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Kontakt

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich

Ansprechperson: Ing. Stefan Hanl

A- 4020 Linz, Volksgartenstraße 40

E-Mail

 

Planung

Bildungshaus Jägermayrhof

Executive Summary

Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich (AK OÖ) setzte in Linz (OÖ) die Sanierung des Bildungshauses „Jägermayrhof“ um, welches um die Jahrhundertwende errichtet, in den 1950er Jahren umgebaut und 1972 erweitert wurde. Teile des Gebäudes stehen unter Denkmalschutz.

Die vier Bauteile haben bis zu zwei Geschoße inkl. Dachbodenausbau und sind zum Teil unterkellert. Im Zuge der Sanierung wurden Gebäudeteile abgebrochen und neu errichtet sowie andere Gebäudeteile dem Zustand entsprechend generalsaniert und die Nutzungsarten (Seminar-, Veranstaltung-, Büro-, Hotel-, Gastronomie- und Freizeitbereich) neu organisiert. Außerhalb des Gebäudes wurde außerdem eine Tiefgarage mit 49 Stellplätzen errichtet.

Das Gebäude wies bei den vier Bauteilen unterschiedliche Dachformen auf (Satteldach, Flachdach) welche im Rahmen der Sanierung teilweise neu aufgebaut und gedämmt wurden. Die Außenwände wurden mit einem Wärmedämmverbundsystem bzw. mit einer hinterlüfteten Fassade mit Steinwolle gedämmt sowie die Fenster getauscht. Die Außenwände des unter Denkmalschutz gestellten Gebäudeteils wurden nicht thermisch saniert.

Das Gebäude wurde zuvor mit zwei Gaskesseln beheizt. Nach der Sanierung wird nun das Gebäude über eine Kombination aus Pelletskessel, Luft/Wasser Wärmepumpe, thermischer Solaranlage sowie PV-Anlage und einer konventionellen Kältemaschine konditioniert.

Ausgangszustand

Gebäude

 

Eigentümer/ Betreiber Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Ing. Stefan Hanl
Architekt und techn. Planer

ARGE DELTA Ziviltechniker GmbH - Dornstädter Architekten ZT GmbH
Kalkofenstraße 21
4600 Wels
www.delta.at

Standort

Römerstraße 98
4020 Linz

Gebäudetyp Hotel - Bildungshaus Jägermayrhof
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1900 / 1972
Größe (BGF) vor der Sanierung
3.480,0 m2
Größe (BGF) nach der Sanierung 4.147 m2
Zustand/ Ausstattung Bestand Um das Gebäude weiterhin für Bildungs- und Kulturarbeit optimal einsetzen zu können, bedurfte es in seiner Gesamtheit einer Generalsanierung. Vor allem die Haustechnik des Altbaus wies dringenden und umfassenden Sanierungsbedarf auf. 

 

Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Nutzungsanpassungen und Neuorganisation der Nutzungen, Errichtung von PKW-Stellplätzen, Energieeffizienzsteigerungen

 

Ziele

 

Ziele des Bauherrn
Durch die Schonung natürlicher Ressourcen und einer Verringerung der Umweltbelastung, der Optimierung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus sowie dem Wohlbefinden der Nutzer und die Nutzerqualität des Gebäudes sollte der Jägermayrhof langfristig als Bildungshaus optimal betrieben werden können.

 

Kennzahlen

Erklärung der Kennzahlen Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmelast die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher

 22,5 kWh/(m3a) lt. Energieausweis im Altbau

 31,3 kWh/(m3a) lt. Energieausweis im Bürotrakt

Heizwärmebedarf/ nachher  6,7 kWh/(m3a)  lt. Energieausweis
Kühlbedarf/ vorher  0,0 kWh/(m3a)
Kühlbedarf/ nachher  0,4 kWh/(m3a)
Spezifische Heizlast Vorher  290,7 kW, entspricht 66,39 W/(m2BGF) bei einer BGF von 3.480 m2
Nachher  183,4 kW, entspricht 44,24 W/(m2BGF) bei einer BGF von  4.147 m2
CO2- Einsparung

 230,7 t/a; -90%

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten
Außenwände wurden teilweise mit WDVS gedämmt, teilweise hinterlüftet (U-Wert 0,09 – 0,17 W/m²K)
Bestehende Flachdächer wurden bis auf die tragende Betondecke abgetragen und mit 35 cm EPS im Gefälle gedämmt (U-Wert 0,1 W/m²K)
Erdanliegender Fußboden im Keller wurde mit gebundenem EPS-Granulat und Trittschalldämmung neu aufgebaut (U-Wert 0,15 - 0,17 W/m²K)
Erdanliegenden Wände wurden mit einer Perimeterdämmung (XPS) von 10 -16 cm saniert (U-Wert 0,2 W/m²K)
Im Altbau wurde die oberste Geschoßdecke mit einer EPS-Schüttung und Polystyrol Hartschauplatten gedämmt, womit ein U-Wert von 0,13 - 0,17 W/m²K erreicht wird.
Das Steildach des Altbaus wurde neu aufgebaut und mit 20 cm Steinwolle gedämmt und erreicht einen U-Wert von 0,2 W/m²K.
Die Außenwände des Altbaus stehen unter Denkmalschutz und blieben unverändert.
Fensterqualität

