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Bildungshaus Jägermayrhof

Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich (AK OÖ) setzte in Linz (OÖ) die Sanierung des Bildungshauses „Jägermayrhof“ um, welches um die Jahrhundertwende errichtet, in den 1950er Jahren umgebaut und 1972 erweitert wurde. Teile des Gebäudes stehen unter Denkmalschutz.

Die vier Bauteile haben bis zu zwei Geschoße inkl. Dachbodenausbau und sind zum Teil unterkellert. Im Zuge der Sanierung wurden Gebäudeteile abgebrochen und neu errichtet sowie andere Gebäudeteile dem Zustand entsprechend generalsaniert und die Nutzungsarten (Seminar-, Veranstaltung-, Büro-, Hotel-, Gastronomie- und Freizeitbereich) neu organisiert. Außerhalb des Gebäudes wurde außerdem eine Tiefgarage mit 49 Stellplätzen errichtet.

Das Gebäude wies bei den vier Bauteilen unterschiedliche Dachformen auf (Satteldach, Flachdach) welche im Rahmen der Sanierung teilweise neu aufgebaut und gedämmt wurden. Die Außenwände wurden mit einem Wärmedämmverbundsystem bzw. mit einer hinterlüfteten Fassade mit Steinwolle gedämmt sowie die Fenster getauscht. Die Außenwände des unter Denkmalschutz gestellten Gebäudeteils wurden nicht thermisch saniert.

Das Gebäude wurde zuvor mit zwei Gaskesseln beheizt. Nach der Sanierung wird nun das Gebäude über eine Kombination aus Pelletskessel, Luft/Wasser Wärmepumpe, thermischer Solaranlage sowie PV-Anlage und einer konventionellen Kältemaschine konditioniert.

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Caritas der Diözese St. Pölten

Das Gebäude der Caritas der Diozöse St. Pölten in Pöggstall wird einer thermischen Sanierung unterzogen. Dabei wird der erhöhte Platzbedarf durch eine Erweiterung der Bruttogeschossfläche von 916 m² auf 1.562 m² gedeckt. Durch einen neuen Vollwärmeschutz kann der jährliche spezifische Heizwärmebedarf von 66,11 kWh/(m³a) auf 6,63 kWh/(m³a), trotz Gebäudeerweiterung, gesenkt werden. Diese und folgend beschriebene Maßnahmen setzen einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle beinhalten einen Vollwärmeschutz bestehend aus 16 cm Fassaden-Wärmedämmplatten. Dadurch wir eine U-Wert-Verbesserung auf 0,10 - 0,17 W/(m²K), für die verschiedenen Außenwände, erreicht. Weiters wird die Wand zum unbeheizten Dachraum mit 14 cm Steinwolle gedämmt und ein U-Wert von 0,11 W/(m²K) erreicht. Erdberührte Wände erhalten 16 cm XPS- Platten, um den U-Wert auf 0,38 W/(m²K) zu senken. Neue PVC-Fenster mit Wärmeschutzverglasung und Außenjalousien reduzieren den Heizenergieverbrauch im Winter und den Kühlenergieverbrauch im Sommer.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 88 % wird zur energetischen Gebäudeoptimierung eingebaut.

Die Wärmeversorgung wird von einem Heizölkessel auf einen Pelletskessel mit einer Leistung von 98 kW umgestellt. Die Flachkollektor-Solaranlage speist in einen 1.800 Liter Pufferspeicher ein, und trägt zu 30 % zur Warmwasserbereitung und zu 70 % zur Heizungsunterstützung bei. Die neue Heizungsverteilung erfolgt über eine Niedertemperatur-Fußbodenheizung sowie Radiatoren.

Zur Steigerung der elektrischen Energieeffizienz wird das Beleuchtungssystem optimiert. Energiesparende Leuchten sollen den Gesamtstromverbrauch um 35 % senken. Eine 134,4 m² Photovoltaikanlage mit einer Peakleistung von 20 kW deckt den zukünftigen Eigenbedarf zu 100 % und speist zusätzlich jährlich 4,4 MWh Energie ins Netz ein.

 
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