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Kontakt

Ing. Karl Stocker

Dämmtechnik, Energieberatung

A-8811 Scheifling, Schmiedgasse 5

E-Mail

 

Planung

Energieausweise

Einzelunternehmer Stocker Karl, Murau

Executive Summary

Der Einzelunternehmer Karl Stocker hat in Scheifling im Bezirk Murau die Sanierung seines Bürogebäudes aus dem Jahr 1964 vorgenommen. Das Gebäude mit einem Volumen von 1.394,5 m3 erreicht nach Abschluss der Sanierung die Kriterien eines "qualitätsgeprüften Passivhauses" erreichen. Das Bruttoraumvolumen steigt durch die Dämmmaßnahmen geringfügig auf 1.474,3 m3 an.

Der Stromverbrauch wird nach der Sanierung nun zu ca. 72% aus der eigenen PV-Anlage gedeckt. Der Gesamtenergieverbrauch konnte durch die Sanierung um ca. 85% reduziert werden.

Die Baustoffe stammen überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Zellulose (Böden, Fenster, Fassade und Wärmedämmung).

Die Heizung wurde von einem Biomassekessel auf Fernwärme aus Biomasse umgestellt. Zudem wurde eine zentral kontrollierte Wohnraumlüftung installiert. Ein Beschattungssystem mit Tageslichtlenkung und eine künstliche Beleuchtung mit LED Technologie

Außerdem wurde ein Energie Monitoring über ein Bussystem installiert.

Ausgangszustand
Eigentümer/ Betreiber Karl Stocker
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Karl Stocker
Architekt Schopohl KG, 8800 Unzmarkt, Steiermark
techn. Planer

Thermische Hülle: Christian Simbürger, 8820 Neumarkt
Haustechnik: Grazer Energieagentur

Standort Schmidgasse 5, A- 8811 Scheifling
Gebäudetyp Bürogebäude
Errichtungsjahr 1964
Größe (BGF) 441,3 m2 vor der Sanierung
463,3 m2 nach der Sanierung
Zustand/ Ausstattung Bestand Gewerbeobjekt aus 1964 entsprach aufgrund einer geänderten Nutzung nicht mehr den Anforderungen.

 

 Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand Das bestehende Gebäude entsprach nicht mehr den Anforderungen eines modern eingerichteten Zimmereibetriebs; die wirtschaftliche Führung des Betriebs wurde dadurch erschwert. Die Funktionalität des Bestandsgebäudes war aufgrund einer Änderung des Tätigkeitsfeldes nicht mehr gegeben.

 

Ziele
Wünsche / Ziele Bauherr Ökologie/ Energieeffizienz/ Komfort Durch eine Änderung im Geschäftsfeld von einem leistungsmäßig breiten Angebot der Zimmerei zu einer speziellen Nischen-Beratung und Ausführung von Wärmedämmmaßnahmen kommt dem Gebäude eine besondere Aufgabe zu.
Durch die Sanierung sollte das Gebäude wirtschaftlich, ökologisch und in der Qualität der Planung und Ausführung ein Vorzeigeprojekt sein.
Ziele Planer Durch die Sanierung sollte das Gebäude wirtschaftlich, ökologisch und in der Qualität der Planung und Ausführung ein Vorzeigeprojekt sein.

 

 

Maßnahmen

Gebäudehülle

Bauteilaufbauten Zur Außenmauer wird eine Holzpfosten-Riegel-Konstruktion mit einer Stärke von 40 cm mit Zellulosefaser als Dämmstoff gefüllt und mit einer diffussionsoffenen Holzwerkstoffplatte winddicht verschlossen. Die luftdichte Ebene ist der Innenputz.
Auf die bestehende Betondecke wird ein Staffelholz mit einer Höhe von 25 cm angebracht, eine Holzwerkstoffplatte mit 28 mm Stärke schließt die Dämmebene ab und erzeugt die luftdichte Hülle nach unten.
Im bestehenden Dachgeschoß wird die Dachseite Richtung Südosten mit Hilfe einer zurückgesetzten Fensterfront geöffnet.
Die innere Traufenkante und der First werden um 50 cm gehoben.
Das Kellergeschoß wird mit 25 cm Dämmstärke gedämmt.
Die Perimeterdämmung wird bis in frostfreie Tiefe ausgeführt.
Baustoffe

