subbildprojekte

Kontakt

Realkanzlei Edlauer
Immobilientreuhänder GmbH

Josefstraße 19
3100 St. Pölten

E-Mail

Webadress

Architekt

Dipl.Ing. Richard Zeitlhuber

Blauensteinerstrasse 14
3130 Herzogenburg

E-Mail

Webadresse

Planung - Schema Energiekonzept

Edlauer Holding GmbH, Sankt Pölten

Executive Summary

Die Aussicht auf ein zeitgemäßes Bürogebäude mit hoher Arbeitsplatzqualität für die Mitarbeiterinnen und Miterabeiter, war für den Immobilienunternehmer Paul Edlauer das Motiv, den alten Bürostandort im Zentrum St.Pöltens zu verlassen. In der Josefstraße fand sich 2006 das geeignete Objekt, Baujahr 1962, für dessen Sanierung auf Niedrigenergiehaus- Standard ein geladener Architektenwettbewerb ausgeschrieben wurde. Nach einer Bauzeit von einem Jahr, konnte das fertig sanierte Objekt Mitte 2009 bezogen werden. Fußbodenheizung/-kühlung tragen ebenso wie die Komfortlüftung zum angenehmen Raumklima bei, wobei die Wärme von der Fernwärme und die Kälte aus dem Grundwasser durch Direktkühlung bezogen werden. Energieeffiziente Leuchten, außenliegende Verschattungen und Nachtauskühlung durch Fensterlüftung ergänzen das Energiekonzept.

Bürohaus mit Ökoflair: Edlauer, St. Pölten

Ausgangszustand
Ansprechpartner / Kontaktpersonen Paul Edlauer
Standort 3100 St. Pölten, Josefstraße 19
Gebäudetyp Mehrfamilienhaus -> Bürogebäude
Errichtungsjahr Bestandsgebäude 1962
Größe (BGF) 676 m2 -> 832 m2

 

Zustand/ Ausstattung Bestand Plattenbau mit einem Geschäftsgeschoss im EG und 2 Wohngeschossen, unverändert zu Errichtung 1962.

 

Motiv für die Sanierung

Mängel/ Schwachstellen/ Probleme im Bestand

Keine ausreichende Belichtung für modernes Bürogebäude, Raumaufteilung nicht passend, Wärme- und Schallschutzstandard nicht angemessen.
Anlass für die Sanierung

Der ehemalige Standort der Realkanzlei war abgewirtschaftet, aber für Sanierung nicht tauglich, deshalb war die Suche eines zu sanierenden Objektes, die gewählte Strategie.

 

 

Ziele
Wünsche/Ziele Bauherr
  • Die Realisierung eines wirtschaftlichen, repräsentativen und werthaltigen Objekts, das beispielgebend zukunftsweisende Signale setzt.
  • Errichtung eines modernen, zeitgemäßen Bürogebäudes mit hohem Nutzwert.
  • Bestmögliche nutzungstechnische Möglichkeiten zur Reduktion des Energiebedarfs für Heizen und Kühlen.
  • Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen durch verbesserten Wohlfühlfaktor.
  • Repräsentationsfunktion für Kunden als Referenzobjekt für Sanierung.
  • Standort: verkehrsgünstige Lage/günstige Anbindung an das öffentliche Netz.
  •  

     

    Maßnahmen

    Gebäudehülle

    Bauteilaufbauten

    20 cm Vollwärmeschutz zusätzlich zu den Bestandsdämmplatten 2x 3,5cm Heraklith und ab OG1 hinterlüftete Glasschuppen- und Eternitfassade; Dach 26+5cm Zwischensparrendämmung, 5cm Perimeterdämmung

    Baustoffe

    Dämmstoff Außenwände EPS, Dämmstoff Dach Mineralwolle, Perimeterdämmung XPS

    Fensterqualität

    3-Scheiben Wärmeschutzverglasung ohne gedämmte Rahmen; U=1,1W/m2K; g-Wert 0,3

    Vermeidung von Wärmebrücken, Anschlussdetails

    Perimeterdämmung zur Vermeidung von Wärmeverlusten entlang der Grundmauern

    Luftdichtigkeitskonzept

    Ergebnis Blower-Door-Test: 1,41 h-1 (gefordert <= 1,50 h-1)

