Amtshaus Großharras

26.10.2020
architecture 1541086 1920

Executive Summary

Thermische Sanierung des 1973 errichteten Amtshauses in Großharras (NÖ). Das Gebäude ist 3-geschossig und wird ausschließlich betrieblich genutzt.
Die Gesamtsanierung hat neben der umfassenden thermischen Sanierung, inklusive Verschattung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung, die Umstellung des Heizsystems auf einen Biomassekessel, eine Optimierung des Beleuchtungssystems, sowie die Errichtung einer Photovoltaikanlage umfasst.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ausgangszustand

Eigentümer/ Betreiber:

  • Marktgemeinde Großharras

Ansprechpartner / Kontaktpersonen:

Architekt:

  • Baumeister Ing. Johannes Hammerschmied
    • 2034 Großharras 145

Technischer Planer:

Standort:

  • Großharras 145, 2034 Großharras

Gebäudetyp:

  • Gewerbe-/Bürogebäude

Errichtungsjahr Bestandsgebäude:

  • 1973

Größe (BGF):

  • 527,55 m2

Zustand/ Ausstattung Bestand:

Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand:

Anlass für die Sanierung:

Ziele

Wünsche/Ziele Bauherr:

Ziele Planer:

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten:

  • Das Gebäude wurde durch Dämmung der Außenwände mit 20 cm Hanfdämmplatten, Dämmung der Innenwände gegen unbeheizte Gebäudeteile mit 12 cm bzw. 20 cm Hanfdämmplatten, sowie durch Dämmung der obersten Geschossdecke mit 40 cm Dämmzellulose und die Dämmung der untersten Geschoßdecke mit 10 cm Mineralwollplatten thermisch saniert.

Baustoffe:

  • Außenwände; 20 cm Hanfdämmplatten
  • Innenwände; 12 cm bzw. 20 cm Hanfdämmplatten
  • Obere Geschossdecke; 40 cm Dämmzellulose
  • Untere Geschossdecke; 10 cm Mineralwollplatten
  • Durch die Sanierungsmaßnahmen sinkt der mittlere U-Wert des Gebäudes von 0,95 auf 0,25 W/m²K.

Fensterqualität:

  • Austausch der Fenster (Holz-Alu-Fenster mit 3-fach Verglasungen)

Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails:

Luftdichtigkeitskonzept:

Haustechnik

Heizung:

  • Im Zuge der thermischen Sanierung wurde eine 60 kW Pelletheizung eingebaut, welche darüber hinaus auch das, neben dem Amtshaus liegende Feuerwehrgebäude mitversorgt.
  • Die Wärmeverteilung erfolgt über Flächenheizungen.

Kühlung:

  • Als Verschattungssystem und zur Reduzierung des Kühlbedarfes wurden außenliegende Sonnenschutzelemente installiert.

Lüftung:

  • Es wurde ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung eingebaut.

Elektro:

  • Die Beleuchtung wurde im Zuge der Sanierung auf eine effiziente LED-Beleuchtung umgestellt.
  • Die rrichtung einer Photovoltaik-Anlage mit einer Modulfläche von rund 83,5 m² und einer Leistung von 15,00 kWp wurde vorgenommen.

Regelungstechnik:

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung:

  • Fensteraustausch
  • Fassadendämmung
  • LED Beleuchtung (mind. A+ oder höher von der Leuchtmitteleffizienz)
  • Bildschirmtauglichen Einbauleuchten bzw. bildschirmtauglichen Aufbauleuchten
  • Bedarfsorientierte Lichtsteuerung mittels Tageslichtregelung
  • Außenverschattungssystem

Abwärmenutzung:

  • Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung

Nutzung erneuerbarer Energiequellen:

  • Umstellung auf Ökostrom
  • PV-Anlage

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf HWB/vorher:

  • 146,3 kWh/(m²a) = HWBref,RK

Heizwärmebedarf HWB/nachher:

  • 25,1 kWh/(m²a) = HWBref,RK

Kühlbedarf/ vorher:

  • 0,0 kWh/(m²a) = KB*RK ; 13,0 kWh/(m²a) = KB*SK

Kühlbedarf/ nachher:

  • 0,9 kWh/(m²a)= KB*RK ; 34,1 kWh/(m²a) = KB*SK

Spezifische Heizlast:

  • Vorher: 41,41 kW, entspricht 78,50 W/(m²BGF) bei einer BGF von 527,55 m²
  • Nachher: 13,0 kW, entspricht 24,64 W/(m²BGF) bei einer BGF von 527,55 m²

Erwartete CO2- Einsparung:

  • In Summe kann eine Reduktion der CO2-Emissionen von 40,48 Tonnen pro Jahr erzielt werden.

Kosten

Investitionskosten:

  • Beantragte Investkosten: EUR  776.549,00
  • Umweltrel. Kosten: EUR  601.197,00

Einsparungen im Betrieb:

Förderungen:

  • Förderbasis: EUR  601.197,00
  • Förderung Bund: EUR  252.802,00

Kosten je m² BGF:

Persönliche Erfahrungen

Planungs-/Bauphase

Bericht zum Planungsprozess:

Hindernisse im Planungsprozess:

Empfehlungen:

Chronologie/Bautagebuch :

  • Planungsstart:
  • Baustart:
  • Baufertigstellung

Nutzung

Nutzungskomfort:

Erfahrungen:

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung Herstellung:

  • z.B. Blower Door Test oder ähnliches

Energieausweise & Planung

Ihre Ansprechpersonen

Planung Architekturhalle Niedere-Munde-Straße 15a,
6410 Telfs