subbildprojekte

Kontakt

Marktgemeinde Thaya

Ansprechperson: Alois Semper

A-3842 Thaya, Hauptstraße 32

E-Mail

Website

Planung

Energieausweise

Marktgemeinde Thaya, Ordinationsgebäude

Executive Summary

Die Marktgemeinde Thaya führte die Sanierung des als Bürogebäudes genutzten, ehemaligen Bahnhofsgebäudes der Gemeinde in Thaya (NÖ) aus dem Jahr 1903, welches nun als Ordinationsgebäude für den Gemeindearzt genutzt wird, durch. Das Gebäude befindet sich in der Klima- und Energiemodellregion Zukunftsraum Thayaland.

Das Gebäude aus dem Jahr 1903 ist nicht unterkellert und ruht auf einem Sockelmauerwerk aus behauenen Granitblöcken. Die Außenwände des T-förmige Grundrisses wurden aus 50 cm starken beidseits verputzten Vollziegelwänden erbaut. Für den Ordinationsbetrieb war zusätzlicher Raumbedarf gegeben. Der Ausbau von einem Bruttoraumvolumen von 488,9 m3 auf 677,31 m3 wurde so in den Bestand integriert, dass sich durch diese Erweiterungsmaßnahmen das Oberflächen-Volums-Verhältnis verbessert.

Das früher als Büro genutzte Gebäude wurde bisher mit Kohle beheizt. Die Warmwasseraufbereitung erfolgte elektrisch. Nun erfolgt sowohl die Beheizung des Gebäudes als auch die Warmwasseraufbereitung durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, die darüber hinaus auch für passive Kühlung verwendet werden kann. Der Strom für die Wärmepumpe und die restlichen Stromverbraucher wird klimaneutral durch eine neue Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 11,39 kW erzeugt, welche genügend Strom zur Erreichung des Standards eines Plusenergiegebäudes liefert und Ökostrom in das Netz einspeist.

Ausgangszustand
Eigentümer/ Betreiber Marktgemeinde Thaya
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Alois Semper, Marktgemeinde Thaya
Matthias Weißkirchner, Energieagentur der Regionen
Architekt

Arch. DI Dietrich Waldmann
Doblerstraße 8
A- 3830 Waidhofen/Thaya

techn. Planer

Franz Strohmayer BauGesmbh, 3842 Thaya

Holzbau Willibald Longin GmbH, 3843 Dobersberg

Standort Bahnhofstraße 14, A- 3852 Thaya
Gebäudetyp Ordination
Errichtungsjahr 1903
Größe (BGF) 130,4 m2 vor der Sanierung
169,6 m2 nach der Sanierung
Zustand/ Ausstattung Bestand Bausubstanz des ehemaligen Bahnhofs war in Ordnung. Das Gebäude entsprach nicht mehr dem Stand der Technik. Auch die Anforderungen für eine geänderte Nutzung wurden durch das Gebäude nicht mehr erfüllt.

 

 Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Gesamtsanierung des Gebäudes in der Klima- und Energiemodellregion Zukunftsraum Thayaland; Umsetzung notwendiger Zubauten für den Ordinationsbetrieb

 

Ziele
Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort Schaffung zusätzlichen Raumes für den Ordinationsbetrieb, Verbesserung des Oberflächen-Volums-Verhältnisses, Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe, Errichtung einer Photovoltaik-Anlage, Erreichung des Plusenergie-Standards für das Gebäude
Ziele Planer Eine attraktive und zeitgemäße Ordination mit hoher Energieeffizienz sowie hohem Nutzungskomfort für Angestellte und Patienten zu schaffen. 

 

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten Dämmung der Außenwände: vertikale 6/24 Riegel aus Konstruktionsvollholz mit Zellulosedämmstoff ausgeblasen
Giebel und Kniestockwände im Bereich des unbeheizten Dachbodens wurden sowohl an der Innen- wie an der Außenseite gedämmt
Der bestehende Fußboden wurde abgebrochen und das Erdreich im Inneren des Gebäudes um rund einen halben Meter abgegraben. Auf einer kapillarbrechenden Schicht wurde eine Sauberkeitsschichte mit horizontaler Feuchtigkeitsisolierung eingebracht. Darüber folgt eine 20 cm dicke Dämmschüttung, eine Trittschalldämmung mit Estrich und eine Fußbodenheizung. Auf der bestehenden Tramdecke mit Mausboden, Schlackebeschüttung und Ziegelbelag wurde eine 30 cm dicke Dämmung aus Zellulose zwischen die Träger eingeblasen.
Baustoffe

