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Kontakt

Marktgemeinde Absdorf

Ansprechperson: Bürgermeister Franz Dam

A-3462 Absdorf, Hauptplatz 1

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Planung

Energieausweise

Marktgemeinde Absdorf, Rathaus

Executive Summary

Die Marktgemeinde Absdorf, welche Mitglied der Klima- und Energieregion Wagram ist, führte eine umfassende Sanierung des Rathauses Absorf aus dem Jahre 1910 durch. Der Altbauteil des Rathauses Absdorf mit einer Fläche von 264 m2 wurde 1986 um einen ca. 155 m2 großen Zubau im Südwesten erweitert. Dieser Zubau wurde seither als Aufenthalts-, Lagerraum und Werkstatt für die Gemeindearbeiter (Bauhof) genutzt. Im Zuge der Sanierung wurde dieser teilweise abgebrochen, der Fußboden des Erdgeschosses auf das Niveau des Alttraktes angehoben und darüber ein zweigeschoßiger Zubau errichtet. Durch diese Maßnahme stieg die Bestandsfläche von 419 m2 auf 560 m2 und das Bruttovolumen 1.634 m3 (inklusive Zubau von 1986) auf 2.205 m3.


Im Zuge der Sanierung wurde die komplette Gebäudehülle thermisch verbessert. Der Heizwärmebedarf wurde einst durch Elektroradiatoren bereitgestellt, welche durch eine Grundwasserwärmepumpe ersetzt wurden. Die Deckung des Warmwasserbedarfs erfolgt mittels Durchlauferhitzer. Auf das Dach des Gebäudes wurde zudem eine Photovoltaik-Anlage installiert, welche etwa 60 % des elektrischen Energiebedarfs bereitstellt. Der verbleibende Strombedarf wird als Ökostrom aus dem Stromnetz bezogen.

Ausgangszustand

Gebäude

Eigentümer/ Betreiber Marktgemeinde Absdorf
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Bgm. Franz Dam

Thomas Wagner, Energy Changes Projektentwicklung GmbH

Architekt We.st Architekturbüro DI Peter Wenzel

A-2120 Wolkersdorf

Standort A-3462 Absdorf, Hauptplatz 1
Gebäudetyp Rathaus
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1910, Zubau 1986
Größe (BGF)

419 m² vor Sanierung

560 m² nach Sanierung

Zustand/ Ausstattung Bestand Aufgrund eines gestiegenen Raumbedarfs nötige Aufstockung des Zubaus, die bestehende Bausubstanz genügte nicht mehr den modernen Standards, wie etwa Barrierefreiheit und Komfortansprüchen

 

 Motiv der Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Thermische Sanierung nahe Passivhausqualität, Effizienzsteigerung durch Erneuerung der Beleuchtung und der Haustechnik;
Vorbildwirkung des zentral gelegenen Baus mit gut sichtbarer PV-Anlage und hocheffizienter Sanierung bei gleichzeitiger Erhaltung der Gebäudecharakteristik

 

Ziele

Vision

Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort Im Zuge der Sanierung sollten ein besserer thermischen Standard und eine Modernisierung des Gebäudes zur Komfortsteigerung erreicht werden.
Das Gebäude soll als regionaler Musterbau eine Vorbildwirkung für Sanierungsprojekte haben.
Ziele Planer Von Beginn der Planung stand eine umfassende Sanierung mit dem Ziel, bestmögliche Energieeffizienz zu erreichen, im Fokus. Zum Erreichen der Barrierefreiheit und des Niedrigstenergiestandards war hierfür das Abtragen des Bodenaufbaus im Erdgeschoß erforderlich.
Um eine optimale Frischluftzufuhr bei geringen Lüftungsverlusten erreichen zu können, wurde eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung realisiert.
Um das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes erhalten zu können, wurde im Bedarfsfall innenseitig gedämmt.

