen Wandregalen zu geschlossenen Walk-in Cooler bzw. Walk-in-Freezer-Einheiten. Die Geräte sind nicht Teil der beantragten Kosten. Durch den starken zusätzlichen Ausbau der Tiefkühlmöbel, steigt trotz der Verwendung effizienter Anlagen der Strombedarf um 18.MWh/a. Dieser wird jedoch zur Gänze durch die PV Anlage gedeckt. Zukünftig soll ein Teil der Abwärme zur Verringerung des Heizwärmebedarf herangezogen werden.

Lüftung:

  • Die bestehende Lüftungsanlage wird in das MSR-System integriert.

Warmwasser:

  • Mittels Fernwärme

Elektrik:

Regelungstechnik:

PV-Anlage:

  • Es ist geplant die bestehende 10 kWp Photovoltaik-Anlage auf eine Modulfläche von rund 380,6m² und einer Leistung von 73 kWp zu erweitern, welche jährlich zirka 77 MWh an Strom liefert. Zusätzlich wird ein E-Speicheranlage (80 kVA / 89 kWh) errichtet. Der überschüssige Strom wir in das Netz eingespeist.

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung:

  • Thermische Sanierung
  • Tausch der Glasfassade
  • Wärmerückgewinnung der Kühlgeräte

Abwärmenutzung:

  • Es soll ein Teil der Abwärme der Kühlaggregate zur Verringerung des Heizwärmebedarfs herangezogen werden.

Nutzung Erneuerbarer Energiequellen:

  • PV-Anlage
  • Kleinwasserkraftwerk

Besondere Lösungen:

  • Ökologisierung der Kühl-, Tiefkühl- und Klimatechnik: Zentrale Anlage statt dezentralisierte Kleinanlagen; Wärmerückgewinnung (Fußbodenheizung)
  • Austausch der Kühl- und Tiefkühlmöbel von offenen Wandregalen zu geschlossenen Walk-in-Cooler, bzw. Walk-in-Freezer-Einheiten.
  • Errichtung eines Kleinwasserkraftwerkes mit einer Nennleistung von 12,5 kW (Anm.: nicht im vorliegenden Förderprogramm inkludiert)
  • Errichtung einer E-Speicheranlage mit einer Kapazität von 48 kWh in Verbindung mit einem Energiemanagementsystem (input/output) unter Einbindung der selbstsubstituierten Energiequellen PV + KWKW und der Optimierung des Eigenbedarfs.
  • Die gesamte Anlage sollte auch im Falle eines überregionalen „Blackouts“ einen (Not-)Betrieb für die Versorgung der Blaulichtorganisationen mit Treibstoffen, sowie die Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Artikeln des täglichen Lebens bestmöglich gewährleisten.
  • Die Dämmstoffe werden als Dämmstoffe mit österreichischem Umweltzeichen ausgeschrieben. Der Klimaaktiv-Goldstandard wird angestrebt.“

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmelast die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf / vorher:

  • 276,8 kWh/m²a HWBref,RK entspricht 318,4 kWh/m²a HWBref,SK

Heizwärmebedarf / nachher:

  • 64,4 kWh/m²a HWBref,RK entspricht 74,3 kWh/m²a HWBref,SK

Kühlbedarf / vorher:

  • 0 kWh/m³a KB*RK entspricht 8,9 kWh/m²a KB,SK

Kühlbedarf / nachher:

  • 1 kWh/m³a KB*RK entspricht 48,7 kWh/m²a KB,SK

Spezifische Heizlast / vorher:

Spezifische Heizlast / nachher:

Erwartete CO2- Einsparung:

  • In Summe kann eine Reduktion der CO2-Emissionen von 28,07 Tonnen pro Jahr erzielt werden.

Erwartete Einsparung:

  • Heizwärmebedarf Referenz – Reduktion: ca. 77%
  • fGEE – Reduktion: ca. 68%
  • Strom – Reduktion: –

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung Herstellung:

 

Kosten

Investitionskosten:

  • Beantragte Investitionskosten: 901.810,00 EUR
  • Umweltrelevante Kosten: 560.064,00 EUR

Förderungen:

  • Förderbasis: 397.645,00 EUR
  • Voraussichtliche Förderhöhe: 165.497,00 EUR

Kosten je m² BGF:

  • ca. 665 €/m² BGF (Beantragte Invest.kosten/m² BGF Bestand)

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele):

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…):

Empfehlungen:

Chronologie/Bautagebuch:

  • Planungsstart:
    Baustart:
    Baufertigstellung:

Nutzung:

Nutzungskomfort:

Erfahrungen:

Energieausweise & Planung

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