subbildprojekte

Kontakt

Marktgemeinde Kirchstetten

Ansprechperson: Matthias Zawichowski

Wienerstraße 32, 3062 Kirchstetten

E-Mail

 

Planung

Energieausweise

Marktgemeinde Kirchstetten, Amtsgebäude

Executive Summary

Die Marktgemeinde Kirchstetten saniert das Amtsgebäude aus dem Jahr 1977. Die Gemeinde Kirchstetten ist Teil der Energieregion Elsbeere Wienerwald. Das Gebäude beherbergt die Räumlichkeiten der Gemeinde (Bürgerservice, Bürgermeisterzimmer etc.), eine Musikschule sowie einen Veranstaltungssaal. Aufgrund der geometrisch unvorteilhaften Verbauung, soll ein angrenzendes Nebengebäude mit einer Mediathek abgerissen und ins Hauptgebäude integriert werden. Durch diesen Anbau an das Amtsgebäude steigt das Bruttoraumvolumen von derzeit 4.100 m3 auf 5.692 m3 an.

Die Raumheizung und Warmwasseraufbereitung erfolgte bisher mit Heizöl. Künftig soll sowohl die Raumheizung als auch die Warmwasseraufbereitung mittels Biomasse erfolgen. Als Effizienzmaßnahme wird die Beleuchtung von Glühbirnen und T8-Leuchtstoffröhren auf LED umgestellt.

Im Zuge der thermisch-energetischen Gebäudesanierung werden die Außenwände, das Flachdach, die Geschossdecke sowie der Fußboden neu gedämmt. Die bestehenden Fenster werden durch Holz-Alu-Fenster mit Wärmeschutzglas ersetzt. Für die Beschattung werden außenliegende Raffstoren angebracht. Durch die Sanierungsmaßnahmen sinkt der mittlere U-Wert des Gebäudes von 0,88 auf 0,194 W/m2K.

 

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Marktgemeinde Kirchstetten
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Matthias Zawichowski
Planer Neulengbacher Kommunalservice GmbH
Umseerstraße 285
3040 Neulengbach
www.neukom.at
Standort Wienerstraße 32, 3062 Kirchstetten
Gebäudetyp Gemeindeamtsgebäude
Errichtungsjahr Bestandsgebäude Der Kern des Bäudes wurde rund um 1900 erbaut, der Hauptteil 1977 zugebaut.
Fertigstellung Sanierung 2016
Größe Bestand (BGF)

1020 m² BGF

Größe Sanierung (BGF) 1469 m² BGF
Zustand/ Ausstattung Bestand Bestand wies eine schlechte Energiebilanz auf

 

 Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Modernisierung des in die Jahre gekommenen Gemeindeamtes und Vorbildwirkung des Gebäudes; schlechte Energiebilanz des Bestandsgebäudes

 

Ziele

Ziele Bauherr

Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

Durch die Mustersanierung soll der thermische Standard der Gebäudehülle deutlich erhöht werden; das Gebäude soll als Vorzeigeprojekt der Bevölkerung die Themen Gebäudedämmung und Nutzung Erneuerbarer Energien näherbringen;

Durch die Sanierung soll das Gebäude modernisiert und an die modernen Standards angepasst werden, sowie das Arbeitsklima der Gemeindebediensteten verbessert werden;

Die regionale Wertschöpfung wird durch Beziehen des Hackguts der Heizungsanlage aus der Region gefördert

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten
  • Dämmung der Außenwände mit 20 cm XPS bzw. EPS-F reduziert den U-Wert auf 0,16 W/m²K;
  • Dämmung des Flachdachs mit 40 cm XPS bewirkt U-Wert-Reduktion auf 0,09 W/m²K;
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke mit 45 cm starker Zellulose-Dämmung liefert einen U-Wert von 0,15 W/m²K;
  • Dämmung der Kellerdecke ergibt einen U-Wert von 0,16 – 0,19 W/m²K;
In Summe bewirken die Maßnahmen eine Reduktion des mittleren U-Werts des Gebäudes von 0,88 W/m²K auf 0,19 W/m²K
Baustoffe

Fassade: XPS und EPS-F

Decke: Zellulose

Flachdach: XPS

Kellerdecke: Mineralwolle
Fensterqualität Ersetzen der bestehenden Fenster durch Holz-Alu-Fenster mit Wärmeschutzglas (U-Wert 0,92 W/m²K) mit geregelten Außenjalousien

 

Haustechnik

Heizung Hachkgutheizung mit 80 kW maximaler Heizlast inkl. Lagerraum für das Heizgut
Kühlung Keine Kühlmaßnahmen erforderlich.
Lüftung Raumlüftung erfolgt sowohl vor, als auch nach der Sanierung über Fensterlüftung
Warmwasser Gemeinsam mit Heizung
Elektrik

Effizienzsteigerung durch Umstieg von Glühbirnen und T8-Leuchtstoffröhren (ca. 180 Stück)  auf LED (ca. 160 Stück), eingesparte Energiemenge etwa 6630 kWh/a

Regelungstechnik Raumthermostat-Zonenregelung mit Zeitsteuerung, individuelle Wärmeverbrauchsermittlung

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung Aufgrund einer geometrisch unvorteilhaften Verbauung des Gebäudes wurde ein Nebengebäude, das nicht ausreichend gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet war und eine unwirtschaftlichen Sanierung erfordert hätte, abgebrochen und in das Hauptgebäude integriert, wodurch die Außenfläche reduziert, die Nutzfläche aber gleich bleiben konnte.
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Biomasse (Hackgut)

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 55,20 kWh/m³a
Heizwärmebedarf/ nachher 6,78 kWh/m³a
Erwartete CO2- Einsparung

123,31 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr

 

Kosten

Investitionskosten Beantragte Investitionskosten: 1.146.800,00

Umweltrelevante Investitionskosten: 1.123.980,00

Förderungen

Förderbasis: 715.543,00
Förderungen: 305.208,00

 

Dokumentation

 

Bautagebuch

  • Baubeginn: 2013
  • Fertigstellung 2016
Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Wurden die Ziele erreicht? Alle Ziele   –   Energieeinsparung, Funktionalität, ein Haus mit vielen verschiedenen Funktionen wie Bücherei, Musikschule, Mutterberatung, Unterkunft für Vereine, usw., freundliche, zeitgerechte Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und höchste Qualität für den Bürgerservice   -   wurden voll und ganz erreicht.
Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

Die Planung selbst erfolgte ja von uns selbst. Die Umsetzung wurde aber von der Fa. Kommunal Net GmbH. geleitet und die Zusammenarbeit mit dieser war hervorragend.

Auf einer so großen Baustelle gibt es natürlich immer wieder kleine Reibungspunkte. Vor allem, da ja der laufende Betrieb immer fortgeführt werden musste. Lärm, Staub und Schmutz waren da für die Mitarbeiterinnen doch manchmal eine größere Belastung.

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…) Hier gab es keinerlei Probleme
Empfehlungen Gezielte Vorbereitung und Planung sind wichtige Voraussetzungen und immer auf der Baustelle präsent sein. So können etwaige Missstände oder Fehler schon sehr früh beseitigt oder verhindert werden

 

Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen Unseren Mitarbeiterinnen macht das Arbeiten in den hellen, freundlichen, großzügig angelegten Räumlichkeiten des Bürgerservice viel Freude und die Bürgerinnen und Bürger erleben nun ein völlig neues „Amtsgefühl“. Allgemeiner Tenor: man geht gerne in das Amtshaus und man arbeitet gerne dort.

 

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Mustersanierung: Projekte