Zellulosedämmung in Außenwänden, Bodenaufbau und oberster Geschoßdecke

Fensterqualität Die Fenster werden nach den Richtlinien für Passivhauskomponenten vorwiegend als Fixverglasung ausgeführt.
Luftdichtigkeitskonzept

Die Bauteilanschlüsse wurden wärmebrückenoptimiert.

 

Haustechnik

Wärmeerzeugung Anschluss an biogene Fernwärme (Hackschnitzel), Anschlussleistung der Übergabestation: 15 kW
Kühlung Keine aktive Kühlung
Lüftung Kontrollierte Raumlüftungsanlage. Zuluft wird über einen erdverlegten, 30 m langen Kanal in 1,5 m Tiefe vorgewärmt.
Warmwasseraufbereitung

Zentral über Fernwärmeanschluss

Elektrik

Eine 84m² PV-Anlage mit einer Leistung von 10kWp liefert Strom
LED-Beleuchtung, über KNX-Bus geregelt

Solaranlage Nutzung der Sonnenenergie mithilfe einer PV-Anlage (Modulfläche 84 m², Peakleistung 10 kW), die jährlich rund 9,5 MWh an Strom liefert.

 

Energieeffizienz

Abwärmenutzung

Abgaswärmerückgewinnung der Hackschnitzelheizung zur Luftvorwärmung. Thermische Nennleistung der Wärmerückgewinnung: 0,5 kW. Wärmerückgewinnungsgrad 83 %

Nutzung Erneuerbarer Energiequellen

PV-Anlage zur Stromerzeugung
Biogene Fernwärme

 

 

Ergebnisse

Kennzahlen

Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

 

Heizwärmebedarf/ vorher

59,1 kWh/(m³a)

bzw. 177,4  kWh/(m²a)

Heizwärmebedarf/ nachher

3,5 kWh/(m³a)

bzw. 7,0 kWh/(m²a)

Kühlbedarf/ vorher 0,0 kWh/(m³a)
Kühlbedarf/ nachher 0,0 kWh/(m³a)

 

 

Kosten

Investitionskosten Beantragte Investitionskosten: € 320.464,00

Umweltrelevante Investitionskosten: € 310.582,00

Förderungen

Förderbasis: € 273.296,00
Förderungen: € 126.063,00

 

Performance

Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung
Herstellung

Luftdichtheit bestätigt durch Baumeister

n50 = < 1,5 h-1

 

Dokumentation

Bauphase

Chronologie/ Bautagebuch

Baubeginn: folgt

Fertigstellung: geplant Ende 2017

 

Persönliche Erfahrungen

Planungs-/Bauphase

Bericht zum Planungsprozess (Zusammenarbeit der Akteure, Schwierigkeiten, best practice Beispiele) folgt nach Fertigstellung
Hindernisse im Planungsprozess (Genehmigungen/ Behörden/ Anrainer/…)

Bestandsgebäude steht direkt an der Grundstücksgrenze, Dämmung der Außenwände war dadurch nicht möglich. Die Verhandlungen mit Nachbarn wegen Grundstückszukaufes verzögerten die Umsetzung des Projektes. Der Behördenprozess verlief problemlos, die notwendige Änderung der Betriebsstättengenehmigung ist noch ausständig.

Empfehlungen
folgt nach Fertigstellung

 

Nutzung

Nutzungskomfort/ Erfahrungen folgt nach Fertigstellung

 

  • Bro Stocker Bestandmittel2
  • Fassade West bestandmittel
  • Fassade West 1mittel
  • Fassade West 2mittel
  • Fassade West 5mittel
  • Perimeterdmmung 1mittel
  • Perimeterdmmung 3mittel
  • Ansicht Sd Ostmittel
  • Ansicht Sdost 2mittel
 
Mustersanierung: Projekte