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten Flachdach Neubau: 35 cm Styrodur
Oberste Geschossdecke: 30 cm EPS W20 Plus
Außenwände Altbau: 4 cm Innendämmung Sto-Aevero 016
Außenwände Zubau (1986): 20 cm EPS F Plus
Außenwände Neubau: 20 cm EPS F Plus
Baustoffe Styrodur, EPS F Plus, EPS W 20 Plus, tlw. Sto-Aevero 016 Innendämmung
Fensterqualität Holz-Alu Konstruktion mit 3 Scheiben Wärmeschutzverglasung und Raffstores im Süden und Westen, UW < 1 W/m²K
Umbauten/Erweiterungen An der Ostseite des Altbaus schließt das Nachbargebäude direkt an, Zubau (1986) und der Neubaubereich werden gleichermaßen gedämmt
Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails Austausch sämtlicher Fenster

 

Haustechnik

Heizung

Bereitstellung durch eine Grundwasserwärmepumpe mit geringer Spreizung der Vor- und Rücklauftemperatur, zentrale Regelung
Wärmeeinbringung über Fußbodenheizung sowie durch gebläseunterstützte Radiatoren im Stiegenhausbereich

Kühlung Keine Kühlmaßnahmen erforderlich.
Lüftung Wohnraumlüftung über Lüftungsgeräte mit integrierten Rotationswärmetauschern mit doppelschaligem, wärme- und schallgedämmten Gehäuse aus Aluzink-Blech
Hocheffiziente Wärme- und Feuchterückgewinnung (Herstellerangabe: 86 % bzw. 87 % Wirkungsgrad)
Warmwasser Aufgrund der Gebäudenutzung (Verwaltungsgebäude) ist der Warmwasserbedarf relativ gering und erfolgt dezentral über Elektro-Kleinspeicher.
Elektrik

Umstellung der gesamten Gebäudebeleuchtung auf LED, neuinstallierte Gesamtleistung 4,5 kW

Eine 7 kWp Photovoltaikanlage wurde installiert.

Solaranlage

Die Sonnenenergie wird durch eine PV-Anlage in Strom umgewandelt. Installation einer Photovoltaik-Anlage (7 kWp) am Flachdach des Zubaus, ganztags unverschattet, Neigungswinkel 20°

 

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung Umstellung der gesamten Beleuchtung auf LED
Nutzung Erneuerbarer Energiequellen Durch die Grundwasserwärmepumpe wird Umgebungswärme zur Wärmeerzeugung genutzt.

Die Photovoltaikanlage nutzt die Sonnenenergie zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom über viele Jahre.

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 45,55 kWh/(m³a)

Bzw. lt. EA (Energieeffizienzklasse E): 177,00 kWh/(m²a)

Heizwärmebedarf/ nachher 19,3 kWh/(m³a)

bzw. lt EA(Energieeffizienzklasse A): 21,2 kWh/(m²a)

Kühlbedarf/ vorher 0 kWh/(m³a)
Kühlbedarf/ nachher

0,42 kWh/(m³a)

Trotz dieser Erhöhung wird das vorgeschriebene Kriterium eingehalten.

Spezifische Heizlast Vorher: 79,03 W/(m²BGF)

Nachher: 19,67 W/(m²BGF)

Berechnete CO2-Einsparung 26,77 t/a
Erwartete Kosteneinsparung im Betrieb Durch die thermische Sanierung konnten Einsparungen an Heizkosten von ... erreicht werden. (wird erst nach Ende des ersten Jahres ermittelt) 

Gesamte kalkulierte Energiekosteneinsparungen in 3 Jahren: 33.498 €

 

Kosten

Investitionskosten Beantragte Investitionskosten: 548.400 €

Umweltrelevante Investitionskosten: 457.555 €

Einsparungen im Betrieb Durch die verbesserte thermische Hülle und die Wärmerückgewinnung der Lüftung werden Heizkosten gespart. Gemeinsam mit den zu erwartenden Stromeinsparungen durch die Beleuchtungsoptimierung und die Installation einer PV-Anlage werden die Energiekosteneinsparungen in 3 Jahren mit 33.498 €  berechnet.
Förderungen

Beantragte Investitionskosten: 548.400 €

Umweltrelevante Investitionskosten: 457.555 €

Förderbasis: 339.758 €

Förderungen: 137.288 €  (entspricht einem Fördersatz von 40 %)

 

Dokumentation

Baubeginn: Dezember 2013

Fertigstellung: Juli 2014

Eröffnung: August 2014

Persönliche Erfahrungen

Planungs- und Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele)

Alle gesteckten Ziele konnten erreicht werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Bauherren und Planern und auch mit den Behörden war problemlos.

Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…) Keine Hindernisse
Empfehlungen Wir würden das Projekt genauso wieder umsetzen.

Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen  Die Nutzungskomfort ist hervorragend.

 

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