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Gemeinde Karlstein an der Thaya

Ansprechperson: Markus Teubel

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Planung

Energieausweise

Amtsgebäude, Karlstein an der Thaya

Executive Summary

Die Marktgemeinde Karlstein nahm eine umfassende thermisch-energetische Sanierung an ihrem Amtsgebäude vor. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1987, ist zweigeschossig und hat zwei Stiegenhäuser. Darin befinden sich neben dem Gemeindeamt ein Uhrenmuseum, ein Wählamt, ein Sitzungssaal und eine Arztordination. Im Zuge der Sanierung wurden die vorhandenen Räumlichkeiten zu neuen Amtsräumen mit Bürgerservice für die Gemeinde umgebaut und das Museum im Obergeschoss erweitert. Im nordöstlichen Teil des bestehenden Amtsgebäudes werden die Räumlichkeiten im Erd- und Obergeschoss umgebaut. Dabei wird eine neue Volksschule eingebaut und an der Ostseite wird ein Zubau errichtet.

Im Rahmen der thermischen Sanierung wurden die Fassadenflächen, die Kellerdecke, der Fußboden und die oberste Geschossdecke gedämmt. Weiters wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Die Heizungsanlage wurde optimiert und auf biogene Fernwärme umgestellt. Durch die Sanierungsmaßnahmen sank der mittlere U-Wert des Gebäudes von 1,02 auf 0,22 W/m²K.

Zur optimalen Belüftung wurde eine mechanische Lüftungsanlage mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 80% zur Versorgung der Räumlichkeiten installiert. Um die unterschiedlichen Nutzungen der Räumlichkeiten des Gebäudes optimal zu berücksichtigen, wurde eine Zonensteuerung kombiniert mit Regelventilen für die Heizungsanlage umgesetzt, welche es ermöglicht je nach Nutzung und Anforderung die gewünschte Temperatur zu erreichen.

 

Ausgangszustand
Eigentümer/ Betreiber Marktgemeinde Karlstein an der Thaya
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Energieagentur der Regionen, Otmar Schlager
Architekt

Architekt Friedreich ZT GmbH
Mühlweg 6, 3822 Karlstein
www.friedreich.eu

techn. Planer Büro Pölzl, 2011 Unterparschenbrunn
Standort  Wilhelm Matzinger – Straße 2, 3822 Karlstein an der Thaya
Gebäudetyp Öffentliches Gebäude, Amtshaus
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1987
Größe Bestand (BGF) 1.169 m²
Größe nach Sanierung (BGF) 1.400 m²
Zustand/ Ausstattung Bestand Ziegelwände, Kellerdecke, oberste Geschoßdecke und erdberührte Böden ohne Wärmedämmung, Kunststofffenster mit Wärmeschutzverglasung.

Motiv für die Sanierung

Motiv Änderung des Raumbedarfes (Volksschule, Bürgerservice Gemeinde), Verringerung des Energieverbrauches.
Ziele
Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort

Zielsetzung ist eine Gesamtsanierung des Gebäudes, d.h. Dämmung der Fassaden sowie der Keller- und Obersten Geschossdecken aber auch der erdanliegenden Fußböden, Umstellung des Heizungssystems auf Fernwärme aus Biomasse, Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Anbringung von Verschattungssystemen und Einführung eines Energiemonitoring-Systems

Die Sanierungsschritte sollen so durchgeführt werden, dass der Betrieb im gesamten Gebäude nicht gestört wird und durchgehend aufrecht bleibt

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Außenwand: Vollziegel-Mauerwerk mit 18 cm Dämmstoff (EPS) – (U-Wert 0,16 W/m²K)

Kellerdecke: Betonhohldielen mit 7-8 cm Tektalan-Platten - (U-Wert 0,3 W/m²K)

oberste Geschossdecke: Betonhohldielen mit 32 cm Dämmstoff (EPS) – (U-Wert 0,1 W/m²K)

Der gesamte derzeit ungedämmte Fußboden wird erneuert und mit 21 cm Thermotec gedämmt - (U-Wert 0,2 W/m²K)
Baustoffe EPS, Tektalan, Styroporschüttung Thermotec
Fensterqualität Fenstertausch
Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails Einbau der neuen Fenster und Türen gemäß ÖNorm

 Haustechnik

Heizung  Umstellung von fossiler Nahwärme auf biogene Fernwärme; Heizkörper bleiben bestehen; Zonierung der Wärmeverteilung
Kühlung Keine aktive Kühlung
Lüftung Kontrollierte Be- und Entlüftung mit 80% Wärmerückgewinnung
Bedarfsorientierte Lüftung in den Klassen mit CO2-Steuerung
Elektro Es wurde ein Monitoringsystem umgesetzt um laufende Verbräuche zu analysieren und optimieren zu können.
Regelungstechnik Um die unterschiedlichen Nutzungen der Räumlichkeiten des Gebäudes optimal zu berücksichtigen, wurde eine Zonensteuerung kombiniert mit Regelventilen für die Heizungsanlage umgesetzt, welche es ermöglicht je nach Nutzung und Anforderung die gewünschte Temperatur zu erreichen. Durch diese Maßnahme wird die Durchschnittstemperatur in den Räumen um 1-2°C gesenkt und damit der Heizwärmeverbrauch um etwa 4,5 MWh/a reduziert werden.
Strom
Umstieg auf Ökostrom
Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche bzw. pro Kubikmeter beheiztes Voumen, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Reverenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen

Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf/ vorher 45,4 kWh/m³a
Heizwärmebedarf/ nachher 8,1 kWh/m³a

Folgende Werte gelten für das sanierte Gebäude:

Kühlbedarf 0,7 kWh/m3a
Erwartete CO2- Einsparung 59,32 t/a
Erwartete Kosteneinsparung im Betrieb ca. 2.850 €/a

Kosten

umweltrelevante Investitionskosten

folgt

Einsparungen im Betrieb folgt
Kosten je m2 BGF folgt
Dokumentation
Baubeginn

 1. Bauabchnitt: November 2016

2. Bauabschnitt: November 2017

Fertigstellung

1. Bauabschnitt: September 2017

2. Bauabschnitt: 2018

Persönliche Erfahrungen

Planungs-/Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practise Beispiele) Die Zusammenarbeit mit Planern und Behörden war konstruktiv.
Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…) Durch den Konkurs eines Unternehmens verzögerte sich die Umsetzung.
Nutzungskomfort/ Erfahrungen folgt

 

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Mustersanierung: Projekte