Tausch der Fenster auf 3-fach-Wärmeschutzverglasung mit einem Ug-Wert von 0,6 W/m²K

Einbau außenliegenden Raffstores und innenliegender Blendschutzrollos
Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails Achten auf wärmebrückenfreien Einbau der Fenster
Luftdichtigkeitskonzept

Das Luftdichtigkeitskonzept wurde im Zuge der Sanierung verbessert.
Blower-Door-Test (Luftdichtheitstest) Ergebnis: n50 ≤ 0,74  h-1

 

 Haustechnik

 

Heizung

Zwei verschiedene Heizungssysteme, werden je nach Wärmeanforderung angesteuert:

  • Zwei Pelletskessel mit je einer Teillast je 40,5 kW und einer Nennlast je 135 kW, stellen Wärme (37 kWth) für die Warmwasserbereitung und Gebäudeheizung bereit.
  • Zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einer Leistung von je 60 kW decken einen weiteren Teil des Wärmebedarfs für die Gebäudebeheizung ab.
  • Für die Spitzenlastabdeckung stehen die Pelletskessel mit einer Leistung von 270 kWth zur Verfügung

Die Wärme wird über neue Leitungen in den Bauteilen verteilt und sowohl über Radiatoren und Konvektoren (Allgemein- und Nebennutzflächen) als auch über Fußbodenheizungen (Hauptnutzflächen) an die Räume abgegeben.

Kühlung
  • Kompressionskältemaschine mit einer Kälteleistung von 247 kWth
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen können reversibel betrieben und mit einer Kühlleistung von je 72 kWth zur Kältebereitstellung eingesetzt werden
  • Splitklimaanlagen für die Serverräume.

Die Kälteverteilung erfolgt über Fan Coils und die Fußbodenheizung.

Lüftung Die Be- und Entlüftung der Räume erfolgt über zentrale Lüftungsgeräte. Die Wärmerückgewinnung erfolgt über Rotationswärmetauscher mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 70-80%. Alle Geräte sind als Teilklimageräte mit Heizfunktion ausgerüstet.
Warmwasser Die drei Heizungssysteme, die für die Raumwärmeerzeugung eingesetzt werden, erzeugen zentral auch das Warmwasser für die Küche und den Hotelbetrieb. Die restlichen Bauteile werden dezentral mit Warmwasser versorgt.
Elektrik

Die Beleuchtung wurde großteils auf LED-Leuchten umgestellt. Der Strombedarf für die Beleuchtung kann dadurch von ca. 200.000 kWh/a auf ca. 70.000 kWh/a gesenkt werden.

Der Stromverbrauch wird teilweise über PV, der Rest aus Ökostrom aus dem Netz gedeckt.

Regelungstechnik Ein Gebäudeautomationssystem wurde installiert. 
Solaranlage

Es wurde ein thermische Solaranlage (ca. 23 m², 3000 l Speicher) und eine PV-Anlage (29,6 kWp) realisiert.

 

Energieeffizienz

 

Abwärmenutzung Die Lüftungsanlagen sind mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Umweltwärme aus der Umgebungsluft für die Wärmepumpen, Pellets und Solarenergie (thermisch wie elektrisch). Der Anteil erneuerbarer Energieträger beträgt nach Sanierung 100%.

     

Ergebnisse

Kosten

Investitionskosten Gesamte Investitionskosten ca. € folgt nach der Abrechnung

Beantragte Investitionskosten: € folgt nach der Abrechnung

Umweltrelevante Investitionskosten: € folgt nach der Abrechnung

Einsparungen im Betrieb Erwartete Energiekosteneinsparungen in 3 Jahren von € folgt nach der Abrechnung
Förderungen

Beantragte Investitionskosten: € folgt nach der Abrechnung

Umweltrelevante Investitionskosten: € folgt nach der Abrechnung

Förderbasis: € folgt nach der Abrechnung

Förderungen: € folgt nach der Abrechnung (entspricht einem Fördersatz von %)

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

folgt nach Abrechnung

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…) folgt nach Abrechnung
Empfehlungen folgt nach Abrechnung

 

 Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen folgt nach Abrechnung

 

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Mustersanierung: Projekte