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Überblick

Schwerpunkte und relative Anforderung

Die Schwerpunkte der einzelnen Gebäudezertifikate sind sehr unterschiedlich. Da die Kriterien bei jedem Zertifikat unterschiedlichen Kategorien zugeordnet werden (können), ist auch eine genaue Vergleichbarkeit der Zertifikate nicht möglich. In der Tabelle soll ein grober Überblick dargestellt werden, in welchen Bereichen das Zertifikat Schwerpunkte setzt und welche Bereiche nicht – oder nur am Rande – betrachtet werden. In Tabelle 1 werden nicht alle Kriterien der einzelnen Zertifizierungssysteme einzeln angeführt, sondern zu Themenbereichen zusammengefasst.

 

  GreenBuilding der EU klima:aktiv TQB ÖGNI LEED BREEAM
Planungsprozess
Integrale Planung     x xxx    
Baustellenabwicklung     xx xx xx xx
Vermeidung motorisierter Individualverkehr   xx xxx xxx xxx xxx
FM freundlich     x xx    
 
Ökonomische Qualität   
Lebenszykluskosten   x xx xxx    
Drittverwendungsfähigkeit     xx xxx    
 
Ökonomische Qualität    
Ökologische Produkte   xx xx xxx xxx xx
Wassereffizienz     xx xx xx xx
Energieeffizienz xx xxx xxx xx x xxx
Erneuerbare Energieträger xx xxx xxx xxx xx xxx
Energiemonitoring und Gebäudebetrieb xx x x xx xx xx
 
Soziokulturelle Qualität    
Komfortkriterien   xx xxx xxx xx xx
Sicherheit     xxx xxx xx xx
Architektur und Kunst       xxx    
 
Standortqualität 
Anbindung und Infrastruktur   xx xx   xx xx

Tabelle 1: Die Schwerpunkte der einzelnen Zertifizierungen im Überblick. Je mehr Kreuze, desto detaillierter und umfassender wird das Kriterium betrachtet.

Anforderungen gegenüber den Zielen der Mustersanierung

Die Mustersanierungsoffensive hat sich sehr strenge Kriterien im Bereich Energieeffizienz gesetzt. Erhält ein Bauherr für seine Sanierung bereits die Förderung der Mustersanierungsoffensive, so hat er in diesem Bereich bereits die Einstiegshürde für alle anderen Zertifizierungssysteme erreicht. Erst bei einem Level ab Gold (klima:aktiv, ÖGNI),

Platin (LEED), Outstanding (BREEAM) muss darauf geachtet werden, ob hier noch strengere Kriterien gelten. In Tabelle 2 werden farbig jene Themenbereiche dargestellt, die zusätzlich zur Mustersanierung erfüllt werden müssen um zu einer Zertifizierung zu kommen. Eine Zertifizierung hängt schlussendlich von der erreichten Punkteanzahl ab, die über alle Kriterien summiert wird.

Dabei gilt:

  •  Ist eine Zelle nicht farbig hinterlegt, so wird dieses Kriterium im System nicht behandelt
  • Grün: Kriterium ist mit der Anforderung an die Mustersanierung erfüllt
  • Blau: MUSS-Kriterium um überhaupt eine Zertifizierung zu bekommen
  • Gelb: Mit geringem Mehraufwand ist dieses Kriterium erreichbar
  • Orange: Mit mittlerem Mehraufwand ist dieses Kriterium erreichbar
  • Rot: Mit hohem Mehraufwand ist dieses Kriterium erreichbar

 In Tabelle 2 werden nicht alle Kriterien der einzelnen Zertifizierungssysteme einzeln betrachtet, sondern zu Themenbereichen zusammen gefasst.

 

  Muster-
sanierung
Green-
building
der EU
klima:
aktiv
Bronze
TQB ÖGNI LEED BREEAM
Planungsprozess
Integrale Planung              
Luftdichtheit     Blower Door
Messung
       
Baustellen-
abwicklung
             
Vermeidung MIV              
FM freundlich              
 
Ökonomische  Qualität
Lebenszykluskosten     vereinfachte
LZK-
Berechnung
       
Drittverwen-
dungsfähigkeit
             
 
Ökologische Qualität
Vermeidung von
klimaschädlichen
und Verwendung
von ökologischen
Produkten
kein Muss-
Kriterium,
wird jedoch
mit 5 %
Zuschlag
gefördert
 

Vermeidung
von HFKW,

Anforde-rungen
an den OI3-
Index

       
Wassereffizienz           Wasser-sparende
Sanitär-einrich-tungen
Wasser-sparende
Sanitär-einrich-tungen
Energieeffizienz -
Heizwärme-
bedarf HWB*
HWB*-Linie
< 3,83;
max. 13,5 
kWh/m³a
           
Energieeffizienz -
außeninduzierter
Kühlbedarf KB*
KB* = max.
0,9 kWh/m³a
           
Erneuerbare
Energieträger
Anteil erneuer-
barer Energie-
träger
größer 70%
           
Energiemonitoring
und Gebäude-
betrieb
Umfassendes
EVM über
zumindest
ein Jahr
           
 
Sozikulturelle Qualität
Komfortkriterien              
Sicherheit              
Architektur und
Kunst
             
 
Standortqualität 
Anbindung und
Infrastruktur
             

 

  nicht relevant
  MUSS Kriterium
  mit Mustersanierung erfüllt
  zusätzlich, mit geringem Merhraufwand erreichbar
  zusätzlich, mit mittlerem Mehraufwand erreichbar
  zusätzlich, mit hohem Mehraufwand erreichbar

Tabelle 2: Zusätzliche Maßnahmen zur Erlangung einer Gebäudezertifizierung im Überblick.

 

 

 

 

 

 
Mustersanierung: Erste Schritte