Zellulosedämmung in Außenwänden und oberster Geschoßdecke

Fensterqualität Passivhaus-zertifizierte Holz-Alu-Fenster 
Luftdichtigkeitskonzept

Wärmebrückenfreier Einbau der Fenster in der Dämmebene
Wärmebrücke im Sockelbereich wurde durch Anbringen einer 20 cm starken Perimeterdämmung bis zur Unterkante des Fundaments entschärft

 

Haustechnik

Heizung Wärmeerzeugung mit Sole-Wasser-Wärmepumpe, Leistungszahl (COP) von 4,5
Kühlung Keine aktive Kühlung. Ursprünglich war geplant, die Wärmepumpe als Freecooling-System zu verwenden, bei dem das Grundwasser ohne Einsatz der Kompressoren im Kreis gepumpt und die natürliche Kälte des Grundwassers genutzt wird. Es stellte sich jedoch heraus, dass die eingesetzte Wärmepumpe nicht zur aktiven Kühlung eingesetzt werden kann.
Lüftung Lüftungsgerät mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung in Abhängigkeit von der geförderten Luftmenge zwischen 82 und 86% (PHI zertifiziert); kann stufenlos an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Zur Optimierung des Betriebs wird die Anlage über einen CO2-Sensor gesteuert.
Warmwasseraufbereitung

Zentral mit Sole-Wasser-Wärmepumpe

Elektrik

Eine 53,7m² PV-Anlage mit einer Leistung von 11,39kWp liefert Strom
LED-Leuchten

Solaranlage Nutzung der Sonnenenergie mithilfe einer PV-Anlage (Modulfläche 53,7 m², Peakleistung 11,39 kW). Diese liefert jährlich rund 11,5 MWh an Strom.

 

Energieeffizienz

Abwärmenutzung

Die Wärme der Abluft wird mit einem Wärmetauscher im Lüftungsgerät zurückgewonnen und der Zuluft zugeführt.

Nutzung Erneuerbarer Energiequellen PV-Anlage am Dach

Beheizung und Kühlung mittels Sole-Wasser-Wärmepumpe

 

 

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

 

Heizwärmebedarf/ vorher

77,4 kWh/(m³a)

bzw.  334,3 kWh/(m²a)

Heizwärmebedarf/ nachher

7,7 kWh/(m³a)

bzw. 27,3 kWh/(m²a)

Kühlbedarf/ vorher 0,0 kWh/(m³a)
Kühlbedarf/ nachher 0,6 kWh/(m³a)

 

 

Kosten

Investitionskosten Beantragte Investitionskosten: folgt nach Abrechnung

Umweltrelevante Investitionskosten: folgt nach Abrechnung

Einsparungen im Betrieb

Gesamte kalkulierte Energiekosteneinsparungen in 3 Jahren: €

Förderungen Beantragte Investitionskosten: € folgt nach Abrechnung

Umweltrelevante Investitionskosten: € folgt nach Abrechnung

Förderbasis: € folgt nach Abrechnung

Förderungen: € folgt nach Abrechnung

 

Performance

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung
Herstellung

Luftdichtheit bestätigt durch Baumeister

n50 = < 1,5 h-1

 

Dokumentation

Bauphase

Chronologie/ Bautagebuch

Baubeginn: Oktober 2013

Fertigstellung: Juni 2014

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs-/Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele) Die Zusammenarbeit zwischen Bauherren und Planern hat gut funktioniert. Der sehr enge Zeitplan konnte eingehalten werden.
Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

Es gab keine Schwierigkeiten bie der Sanierung

Empfehlungen
Wenn Bausubstanz in gutem Zustand, dann immer Sanierung statt Neubau, um jene Ressourcen zu nutzen, die bereits vorhanden sind.

 

Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen Sehr positives Feedback der Ärztin
Auch die Bevölkerung ist zufrieden, trotz des nunmehr weiteren Weges zur Arztpraxis.

 

  • Ansichtmittel
  • Rueckansichtmittel
  • Abrissmittel
  • Innenmittel
  • Innenmittel2
  • Elektromittel
  • Empfangmittel2
  • Ordimittel
  • Ordi2mittel
 
Mustersanierung: Projekte