subbildprojekte

Kontakt

BIPA Parfümerie GmbH

DI (FH) Stefan Pany
Prokurist
Leitung Bautechnik

Industriezentrum NÖ-Süd
Straße 3, Obj. 16
2355 Wiener Neudorf


s.pany@bipa.at
www.bipa.at

Planung - Schema Energiekonzept

Energieausweis

Bipa, Wien

Executive Summary

Unter dem Motto „pink goes green˝ wurde die Filiale Kärntnerstraße zum energieeffizienten Flagshipstore innerhalb der 560 Filialen der Drogeriemarktkette. Jährlich sollen 50 weitere, nach diesem Vorbild, umgerüstet werden. Wesentliche Kennzeichen der Sanierung sind Abwärmerückgewinnung aus der Lüftung, ein passivhausgeprüftes Glasportal an der Straßenfassade und die Dämmung der Kellerdecke. Energieeffiziente Beleuchtung senkt den Kühlbedarf, der im Handel meist mehr zu Buche schlägt, als der Heizbedarf. Einzig, die direkte Nutzung von Solarenergie am Dach des Hauses, ließ sich nicht verwirklichen, da der Vermieter nicht zustimmte.

pink goes green: Bipa, Wien

Ausgangszustand
Eigentümer/ Betreiber BIPA Parfümerie GmbH
Ansprechpartner / Kontaktpersonen DI Siegfried Schattauer
Standort 1010 Wien, Kärntnerstraße 1-3
Gebäudetyp Gewerbebetrieb
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1984
Größe (BGF) 210 m2
Ziele

Wünsche/Ziele Bauherr

  • „pink goes green” BIPA realisiert next generation Filialen der Nachhaltigkeit.
  • Modernisierung der Filialen, ganzheitliches Modell für klimaschonende Sanierung -> Vorzeigeobjekte
  • Einsatz von Passivhauskomponenten (u.a. umfassende Überarbeitung des Lichtkonzeptes, Dreischeiben-Verglasung U <= 0,7 W/(m2K), Lüftungsgerät mit 80% WRG) Verringerung Heizenergie Verringerung CO2 Ausstoß.

Ziele Planer

Einsatz von möglichst vielen Passivhauskomponenten bei der Sanierung eines Geschäftslokals im Bestand.

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten

Die Außenw­­­­and der Portalseite besteht aus 5 cm Wärmedämmung, die von 1 mm dickem Blech ummantelt ist. Dies ergibt einen U-Wert von 0,704 W/m2K. Seit der Sanierung, ist die Fassade mit der oben angeführten Passivhaus-Verglasung voll verglast.

Die Dämmung der Geschossdecke hofseitig, wurde von 5 cm auf 30 cm erhöht. Durch diese Maßnahme sinkt der Wärmeverlust über die oberste Geschoßdecke um etwa 80% und ergibt einen neuen U-Wert von 0,127 W/m2K.

An der Kellerseite des bisherigen Aufbaus werden 16 cm dicke Kellerdämmplatten aufgebracht. Dieser neue Aufbau ergibt einen U-Wert von 0,155 W/m2K.

An der Kellerseite des bisherigen Aufbaus werden 16 cm dicke Kellerdämmplatten aufgebracht. Dieser neue Aufbau ergibt einen U-Wert von 0,155 W/m2K. Dies verringert die thermischen Verluste über die Kellerdecke um drei Viertel.

Fensterqualität Drei-Scheiben-Isolierverglasung U = 0,7 W/(m2K)

Haustechnik

Heizung Fernwärme Wien
Torluftschleier
Lüftung WRG 80%
Elektro

Umstellung auf Grünstrom (zu 100% aus Wasserkraft),

Hocheffiziente Rasterleuchten, Leuchtenwirkungsgrad > 70%

Energieeffizienz

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

Einsprung von Heizenergie durch thermische Sanierung (80%)

Effizienzsteigerung der Beleuchtung: Hocheffiziente Rasterleuchten, Leuchtenwirkungsgrad > 70%, Senkung Stromverbrauch um 35%

Verringerung CO2 Ausstoß -> Wechsel zu Grün-Strom.

Abwärmenutzung Aus der Abluft über die Lüftungsanlage
Nutzung erneuerbarer Energiequellen Um den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern zu erhöhen, steigen diese Filialen auf Grünstrom um, der zu 100% aus Wasserkraft gewonnen wird. Die Einsparungen stehen im Vergleich zum Strommix vom bisherigen Stromlieferanten EAH Austria.
Besondere Lösungen Senkung des Kühlbedarfs durch energieeffizientes Beleuchtungskonzept.
Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen. Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen oder zu erhalten.

Heizwärmebedarf HWB/vorher 100,56 kWh/(m2a)
 Heizwärmebedarf HWB/nachher  13,89 kWh/(m2a)

Folgende Werte gelten für das sanierte Gebäude:

Kühlbedarf 2,49 kWh/(m2a)
CO2 Einsparung pro Jahr  25,3 Tonnen/Jahr

 Kosten

Investitionskosten

Beantragte ges. Investitionskosten € 279.806,00

Als Basis bleiben umweltrelevante Kosten von € 195.479,00

Förderung Fördersumme von € 58.644,00
Einsparungen im Betrieb

durch thermische Maßnahmen: 15 MWh Wärme 4,16 Tonnen/Jahr CO2

durch erneuerbare Energieträger (Grünstrom, aus 100% Wasserkraft): 98% 25,3 Tonnen/Jahr CO2

Kosten je m2 BGF 2.300,- €/m2

 

Dokumentation
Planung Schema Energiekonzept
Siehe Downloads in der rechten Spalte
Bauphase Sommer 2009: Start Sanierung der Filiale Kärntnerstraße
Dezember 2009: Eröffnung der sanierten Filiale
  • Fassade 1
  • Fassade 2
  • Fassade 3
  • Flachdach 2
  • 1013fotoskaerntner1wolfgang141209 18
  • Flachdach 3
  • L10301640
  • P10202530
 
Mustersanierung: Projekte