    Haustechnik

    Heizung
    • Deaktivierter, aber vorhandener Gasanschluss,
    • Fernwärmeanschluss und Grundwassernutzung zur Vorwärmung,
    • Wärmeabgabe über Fußbodenheizung und Wandheizung, die auch zur Kühlung verwendet werden können (Bauteilaktivierung).
    • Raumregelung über Raumthermostat
    Kühlung
    • Grundwassernutzung, Kühlung der AUL
    • Zusätzlich über Deckensegel bzw. Fußbodenheizung
    Lüftung
    • Kreuzgegenstrom-WT, 1.500 m3/h
    • Vorwärmung/Vorkühlung der AUL über Grundwasser,
    • freie Nachtkühlung
    • Regelung über EIB, einzelnen Zonen individuell zeitlich geregelt, minimaler Luftwechsel immer aktiv
    Sanitär

    WW zentral (Fernwärme)

    Elektro
    • Präsenz- und tageslichtabhängige Lichtsteuerung im Gebäude.
    • Außenbeleuchtung: Steuerung nach Tageslicht, Dämmerung und Zeit.
    • Steuerung der Außenjalousien nach Himmelsrichtung, Messung der Lichtstärke über Wetterstation.
    Regelungstechnik EIB-Bus, Regelung nach Anwesenheit und Zonen

    Energieeffizienz

    Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

    Therm. hochwertig sanierte Gebäudehülle inkl Fenster, konstruktiver Sonnenschutz, gesteuert durch Wetterstation -> geringerer Wärmeeintrag Sommer -> geringerer Kühlbedarf

    Abwärmenutzung Wärmerückgewinnung aus der Abluft in der Lüftungsanlage

    Nutzung erneuerbarer Energiequellen

    Grundwasser

    Besondere Lösungen

    Grundwasser/Versickerungsbrunnen so dimensioniert, dass Umstieg auf Wasser-Wärmepumpe möglich ist (wegfallen der Fernwärme).

    Ergebnisse

    Kennzahlen

    Der spezifische Heizwärmebedarf beschreibt die erforderliche Wärmemenge pro Quadratmeter beheizte Bruttogeschossfläche, die ein Gebäude an einem bestimmten Ort (Klima) oder bei einem Referenzklima pro Jahr benötigt, um die Innenraumtemperatur auf 20 Grad Celsius zu halten.

    Der Kühlbedarf ist diejenige Nutzenergie, die nötig ist, um die Räume eines Gebäudes beim Auftreten von Überwärmung auf die gewünschte Soll-Temperatur zu kühlen.

    Als Heizlast versteht man jene Wärmemenge, die notwendig ist, um den Wärmeverlust von Räumen auszugleichen.

    Die Kühllast ist eine aus einem Raum abzuführende Wärmelast, die notwendig ist, um einen vorgegebenen Raumluftzustand zu erreichen, oder zu erhalten.

    Heizwärmebedarf HWB/vorher

    Heizwärmebedarf HWB/nachher

    142 kWh/(m2a)

    22 KWh/(m2a)

     

    Folgende Werte gelten für das sanierte Gebäude:

    Kühlbedarf

    0,2 kWh/(m2a)

    CO2 Einsparung pro Jahr

    39 Tonnen/Jahr

     

    Kosten

    Investitionskosten

    Beantragte ges. Investitionskosten € 440.000,00

    Als Basis bleiben umweltrelevante Kosten von € 346.410,00

    Einsparungen im Betrieb
    • Nennwärmeleistung Altanlage: 50 kW
    • nach Sanierung: 20kW
    • prognostizierte Einsparung: 5880,- €/a
    Förderungen

    Zinsgünstiges Darlehen des Landes NÖ unter dem Titel der Wirtschafts- und Tourismusförderung Darlehenslaufzeit 10 Jahre Darlehenshöhe € 600.000,-.

    KPC-Umweltförderung € 86.638,00 Direktzuschuss

    Kosten je m2 BGF

    1.800,- €/m2

    Dokumentation
    Bauphase

    Sommer 2008: Start der Abbruchmaßnahmen

    Sommer 2009: Fertigstellung und Besiedlung des sanierten Gebäudes

     

    Persönliche Erfahrungen
    Nutzungskomfort/Erfahrungen Deutliche Steigerung des Innenraumkomforts an den Arbeitsplätzen durch Flächenheizung/-kühlung und Komfortlüftung.

     

    • Altbestand2
    • Altbestand4
    • 700
    • 750
    • 820
    • 870
    • 900
    • Abbruch 2
    • 200
    • 910
    • 920
    • 950
    • 960
    • nach dem Umbau
    • nach dem Umbau 2
    • nach dem Umbau 3
    • nach dem Umbau 4
    • nach dem Umbau 5
    • nach dem Umbau 6
    • nach dem Umbau 7
    • Neubau1 21.8.20090
    • Neubau2 21.8.20090
    • Neubau3 21.8.20090
    • Neubau4 21.8.20090
    • AussenNov200911
     
    Mustersanierung: Projekte